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Bad Belzig Zukunft des „Trollberg“ vorerst gesichert
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Zukunft des „Trollberg“ vorerst gesichert
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19:20 01.08.2018
Die Zirkusfreizeiten des „Trollberg“ sind stets auf großen Zuspruch gestoßen. Quelle: Christiane Sommer
Bad Belzig

Die Zukunft der Begegnungs- und Beratungsstätte „Trollberg“ an der Brücker Landstraße in Bad Belzig ist gesichert. „Für cirka zwei weitere Jahre“, präzisiert Angela Schweers vom Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Potsdam.

Nachdem die 2015 erhaltene Förderung durch die „Aktion Mensch“ zum 31. Juli dieses Jahres auslief, wuchs die Sorge um den Fortbestand der Begegnungsstätte. Jetzt wurde ein im Frühjahr gestellter Antrag auf Folgefinanzierung positiv beschieden. Wieder ist die „Aktion Mensch“, die sich für die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen an der Gesellschaft engagiert, der Geldgeber.

Awo steuert Eigenmittel bei

Nachdem in den vergangenen drei Jahren ab 2015 bereits 160 000 Euro zu diesem Zweck nach Bad Belzig geflossen sind, folgen nach Aussage der Vorstandsvorsitzenden jetzt weitere 105 000 Euro. Die Awo als Trägerin der Begegnungs- und Beratungsstätte steuert ihrerseits wie in der Vergangenheit auch Eigenmittel für Miet- und Nebenkosten sowie Anschaffungen bei.

Vor Ort ist die Freude groß. Während die im „Trollberg“ angestellte Awo-Koordinatorin Barbara Keller derzeit im Urlaub weilt, ist ihre Kollegin Corinna Reinbach Ansprechpartnerin. Die Kunsttherapeutin sagt: „Wir sind überglücklich“ – und spricht damit auch für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die die Angebote des „Trollberg“ in den vergangenen drei Jahren für sich entdeckt haben.

Konzept soll weitergeführt werden

So wurden allein im vergangenen Jahr 6000 Kontakte gezählt. „Darunter viele junge Menschen, die eine Migrationsgeschichte haben – und noch mehr ohne“, heißt es in der Bilanz der Begegnungs- und Beratungsstätte. Hinzu kommen Intensivzeiten wie die Zirkuswerkstätten an Wochenenden und in den Ferien. Die Kooperation mit dem Infocafé „Der Winkel“ und der Krause-Tschetschog-Oberschule habe weiteren Zuspruch beschert.

In den kommenden zwei Jahren soll das bisherige Konzept weiter geführt werden. Ziel bleibt, vor Ort langfristige tragfähige Strukturen zu finden. Aus diesem Grund wird die Awo trotz der nunmehr wieder gesicherten Förderung nach der Sommerpause im städtischen Sozialausschuss ihr „Trollberg“-Angebot vorstellen. „Bürgermeister Roland Leisegang hat dazu eingeladen. Wir werden sein Angebot auf jeden Fall annehmen“, so Schweers.

Große Wertschätzung für die Angebote

Ob die Stadt Bad Belzig zukünftig jedoch zu den Geldgebern für den Erhalt der Begegnungs- und Beratungsstätte gehört, ist ungewiss. Bislang sah sich sowohl der Landkreis Potsdam-Mittelmark als auch die Kommune nicht in der Lage. Dennoch ist die Wertschätzung für die Angebote des „Trollberg“ groß.

So hat die Stadt schon jetzt Räume für die Beratungs- und Begegnungsstelle im künftigen soziokulturellen Zentrum in der Weitzgrunder Straße im Sanierungskonzept der alten Geschwister- Scholl-Grundschule eingeplant.

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Von Christiane Sommer

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