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Bad Belzig Wanderweg zertifiziert: Der Fläming bleibt ein Paradies für aktive Urlauber
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Wanderweg zertifiziert: Der Fläming bleibt ein Paradies für aktive Urlauber
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11:02 17.01.2019
Wanderer durchstreifen den Hohen Fläming. Das tun sie auch künftig auf zertifizierten Wegen. Quelle: dpa
Bad Belzig

Zum vierten Mal hat der Burgenwanderweg auf der Urlaubs- und Tourismusmesse CMT in Stuttgart jüngst für weitere drei Jahre das Qualitätssiegel „Wanderbares Deutschland“ erhalten.

Erstmals wurde dieses Prädikat der 147 Kilometer langen Strecke von der Bad Belziger Burg Eisenhardt über die Wiesenburg, die Burg Rabenstein, die Bischofsresidenz Ziesar und zurück im Jahr 2010 verliehen.

Petra Straube vom Arbeits- und Ausbildungsförderverein Potsdam-Mittelmark mit Sitz in Kuhlowitz, zuständig für die Unterhaltung und Überprüfung des Wanderwegenetzes, und Dietmar Bölke vom Fachdienst Wirtschaftsförderung nahmen die Urkunde in Stuttgart vom Deutschen Wanderverband entgegen.

Dietmar Bölke (l.) und Petra Straube mit dem Prädikatssiegel. Quelle: Deutscher Wanderverband

Die Prüfung ist ein wiederkehrendes Prozedere. So müssen zu einem bestimmten Zeitpunkt Unterlagen mit den verschiedenen Streckenabschnitten eingereicht werden, die dann im Anschluss unangemeldet von Prüfern in Augenschein genommen und teilweise abgewandert werden. Die Erfüllung von neun Kern- und 23 Wahlkriterien sind für die Verleihung des Prädikates relevant. Das Siegel muss alle drei Jahre erneuert werden.

Insbesondere achtet die Jury auf eine fast ausschließlich naturbelassene gute Begehbarkeit, eine durchgängig korrekte und lückenlose Beschilderung, an die Anbindung des Wanderweges an Bus und Bahn und Attraktionen in der Landschaft wie beispielsweise die Burgen mit den Ausstellungen und Museen.

Zusatzpunkte gibt es durch an der Strecke liegende Infrastruktur wie Einkehr- oder Übernachtungsmöglichkeiten. Bereits 83 Wege deutschlandweit – zwei davon im Hohen Fläming – erfüllen die geforderten Kriterien und tragen das Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“.

Die Anforderungen der Wanderer an die Qualität der Wanderwege sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Schon deshalb ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark daran interessiert, sein breites Wanderwegenetz als touristischen Anziehungspunkt auf einem hohen Standard zu präsentieren, heißt es von der Kreisverwaltung.

Waren es 2016 noch 60 000 Euro, die im Kreishaushalt für den Erhalt des Wanderwegenetzes ausgewiesen waren, stehen im Doppelhaushalt 2019 und 2020 pro Jahr bereits 100 000 Euro für die Wanderwege zwischen Havel und Fläming zur Verfügung. Seit 2016 ist das Wegenetz ausgebaut und um etliche Kilometer erweitert worden, beispielsweise um die Rundwege in der Grubower Rummel.

Rund 30 ehrenamtliche Wanderwegewarte unterstützen den Landkreis bei der Betreuung des inzwischen auf fast 1000 Kilometer angewachsenen Wegenetzes. Sie gehen die Wege ab und melden zu behebende Schäden oder auch Hindernisse wie umgestürzte Bäume, die es in den letzten Monaten verstärkt zu beseitigen gab.

Weiteres zu Touren und Wanderwegen in der Region gibt es unter www.wandern-im-flaeming.de.

Von Philip Rißling

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