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Viel Spaß beim Klima-Dinner in Raben

Naturschutz Viel Spaß beim Klima-Dinner in Raben

Beim ersten Klima-Dinner in Raben lernten die teilnehmenden Gäste, worauf sie beim Einkauf achten sollten. Der Theorie folgte die Praxis: Aus vorgegebenen Zutaten haben sie korrekte Speisen zubereitet.

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Und wie schmeckt’s? Die Gäste kosten die Klima-Dinner-Gerichte.

Quelle: Heiko Hesse

Raben. Klimamäßig ist die Kuh ein Schwein. „Sie frisst zwar Gras, produziert aber sehr viel Methan, und das ist viel schädlicher als CO²“, sagt Katja Draeger, zuständig für die Umweltbildung im Naturparkzentrum in Raben. Noch schlimmer ist allerdings der Mensch. Jeder Erdenbürger produziert jährlich 11 Tonnen CO², statistisch gesehen, natürlich. „Um den Klimawandel wenigstens zu stoppen, dürfte jeder von uns nur noch 2 Tonnen produzieren.“ Wie soll das gehen? „Wenn jeder seine Ernährung ändert, kann jeder eine Menge tun“, sagt die Expertin. Das ist der Grund für das Klima-Dinner, das das Naturparkzentrum in Raben am Donnerstagabend zum ersten Mal angeboten hat. Acht Interessierte waren dabei.

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Lecker, gesund und korrekt: Mit viel Geschmack und Spaß kann man zur Klima-Wende beitragen.

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Von den 11 Tonnen entfallen gut 1,3 Tonnen auf die Ernährung, erläutert Draeger. Dieses Gewicht ist die Summe aller Anstrengungen, die zur Produktion und Verarbeitung, zum Transport und der Zubereitung der Nahrung gehören. Die Botschaft der Umweltfachfrau: „Hier kann jeder ganz einfach seinen Beitrag für ein besseres Klima leisten.“

Beim Dinner gab es deshalb eine ausgeprägte pädagogische Ouvertüre. Anhand von Lernstationen wurden den Gästen vermittelt, dass dies wichtig ist: saisonale Erzeugnisse, Freiland-Gewächse, keine Verpackung, regionales Obst und Gemüse aus dem biologischen Anbau. Und wenn schon Fleisch, dann aus der Region.

Klima-Dinner auch an anderen Orte möglich

Das Klima-Dinner ist ein Bildungsangebot des Naturparkes Hoher Fläming, „das wir für alle Altersstufen anbieten können“, sagt Organisatorin Katja Draeger. Beim ersten Mal wollte man gezielt etwas für Erwachsene anbieten.

Die Premiere am Donnerstag habe ihr gezeigt, dass solch ein Dinner auf Interesse stößt. Noch sei aber unklar, wann es diese Veranstaltung wieder angeboten wird.

Wer Interesse daran hat, könne sich beim Naturparkzentrum Hoher Fläming in Raben melden. „Grundsätzlich können wir dieses Dinner auch an anderen Orten organisieren“, sagt Draeger.

Das Zentrum in Raben ist erreichbar unter 033848/ 60004.

Beim praktischen Teil durften die Gäste umsetzen, was sie eben gelernt hatten beziehungsweise was sie in der Regel schon wussten. Aus vorgegebenen Zutaten galt es, binnen 25 Minuten ein Gericht zu kreieren. Katja Draeger hatte eigens „gute“ und „schlechte“ Zutaten bereit gelegt. Am Ende sollten die Besucher die Gerichte bewerten – wobei nicht allein die Klimakomponente zählte. Schmecken und gut aussehen sollte die Speise auch.

Und so bekam das große Schnippeln, Reiben und Raspeln. Barbara Ral, Klimabeauftragte des Landkreises, und Heiko Bansen, Leiter der Lokalen Aktionsgruppe, nannten ihr Gericht „Hasenfreude“. Auf ihrem Teller fanden sich drei Schnittchen mit Häschen-Motiv. Christoph und Carola Grund aus Bad Belzig schufen „Bittersüße Verführung“ aus Obst, Gemüse, Käse und Brot.

Feine Speisen serviert

Dann gab es noch „Fläminger Herbstsonne“ und Joseph Knie aus Neuehütten, seit kurzem über das Freiwillige ökologische Jahr in Raben im Einsatz, stellte „Mein allererster Salat“ auf den Bewertungstisch. Auch wenn alle Gerichte lecker waren und ansehnlich kredenzt worden sind: Als klarer Sieger ging die „Bittersüße Verführung“ aus dem Rennen.

Gewonnen haben indes alle Besucher, und wenn es neue Erkenntnisse waren. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Methan-Ausstoß der Kühe dermaßen klimaschädlich ist“, sagt Carola Grund. „Dass die Milch doch ganz in Ordnung ist“, zählt Barbara Ral, Klimaschutzbeauftragte des Landkreises, zu ihren neuen Erkenntnissen des Abends. „und dass man aus Senf eine leckere Soße zubereiten kann“. Spaß hat es jedenfalls allen gemacht.

Von Heiko Hesse

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