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Potsdam-Mittelmark Bad Belziger Schüler färben Knorpelzellen
Lokales Potsdam-Mittelmark Bad Belziger Schüler färben Knorpelzellen
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00:18 01.05.2016
Chemiker Karl-Heinz Krätzschmar unterweist Schüler wie Khanh Tram Au Nguyen, Sophie Baumgart und Niklas Pohle (von links) am Fläming-Gymnasium im mobilen Labor. Quelle: Thomas Wachs
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Bad Belzig

Wissenschaft macht’s möglich: Menschliche Knorpelzellen lassen sich heute schon im Labor züchten. Das hilft beispielsweise Patienten mit Gelenkverletzungen, die durch künstlich nachgezüchtete Zellen Heilung erfahren können. Wie das funktioniert, erfuhren Schüler des Fläming-Gymnasiums Bad Belzig jetzt bei eigenen Experimenten im Chemieunterricht. Dort ging es im Rahmen des Projektes „Science on Tour“ – also Wissenschaft auf Tour – um die Qualitätskontrolle von Gewebe und die dazu eingesetzte Methode zur histologischen Färbung von Knorpelgewebe.

Eifrig experimentiert haben Schüler der Jahrgangsstufe 11 dazu jetzt im mobilen Schülerlabor der Brandenburgisch Technischen Universität Cottbus−Senftenberg (BTU). Die Hochschule sucht damit den Kontakt zu potenziellen künftigen Studenten, „um Schüler für Technik und Wissenschaft zu begeistern sowie praktische Einblicke in den Studienalltag zu vermitteln“, erklärt Sebastian Hänsel, der Leiter des mobilen Schülerlabors beim Besuch in Bad Belzig. Das Projekt wird vom Land Brandenburg aus EU-Mitteln gefördert. Seit 2008 fanden bisher an circa 35 verschiedenen Schulen pro Jahr insgesamt 910 Schülerkurse mit rund 14 000 Teilnehmern statt.

Künstlich gewonnenes Gewebe

Unter Anleitung von studentischen Tutoren und gestandenen Wissenschaftlern wie Karl-Heinz Krätzschmar wurde es jetzt auch für die Bad Belziger Gymnasiasten im Kurs von Lehrerin Heike Andreas spannend. Sie praktizierten selbst die Färbung von Knorpelgewebe als Methode zur Beurteilung der Qualität des ursprünglichen wie des daraus gewonnenen künstlichen Gewebes.

Dahinter steckt eine komplexe wissenschaftliche Leistung, erfuhren die Schüler von Sebastian Hänsel und seinem BTU-Team. Bei der Herstellung menschlichen Knorpelgewebes im Labor – dem Tissue Engineering – wird den Patienten, beispielsweise mit Knorpelschäden nach akuten Verletzungen im Knie oder auch bei Knorpelerkrankungen wie bei einer Arthrose, zunächst ein kleines Stück Gelenkknorpel entnommen. Daraus werden Zellen isoliert und außerhalb des Organismus im Labor vermehrt. „Um wieder körpereigenes Gewebe in den Knorpeldefekt transplantieren zu können, werden die Zellen anschließend im Labor unter besonderen Bedingungen kultiviert, um so neues Mini-Knorpelgewebe zu erschaffen“, erklärt Sebastian Hänsel.

Zur Berufsvorbereitung seiner Schüler setzt das Fläming-Gymnasium neben dem Besuch des Schülerlabors seit Jahren auch auf weitere Kontakte zu Hochschulen. Regelmäßig finden dort Wissenschaftsabende mit Vorträgen zu verschiedenen Fachrichtungen statt.

Von Thomas Wachs

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