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Zwist um Info-Blatt und Aschekosten

Linther Abfallstreit Zwist um Info-Blatt und Aschekosten

Die Kosten für die Ascheabfuhr vom Osterfeuer sowie für die Entsorgung von Grünschnitt auf einem jahrelang geduldeten Sammelplatz in Linthe entzweien weiter die Gemeindevertreter. In ihrer jüngsten Sitzung fanden sie keine Lösungen für die Probleme, die es in den beiden weiteren Ortsteilen Alt Bork und Deutsch Bork so gar nicht gibt.

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Der Linther Platz für Grünabfall ist geräumt und abgesperrt.

Quelle: Thomas Wachs

Linthe. Die in den zurückliegenden Jahren in Linthe praktizierte Entsorgung von privatem Grünabfall auf Kosten der Gemeinde entzweit weiter die Gemeindevertreter. Mit knapper Mehrheit sprachen sie sich jetzt gegen ein Faltblatt über die Müll- und Grünschnittentsorgung und deren Kosten aus. Die Idee dazu wurde in der jüngsten Sitzung in Deutsch Bork mit sechs zu fünf Stimmen abgelehnt.

Angeregt worden war der Info-Blatt durch die Abgeordneten Melanie Balzer, Katja Artz und Michael Schlecht. Sie wollten auf die hohen Kosten aufmerksam machen, die durch die Entsorgung des verunreinigten Grünschnitts in Linthe entstanden waren.

Alt Bork und Deutsch Bork erledigen ihren Abfall selbst

Immerhin musste die Gemeinde Linthe in den beiden vergangenen Jahren knapp 12 000 Euro dafür aufwenden. Solche Summen sind in den Ortsteilen Alt Bork und Deutsch Bork nicht angefallen. „Bei uns fühlen sich die Bürger selbst dafür verantwortlich und wälzen die Entsorgung nicht auf die Gemeinde ab“, sagte die Ortsvorsteherin von Alt Bork, Marlies Schulze.

Die drei Antragsteller hatten angeregt, das Faltblatt allen Bürger der drei Ortsteile zuzusenden, um sie für das Thema zu sensibilisieren. In der Mitteilung sollte auch auf alternative Möglichkeiten aufmerksam gemacht werden, wie die Laubsäcke des Landkreises, die Biomülltonne oder das nahegelegene Kompostwerk in Jeserig.

Sammelplatz bei Linthe ist dicht

Der jahrelang genutzte Sammelplatz nahe des Sportplatzes ist zu Jahresbeginn geräumt, notdürftig abgesperrt und mit Verbotsschildern der Amtsverwaltung versehen worden.

Ein weiteres Streit-Thema in der Sitzung der Gemeindevertretung war der Umgang mit den Resten von Osterfeuern. Während in Deutsch Bork und Alt Bork selbst dafür gesorgt wird, haben die Veranstalter des Linther Vergnügens, die Feuerwehr und der Fläming-Eselverein, den Antrag gestellt, dass die Gemeinde die Kosten in Höhe von rund 540 Euro von der Gemeinde tragen soll.

Bauschutt und Baumischabfall

Eine Entsorgungsfirma hatte die Aufgabe erledigt. Sie spricht in ihrer Rechnung von Bauschutt und Baumischabfall. „Das kann nicht sein – das Feuer wurde die ganze Zeit bewacht, es handelt sich ausschließlich um Asche“, sagte der Abgeordnete Sandro Schröter. Er fürchtet ein Ende des Traditionsfeuers, falls die Kosten nicht übernommen werden sollten.

Michael Schlecht wunderte sich, dass der Verein, der die Bewirtschaftung beim Fest übernommen hat, sich nicht an den Entsorgungskosten beteiligt. „Um die Getränke und das Grillen hat sich der Eselverein gekümmert“, erläuterte der Abgeordnete Stephan Fiedler, selbst Mitglied der Feuerwehr und beim Osterfeuer dabei.

Über die Höhe und die Verwendung der Einnahmen konnte in der Sitzung niemand Auskunft geben, da kein Mitglied des Eselvereins dabei war. Der Antrag auf Kostenübernahme wurde bei Stimmengleichheit abgelehnt. Wer die Rechnung nun bezahlen wird, blieb offen.

Von Andreas Koska

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