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Bad Belzig Überfüllte Züge: im RE 7 herrscht dicke Luft
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Überfüllte Züge: im RE 7 herrscht dicke Luft
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19:13 30.09.2018
Sitzplätze sind im RE7 häufig Mangelware. Stattdessen heißt es Anstehen und Warten. Quelle: privat
Bad Belzig

Fahrgäste klagen vermehrt über zu kurze Züge und bemängeln die Enge im RE7 auf der Strecke zwischen Bad Belzig und Berlin. „Die Züge sind nachmittags von Berlin zurück nach Brück teilweise so überfüllt, dass ab Charlottenburg eine Mitnahme nur noch möglich ist, wenn man sich reinquetscht“, berichtet Sascha Klemroth. Er ist täglich zwischen Brück und der Bundeshauptstadt unterwegs.

Sitzplätze sind Mangelware

Nicht nur für Radfahrer sei es schwierig, mitzukommen sondern zunehmend auch für ältere Menschen. Denn Sitzplätze sind Mangelware. Das hat auch der Borkheider Frank Seibicke beobachtet, der erneut eine „chaotische Fahrt mit dem RE7 im Berufsverkehr mit kurzem Zug“ bemängelt. Die Fahrgäste berichten, dass aktuell in Stunden, in denen Züge mit Doppeltraktion unterwegs sein sollten, fast ausschließlich einfache fünfteilige Züge fahren. „In den Sommerferien waren kurze Züge nicht ganz so schlimm und die meisten Pendler gingen davon aus, dass das geringere Fahrgastaufkommen genutzt wird, um die Züge zu warten“, bedauert Klemroth.

Probleme seit Monaten bekannt

Die Probleme bestehen bereits seit Monaten. „Ein Zug ET-442 musste für Gewährleistungsarbeiten abgestellt werden, zur Zeit sind viele Fahrzeugschäden zu verzeichnen, zwei Fahrzeuge an Radsätzen, zwei Fahrzeuge an Frontscheiben, ein Schaden besteht durch einen Wildunfall, eine Bremsstörung, zwei planmäßige Instandhaltungen“, erzählt Gisbert Gahler von der Deutschen Bahn AG zur Begründung auf eine MAZ-Anfrage. Dies klang schon im Juli ähnlich.

Schäden und Warten auf Ersatzteile

„Die Ursache für die Solotraktionen ist ein erhöhter Schadensstand an den ET 442, dieser ist mit Warten auf Ersatzteile verbunden, zusammen zweimal ET mit Wildschäden, ein ET mit Bugmaskensanierung steht zur Instandhaltung und aufgrund von Wartungsarbeiten an den Unterflur-Radsatz-Drehbänken (URD) warten zwei ET auf eine URD-Behandlung“, teilte damals Bahnsprecherin Karin Schwelgin mit. Sie versprach gleichzeitig Besserung.

Besserung erst im April 2019

Auch ihr Kollege Gisbert Gahler beteuert, dass unter Umständen ein Fünf- und ein Dreiteiler auf den Regionalbahnlinien RB10 und RB14 frei werden, da dort Doppelstockeinheiten eingesetzt werden könnten. „Es wird erst mit der Kapazitätserweiterung der Stadtbahn im April 2019 besser, bis dahin können fehlende Verstärkerleistungen nicht ausgeschlossen werden“, sagte Gahler vom Regionalbüro Kommunikation Berlin der Bahn.

Leistungskürzungen gefordert

Sascha Klemroth fordert eine Kürzung der Leistungen des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) an die Bahn. „Der VBB lässt sich täglich über die Zugbildung unterrichten und mahnt in kurzen Abständen regelmäßig Verbesserungen an. Jeder fehlende Sitzplatz wird kilometerscharf mit DB Regio abgerechnet – und entsprechend nicht bezahlt“, sagt VBB-Sprecherin Elke Krokowski. Die Fahrzeugsituation stehe bei Arbeitstreffen von VBB und DB zum Thema Qualität ständig auf der Tagesordnung, bestätigt Krokowski.

Verärgerte Fahrgäste

„Ich finde es absurd, wenn die Bahn einerseits Ideenzüge auf der Innotrans vorstellt und es andererseits seit 2012 nicht schafft, überhaupt ihre vertraglichen Verpflichtungen bei den Regionalzügen in Brandenburg zu erfüllen“, ärgert sich Seibicke weiter. Er erinnert daran, dass der Hersteller Bombardier, der VBB als Koordinator, das Landesministerium als Besteller und die Bahn als Ausführender in einem Umkreis von 50 Kilometern im Land Brandenburg sitzen und es nicht schaffen, innerhalb von sechs Jahren eine Lösung zu finden.

Von Andreas Koska

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