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Bad Belzig Turnhalle für Förderschule wächst in Ferien
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Turnhalle für Förderschule wächst in Ferien
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14:15 10.07.2018
Schulleiterin Elke Körner (re.) und ihre Stellvertreterin Ines Schönefeldt sichern ein Gemälde. An dieser Wand entsteht jetzt ein Durchbruch zum neuen Anbau. Quelle: Andreas Koska
Bad Belzig

Endlich geht es los. Der Bau der lange ersehnten Turnhalle für die Förderschule „Im Grünen Grund“ in Bad Belzig lief jetzt zum Ferienbeginn an. Die Planungszeichnungen dafür sind freilich schon seit längerem auf einer Stelltafel im Rundgang des Schulgebäudes zu bewundern. „Ich bin aber erst beruhigt, wenn der Kran wirklich aufgebaut ist“, sagt Elke Körner. Die Schulleiterin ist zwar voller Vorfreude.

Doch Skepsis schwingt bei ihr noch immer mit. Denn seit rund zehn Jahren kämpft die Chefin der Bildungsstätte für den Bau eines Sportraums. Mit den Ferien begannen nun die Arbeiten. „Wir haben schon die Bibliothek und einen Gruppenraum ausgeräumt, hier soll der Durchgang in den Sportraum entstehen“, sagt die Schulleiterin.

Als letzten Akt nimmt sie mit ihrer Stellvertretung Ines Schönefeldt ein großformatiges Gemälde von der Wand. Gefertigt hat es der Borner Künstler Viktor Bisquolm in einem Projekt mit Schülern des Hauses.

An der Förderschule „Im Grünen Grund" in Bad Belzig laufen seit den Sommerferien die Arbeiten für den Anbau des Sportsaales. Im Einsatz sind dabei auch Enrico Zach (links) und Alfred Knoblauch von der Firma WSA Bautenschutz aus Dretzen. Quelle: Thomas Wachs

Allerdings liegt für die Turnhalle noch gar keine Baugenehmigung vor. „Wir rechnen mit ihr noch im Juli“, sagt Martin Rätz, Fachbereichsleiter bei der Kreisverwaltung. Es fehle noch ein geprüftes Brandschutzkonzept. Der Landkreis ist Träger der Schule, die bis auf den letzten Platz besetzt ist. „Mit 80 Schülern sind wir eigentlich dramatisch überbelegt. Nach den Ferien werden wir acht neue Schüler aufnehmen", berichtet Elke Körner.

Viele Schüler aus Potsdam-Mittelmark besuchen schon Schulen in Nachbarkreisen sowie in den beiden Städten Potsdam und Brandenburg. Körner möchte allen Schülern gute Bedingungen bieten. Zumindest wird die Turnhalle den Wünschen des Kollegiums entsprechen und 250 Quadratmeter Grundfläche haben. Ferner sollen ein kleiner Abstellraum für Spielgeräte und eine Bühne für Schulfeste und Projekte entstehen.

Schulleiterin Elke Körner an der Stelle, wo der Anbau entstehen soll. Quelle: Andreas Koska

Ursprünglich wollte der Landkreis 50 Quadratmeter weniger errichten. Dagegen erhob sich Widerstand, auch aus dem Kreistag. Kathrin Menz (Linke) und Roland Büchner (FBB) forderten eine Gleichbehandlung mit den anderen Schulen in Regie des Kreises, denen alle Wünsche erfüllt würden. Der Neubau für die Förderschule wird etwa ein Million Euro kosten.

Für das Projekt hat auch die Schule Spenden gesammelt, um einen Eigenanteil zu erbringen und guten Willen zu zeigen. Rund 45 000 Euro sind bei verschiedenen Veranstaltungen zusammengekommen. So haben die Schüler des Fläming-Gymnasiums einen Spendenlauf organisiert. „Falls der Kreis das Geld nicht benötigt, werden wir davon Sportgeräte kaufen und in die Innenausstattung investieren“, erklärt Elke Körner.

Enrico Zach (r.) und Alfred Knoblauch haben schon gut zu tun. Quelle: Thomas Wachs

Wenn der Kran dann erst steht, rechnet Rätz mit einer Bauzeit von 18 Monaten. „Wenn alles gut läuft, müssten wir Ende 2019 fertig werden“, ist Rätz optimistisch. Falls die Zeitschiene eingehalten wird, wird tatsächlich ein Wunsch von Elke Körner in Erfüllung gehen. „Ich habe mir geschworen, erst dann in den Ruhestand zu gehen, wenn die Turnhalle steht“, erzählt die 61-Jährige, die gerne im Sommer 2020 diesen Schritt vollziehen würde.

Elke Körner ist die bislang einzige Schulleiterin der Förderschule. Die Aufgabe hatte Körner im Jahr 1991 übernommen und hatte schon den Umzug von der Steinstraße in die Puschkinstraße mitgestaltet.

Von Andreas Koska

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