Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Bad Belziger Kleinkunstbühne spaltet die Stadt
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belziger Kleinkunstbühne spaltet die Stadt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:35 18.09.2016
Komiker mit Bildungsauftrag: Henning Schmidtke brachte Freitagabend das Bad Belziger Pogo zum Lachen Quelle: Foto: Saskia Kirf
Anzeige
Bad Belzig

Der Kabarettist Henning Schmidtke hat am Freitagabend die Bühnensaison im Bad Belziger Jugend-. Medien- und Kulturzentrum Pogo eröffnet.

Mit seinem Programm „Hetzkasper – zu blöd für Burnout“ fühlt der niedersächsische Komiker den Puls der Zeit. Einer Zeit, in der sich jeder eigentlich zurücklehnen und den Komfort genießen könnte, sich aber lieber entscheidet, abgehetzt durchs Leben zu eilen. Im Pogo traf Schmidtke damit genau den Geschmack der Zuschauer.

Gut ein Dutzend Amüsierwilliger hatte sich eingefunden und wurde nicht enttäuscht. Schmidtke, 46, suchte von Anfang an die Interaktion mit seinem Publikum. Seine Wechsel zwischen Liedern am Klavier und Wortbeiträgen erschien nie effektheischend, sondern viel mehr auflockernd und stimmig.

Zwar macht es sich der Kabarettist an manchen Stellen bisweilen etwas leicht: Er wählt zur Imitation etwa diejenigen Prominenten aus, die sich sogar ohne schauspielerischem Talent darstellen ließen – Grönemeyer, Lindenberg, Bohlen. Auch manchen Witz, den Schmidtke darbietet, kennt man nicht erst seit dem Quatsch Comedy Club. Doch die charmante, sympathische Darbietung und nicht zuletzt die wirklich witzigen Songs gleichen diesen kleinen Mangel aus. Schmidtke stellte sein Publikum zufrieden – darum geht es.

Nach diesem Auftakt wird das Kleinkunstbühnenprogramm am 14. Oktober mit dem norddeutschen Singer-Songwriter Dominic Donner fortgesetzt, im November sind die Kabarettisten Martin Valenske und Henning Ruwe zu Gast in Bad Belzig.

Das Kabarettprogramm des Pogo ist in der Stadt umstritten; die Politik wirft dem Jugendzentrum vor, sein eigentliches Kerngeschäft – die Jugendsozialarbeit – zu vernachlässigen. Die CDU möchte gar die Arbeitsgruppe Pogo auflösen, in der kommenden Woche soll darüber beraten werden. Bei den Verantwortlichen herrscht Unverständnis: „Wir sind nicht nur Jugendzentrum, sondern haben auch Kultur und Medien im Namen stehen“, sagt der stellvertretende Standortleiter Cliff Buschhart, „wir haben ein breites Programm und die Sozialarbeit steht im Mittelpunkt.“ Buschhart weist in diesem Zusammenhang auf die vielfältigen Projekte in der Arbeit mut Schülern und geflüchteten Menschen hin: „Die Jugendarbeit hat sich seit der Gründung des Pogo verändert, sie ist dezentraler geworden.“ Es sei an der Zeit, dass die Stadtpolitik dies verstehe.

Von Saskia Kirf

Verschiedene Künstler aus unterschiedlichen Ländern und Nationen trafen am Sonnabend in der Aula der Oberschule Ziesar ein und gaben dort den Auftakt zum Bildhauer- und Kunstgießersymposium „El Vudo de Bronce – Flug der Bronze“. Ein geplantes Bronzegießen musste jedoch kurzfristig abgesagt werden.

18.09.2016

In Stahnsdorf wummerten in der Nacht zum Sonntag Bässe im Wald. Nachdem sich Anrufer über Ruhestörung beschwert hatten, nahm die Polizei eine illegale Technoparty hoch.

18.09.2016

Gewürze, Häkelware, Knoblauchcremes, Wildschweinschinken, Whisky – es gibt im Land Brandenburg nichts, was es nicht gibt. Beim 4. Regionalmarkt im Archäologischen Landesmuseum trafen am Wochenende Fans und Produzenten von regionalen Produkten aufeinander. Die ganz großen Erzeuge waren jedoch nicht dabei – und das nicht ohne Grund.

18.09.2016
Anzeige