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Bad Belzig Wiesenburg/Mark lehnt Amt mit Bad Belzig ab
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Wiesenburg/Mark lehnt Amt mit Bad Belzig ab
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14:13 23.11.2016
Bürgermeister Marco Beckendorf im Gemeinderat. Quelle: Dirk Fröhlich (Archivbild)
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Wiesenburg

Die mahnenden Wort des Bürgermeisters haben nicht gewirkt. „Entweder jetzt oder wir haben die Chance für die nächsten Jahre vertan“, warnte das Wiesenburger Oberhaupt Marco Beckendorf mit Blick auf die mögliche Standesamt-Kooperation seiner Gemeinde mit Bad Belzig. Am Dienstagabend haben sich die Gemeindevertreter davon wenig beeindrucken lassen. Nur vier Abgeordnete stimmten dem Kooperations-Plan zu, fünf sagten Nein und vier enthielten sich.

Die Gründe für die Ablehnung sind verschieden. Bernd Müller, Gemeindevertreter und Wiesenburger Ortsvorsteher, fürchtet, dass es in einem Verbund noch weniger Trauungen in Wiesenburg geben. Es wäre schlecht für die heimische Wirtschaft, wenn die Brautpaare gleich alles für die Feier außerhalb von Wiesenburg klären würden. Außerdem sehe er nicht ein, „dass wir eine Haufen Geld an Belzig zahlen sollen“. Beckendorfs Hinweis, dass es darum gehe, die Qualität der standfesamtlichen Leistungen zu sichern, zündete nicht.

Furcht in der Bevölkerung

Der Abgeordnete Robert Pulz will, dass die Verwaltung erst einmal versucht, das Standesamt ais eigener Kraft auf die Beine zu stellen. „Wenn sich über eine Ausschreibung niemand findet, können wir ja immer noch kooperieren.“ Von Beckendorfs Mahnung „lasse ich mich nicht unter Druck setzen“. Die Abgeordnete Edelgard Bär berichtete von Bürgermeinungen: „Die Leute sagen schon, unsere Verwaltung löst sich langsam selber auf.“

Benkendorf hatte noch versucht, die Stimmung zugunsten der Kooperation zu drehen. „Jetzt sollten wir die einmalige Gelegenheit nutzen.“ Er bezog darauf, dass im Sommer eine Standesbeamtin in den Ruhestand gegangen ist. Die Gemeinde könne viel Geld sparen, wenn sie an dieser Stelle mit der Nachbar-Kommune zusammenarbeitet.

Weniger Einwohner als zu Jahresbeginn

Mit Blick auf die sinkenden Zahl der Einwohner werde die Haushaltslage von Wiesenburg/Mark nicht besser. Am Ende dieses Jahres würden wahrscheinlich nur noch 4300 Menschen in den 14 Orten der Gemeinde leben, 100 weniger im Vergleich zum Jahresbeginn.

Und nun? Roland Leisegang, der in wenigen Tagen sein Amt als Bürgermeister von Bad Belzig antritt, sieht die Absage aus der Wiesenburger Gemeindevertretung nüchtern: „Dann ist es eben so, dann ist das Thema durch.“

Die Gemeindeverwaltung bemüht sich nun, „mindestens einen zweiten Standesbeamten zu besorgen“, sagte Kämmerin Kornelia Feldmann am Mittwoch der MAZ. „Wir prüfen jetzt, ob wir einen Mitarbeiter aus er Verwaltung dafür gewinnen und qualifizieren können.“ Schließlich gelte es auch, die Forderung der Fachaufsicht zu erfüllen.


Von Heiko Hesse

Udo Oppenborn aus Neuehütten (Potsdam-Mittelmark) ist es leid, das Laub von Eichen seines Nachbarn zu entsorgen, das der Wind auf sein Grundstück weht. Deshalb rief er am Dienstag das MAZ-Lesertelefon an. Die Nachfrage beim Amt ergab: Er muss sich weiter darum kümmern. So will es das Gesetz.

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