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Bad Belzig Viele schöne Ideen für Schlalach
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Viele schöne Ideen für Schlalach
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14:10 11.10.2016
Gabriele Amann (links) als Wahrsagerin Madame Garbo schaut beim Dorffest Anfang September in Zukunft von Regina Semmler. Quelle: Thomas Wachs
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Schlalach

Es klingelt an der Tür. Eine Nachbarin von Gaby Amann und Gérald Klein schaut kurz herein und drückt dem verdutzten Mann einen Briefumschlag in die Hand. Darin eine Spende aus dem Verkauf von Walnüssen bei der Aktion „48 Stunden Fläming“ im September. Das erst seit zehn Jahren im Ort wohnende Paar scheint von den Anwohnern angenommen und akzeptiert worden zu sein.

Beide haben den „Medien- und Kulturverein Schlalach“, kurz Muks, aus der Taufe gehoben. Inzwischen gehören ihm 39 Mitglieder an, die meisten auch dem Dorf, einige auch aus Treuenbrietzen und Berlin. Als die 666-Jahr-Feier anstand, bereicherten sie das schräge Jubiläum mit einem liebevollen Film über ihre neue Heimat.

Gaby Amann und Gérald Klein auf ihrem Hof. Quelle: Andreas Koska

Klein ist Kameramann, Filmemacher und Diplom-Designer, Amann Radiomacherin, Werbetexterin und Lektorin. Er kommt aus Berlin, sie war zuvor in halb Europa zu Hause. „Für mich kam nur Großstadt oder Dorf infrage“, sagt die 53-jährige. Als beide auf der Suche waren, hat sie die Immobilie in Schlalach, eine der drei Gaststätten, sofort begeistert. „Der alte Saal wurde für vor meinen geistigen Augen sofort zu einem Kinosaal“, sagt Klein.

Den Wunsch hat sich der 55-jährige schon erfüllt. In dem Saal wird der Schlalach-Film aufgeführt, hier finden Konzerte und Lesungen statt, hier probt der Chor, hier stehen Musikinstrumente und andere Ausstattung. Verstärker, Lichterketten und Zelt gehören dem ganzen Dorf und können ausgeliehen werden. Im Hof gibt es Ausstellungen, wie vor kurzem Skulpturen von Werner Ahring.

Die Schlalacher Kirche. Quelle: Andreas Koska

Besonderen Anklang finden die vom Verein organisierten Fest. So ist man für das Dorffest am ersten Wochenende im September verantwortlich. Der Adventsmarkt am dritten Adventssamstag wird ebenfalls vom Verein verantwortet. Das „Pfingstdingsfestival“ ist der interne Höhepunkt. Der Schwerpunkt liegt bei Live-Musik, es gibt auch Comedy und Lesungen. „Es ist eine offene Bühne – jeder darf mitmachen und jeder darf auftreten“, sagt Amann.

Gute Zusammenarbeit mit anderen Künstlern und Vereinen

Sie unterstreicht die gute Zusammenarbeit mit anderen, vom Keramikatelier Heike Nehrkorns, wo auch Kurse angeboten werden, über die Holzwerkstatt von Norbert Pflug bis zur Kirchengemeinde, der Gaststätte Bimies Linde und den anderen Vereinen.

Ein neues Theaterstück ist unter Mitwirkung der Schlalacher geplant. Auch das Krippenspiel soll gemeinsam mit der Kirchengemeinde aufgeführt werden. „Ob es wieder ein Musical wie im Vorjahr wird, ist noch nicht klar“, sagt Klein. Der Kameramann kommt mehr und mehr im Ort an, sein Arbeitsschwerpunkt lag bis vor kurzem in Berlin. „Nun ist der Mittelpunkt endgültig Schlalach“, sagt Gérald Klein. Schließlich gelte es auch, sich auf dem eigenem Hof um zwei Hunde, drei Esel, drei Katzen sowie sieben Ziegen zu kümmern.

Dickes Lob vom Ortsvorsteher

„Tiere sind mir wichtig“, sagt Gaby Amann. Dass sie damit umgehen kann, hat man bei der „Aktion 48 Stunden Fläming“ gesehen, als sie eine von einem der Esel gesteuerte Kutsche mit Besuchern durch den Ort steuerte. Sie kennt sich aus. Kein Wunder also, dass der Ortsvorsteher die Arbeit lobt. „Sie sind ein Glücksfall für das Dorf, sie bringen sich aktiv ins Dorfleben ein“, sagt Marcel Just.

Von Andreas Koska

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