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Potsdam-Mittelmark Bad Belziger Kleinkunstwerk ist voller Energie
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belziger Kleinkunstwerk ist voller Energie
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18:14 08.06.2016
Das Namoli Brennet-Trio faszinierte das Publikum im Bad Belziger Kleinkunstwerk. Quelle: Dirk Fröhlich
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Bad Belzig

Nach der Saison ist vor der Saison. Der Rückblick von Gerlinde Kempendorff auf das dritte Veranstaltungsjahr des von ihr gegründeten Kleinkunstwerkes (KKW) „Mühlenhölzchen“ ist ein überschwenglicher. Ihr Blick voraus ist es nicht minder. Schon lange vor dem letzten Applaus hat sie hinter den Kulissen eifrig die Fäden gezogen, damit die Bad Belziger auch in diesem Jahr jede Menge zum Lachen, Schmunzeln, Nachdenken und Wohlfühlen haben.

„Das Positivste im Vorjahr war sicher, dass zunehmend nicht nur Großstädter, sondern die Einheimischen selbst das Domizil als Platz für Gespräche über Kunst, Kultur und das Wetter für sich entdeckt haben“, sagt Kempendorff und meint damit nicht nur die Nachbarn von nebenan, sondern auch die vielen Gäste aus umliegenden Orten. „Manche bringen vor jeder Veranstaltung sogar selbst gebackenen Kuchen mit, der dann für alle aufs Buffet kommt, und jeder viel Neugier. Denn kein Programm ist wie das andere und man lässt sich gerne überraschen, das ist doch wunderbar.“

Eine Veranstaltung des vergangenen Jahres besonders hervorzuheben fällt der Sängerin und Entertainerin schwer. Doch die Premiere des Bad Belziger Bachstelzen-Festivals, benannt nach dem kleinem Flüsschen hinter dem KKW, war nicht nur für das Publikum, sondern auch für sie etwas besonderes. „Zwei Tage lang hat die Hütte gewackelt. Jeder, der da war, weiß, dass wir exzellente Künstler mit grandiosen Programmen zu Gast hatten“, schwärmt Kempendorff noch immer. „Der Grüne Brecht, das Trio Scho, das schon zum dritten Mal dabei war, das Generationenkonzert mit der 82-jährigen DDR-Jazz-Legende Ruth Hohmann und dem 19-jährigen Nachwuchsgitarristen Lukas Natschinski – alle Veranstaltung war auf ihre Weise einzigartig.“

Konzert mit Dieter Bornschlegel

Der Veranstaltungskalender für dieses Jahr enthält neun Veranstaltungen plus drei Tage Bachstelzen-Festival zum Altstadtsommer.

Nächster Gast wird Dieter „bornzero“ Bornschlegel sein. Der Gitarrist und Texter wurde 1954 geboren und steht seit seinem zwölften Lebensjahr als Musiker auf der Bühne.

Er lädt am Sonntag, 16 Uhr, ein zur Reise durch die Lieder der Zeiten; deutsche Rocksong variantenreich interpretiert und improvisiert.

Los geht es wie immer 15 Uhr mit dem Kaffee-Klastch am Kuchen-Büfett

Dass sich Kempendorffs Fäden ziehen für die vierte Saison gelohnt hat, durften Ende Mai die Gäste der Auftaktveranstaltung mit dem deutsch-amerikanischen Namoli-Brennet-Trio miterleben. Rund 40 Leute hatten ihre helle Freude daran. „Der Tipp kam von Micha Maas, der vor 27 Jahren in meiner ersten eigenen Band der Schlagzeuger war und Teil des Trios ist“, sagt Kempendorff, die ungläubig den Kopf schüttelt, wie lange das inzwischen her ist. Das Kopfschütteln wird der KKW-Betreiberin in diesem Jahr erhalten bleiben. Denn auch ihr 40. Bühnenjubiläum ist Teil des Programms und ist der Rausschmeißer der vierten. KKW-Saison.

Zwischen Auftakt und Finale dürfen sich die Besucher auf ein buntes Veranstaltungs-Kaleidoskop freuen. Einer der Höhepunkte dürfte die Fortführung des Bachstelzen-Festvals werden. Die Skulpturen des gleichnamigen Vogels, mit dem die Publikumslieblinge am Ende gekürt werden, kommen in diesem Jahr aus der Werkstatt der Bad Belziger Keramikerin in Brigitte Heßler. „Noch dicker, noch lustiger – und passen wunderbar zu uns und zum Festival“ freut sich Kempendorff gleich doppelt. Erstens wegen der schrägen Vögel, zweitens aber wegen der Kooperation mit einer regionalen Künstlerin. Der Auftritt des Jugendtheaters Strumpfhose um Frank Grünert, das ein Gastspiel mit der aktuellen Produktion „Der Krüppel von Inishmaan“ absolviert, gehört ebenso dazu.

Mehr zum Programm unter www.kleinkunstwerk-belzig.de.

Von Uwe Klemens

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