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Bad Belzig Zu Besuch in fremden Gärten
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17:31 27.05.2018
Joachim und Renate Anders aus Hennigsdorf wollten sich alle geöffneten Gärten gerne ansehen. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Neun Gartenbesitzer aus dem Hohen Fläming haben am Wochenende bei der Aktion „Offene Gärten“ zu Besuchen in ihre grünen Paradiese eingeladen – vier davon in Bad Belzig. Joachim und Renate Anders aus Hennigsdorf haben sich am Sonnabend vorgenommen, alle vier zu Besuchen. Bei Carola und Christoph Grund in der Bahnhofstraße beginnt ihre Tour durch das Gartenkleeblatt.

Schon am Grundstückseingang huscht den beiden ein Lächeln über das Gesicht. Neben dem Plakat mit dem Logo der Aktion heißen Kreidebuchstaben auf dem Weg willkommen. Vor ihnen erhebt sich ein Terrassengarten, im dem urwüchsiger Efeu, alte Baumbestände, Stauden, Sommerblumen und viele andere vereint sind.

In manchem Garten wurden Skulpturen gezeigt

Doch da ist noch mehr: Kleine und große Bronzeplastiken, auf Steinmauern, Rasenflächen und Beeten offenbaren, dass ein Experiment gestartet ist. „Das sind Skulpturen der in Bad Belzig lebenden Bildhauerin Susanne Kraißer“, klärt Hausherr Christoph Grund auf. Erst wenige Tage vor der Aktion hatten die Künstlerin und die Gastgeber beschlossen, versuchsweise einige Skulpturen auszustellen.

Obgleich in der Vergangenheit gelegentlich Werke der Künstlerin bei Ausstellungen zu sehen waren, lebt sie, was die Präsentation ihrer Bronzeplastiken zum ewigen Thema Weiblichkeit hierzulande anbetrifft, eher unauffällig. Stattdessen reisten ihre Skulpturen bereits auf einem Kreuzfahrtschiff um die Welt und waren auf bedeutenden Ausstellungen unter anderem in der Schweiz, Österreich, Großbritannien und in Monaco zu sehen.

Neun Gartenbesitzer aus dem Hohen Fläming haben am Wochenende bei der Aktion "Offene Gärten" zu Besuchen in ihre grünen Paradiese eingeladen. Quelle: Christiane Sommer

Dass der Garten zum Kunstparkett geworden ist, gefällt Joachim und Renate Anders. Die Bronzeplastiken sind präsent, im Zusammenspiel mit den Kindern aus Floras Reich auch geheimnisvoll. Die Eheleute halten, obgleich der Besuch der Bad Belziger Gärten noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, auf einer lauschigen Bank inne – Vis-à-vis der „Sommerkälte“, einer lebensgroßen Plastik. „Es passt wunderbar zusammen“, sagt Joachim Anders. Seine Ehefrau ergänzt: „Und es ist sehr gut aufeinander abgestimmt.“

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite erwarten Hannelore Konietzny und Gerd Pohl Hobbygärtner. „Im vergangenen Herbst haben wir unseren Garten zum ersten Mal für die Aktion geöffnet. Im Frühjahr jedoch noch nie“, verrät die Hausherrin. Neben dem Einblick in das grüne Refugium punktet ihr Garten mit faszinierenden Ausblicken. Von der Burg Eisenhardt bis zum Turm der Stadtkirche St. Marien. Seit 20 Jahren beackern die Eheleute ihr Grundstück. Der Flecken Erde – ob im Rosenbeet oder in der Gemüseecke – trägt längst ihre gärtnerische Handschrift.

Unter den Gästen, die sie am Sonnabend begrüßen, ist auch Christian Höhne. Der Wiesenburger, der Organisator und Gastgeber der Aktion ist, hat sich nach vier Jahren dazu entschlossen, das eigene Gartenparadies ausnahmsweise nur am Sonntag zu öffnen. „Damit ich mir auch einmal die anderen Gärten ansehen kann“, erklärt er. Dann beginnt die Fachsimpelei unter Gartenfreunden. Weitere Gärten konnten in Treuenbrietzen, Wiesenburg, Lübnitz und Ragösen besichtigt werden.

Von Christiane Sommer

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