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Bad Belzig Zum Tag des Kusses schon geknutscht?
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belzig Zum Tag des Kusses schon geknutscht?
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17:31 05.07.2016
Hortbetreuerin Silke Glück-Baar (li.), Klassenlehrerin Elke Perl (re) und die Schüler der Klasse 3a der Borkheider Grundschule verteilen heute an ihre Liebsten besonders viele Küsse. Quelle: Johanna Uminski
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Borkheide

Das ist wirklich die schönste Nebensache der Welt: das Küssen. Mit einem Knutscher zeigt man nicht nur seine Liebe, sondern auch Freundschaft und Zuneigung. Am internationalen Tag des Kusses wird am Mittwoch daran erinnert, dass es mehrere Gründe gibt, regelmäßig zu knutschen. Es ist nicht nur gesund, es macht vor allem glücklich und zufrieden. Und ein Thema ist natürlich auch ganz wichtig: Der erste Kuss. Zum internationalen Tag des Kusses hat sich die MAZ umgehört, um den Knutschgewohnheiten im Hohen Fläming auf den Grund zu gehen.

Für Silke Glück-Baar, die voriges Jahr im Dezember nach 20 Jahren Partnerschaft ihren Mann geheiratet hat, ist es neben ihren Kindern natürlich ihr Ehemann, den sie küsst. „Je länger man zusammen ist, desto weniger küsst man sich“, stellt die Hortbetreuerin der Borkheider Grundschule jedoch fest.

Gefühlssinn angesprochen

Der längste Kuss der Welt fand laut Guinness-Buch der Rekorde vom 6. zum 7. Juli 2005 in London statt. James Belshaw und Sophie Severin küssten sich 31 Stunden und 30 Sekunden.

Beim Küssen drehen zwei Drittel aller Menschen den Kopf nach rechts.

Der Gefühlssinn wird beim Küssen besonders angesprochen, weil sehr viele Nervenenden an den Lippen vorhanden sind.

Durch die körperliche Nähe beim Küssen werden Pheromone besonders gut übertragen.

Das Küssen unter Erwachsenen verschiedenen Geschlechts, die nicht miteinander verwandt oder verheiratet sind, ist in einigen Ländern eine strafbare Handlung.

Die wissenschaftliche Erforschung des Kusses nennt man Philematologie.

Umso mehr gibt es am heutigen Tag einen guten Grund wieder mehr zu küssen. In einer Potsdamer Gartensiedlung hat die Beelitzerin damals ihren ersten Kuss bekommen. „Das war mein erster Freund, mit dem ich auch dreieinhalb Jahre zusammen war.“ An ihren ersten Kuss kann sich auch Klassenlehrerin Catrin Gothan-Borchardt noch genau erinnern. „Das war auf der Rückfahrt der Klassenfahrt von Südtirol.“ Damals war die gebürtige Berlinerin 13 Jahre alt.

Küsschen für die Katze und das Schwesterchen

Der 13-jährige Robert Giese bekommt zum Tag des Kusses einen dicken Schmatzer von seinen Eltern Matthias und Annett Giese aus Borkheide. Quelle: Johanna Uminski

Bei den Kindern der Borkheider Grundschule stehen indes beim Verteilen von Küsschen Mama und Papa noch an erster Stelle. Bei der neunjährigen Emilia Dongowski gibt es da aber noch einen haarigen Vierbeiner, dem die Grundschülerin auch mal ein Küsschen gibt: „Ich finde meinen Hund Hennis so süß.“ Ähnlich ist es auch bei der zehnjährigen Luisa Lange, die ihrer Katze gerne ab und zu ein Küsschen gibt. „Sie hat so große Glubschaugen.“ Aber auch die jüngeren Geschwister bekommen mal einen dicken Knutscher der Schwester ab. „Ich küsse sehr gerne meine kleine Schwester, wenn sie mich immer so lachend begrüßt und weil sie so süß ist“, sagt die neunjährige Jelscha Sieber.

Für Klassenlehrerin Elke Perl sind es neben ihrem Ehemann auch die beiden Kinder, denen sie gerne die besondere Zuneigung zeigt. Dass es einen internationalen Tag für das Küssen gibt, finde sie gut. „Küssen ist nicht nur eine nette Sache, sondern auch gesund“. Und wie es der Zufall will, trifft sich Elke Perl genau an diesem Tag mit ihrer Schwiegermutter in Berlin. „Da bekommt sie zur Begrüßung einen besonders dicken Kuss von mir.“

Maraike Hoffmann ist in Borkheide und Borkwalde groß geworden und kann sich auch noch an ihren ersten Kuss erinnern. „Das war im Jugendclub in Borkwalde gegenüber der Kita.“ Damals fand ein Rap-Wettbewerb statt. Die heute 24-Jährige war dort mit ihrem ersten Freund.

Knistern beim Osterfeuer

Doch ein ganz besonderer Knutschplatz ist Maraike Hoffmann gut in Erinnerung geblieben: Der geheime Kussplatz sei das Waldgrundstück hinter dem Naturbad gewesen. „Meist, wenn Osterfeuer war, knisterte es da gewaltig im Wald“, sagt die heute in Stuttgart lebende junge Frau. „Gutes Küssen ist für mich sehr wichtig.“

Annett und Matthias Giese sind seit 18 Jahren glücklich verheiratet. „Meinen ersten Kuss hatte ich an einer Bushaltestelle“, erinnert sich die Kosmetikerin. Neben ihrem 13-jährigen Sohn Robert küsst sie gerne ihren Ehemann und das mehrfach täglich. „Bevor wir aus dem Auto aussteigen, küssen wir uns auch immer – das steckt irgendwie so drin“, sagt Annett Giese. „Und wenn man es doch vergisst, dann wird gemeckert“, sagt ihr Ehemann schmunzelnd. „Küssen muss jeden Tag sein“, sagt die 43-Jährige. „Unbedingt! Es geht nicht ohne“. Nicht nur am Internationalen Tag des Kusses.

Von Johanna Uminski

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