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Baden in Jeserig/Fläming kein Problem

Keine Chemikalien in der Badestelle gefunden Baden in Jeserig/Fläming kein Problem

Diese Meldung ist eine willkommene Abkühlung: Baden in Jeserig ist wieder möglich - und zwar ohne Probleme. Die Badestelle war eine Zeit gesperrt, seit dieser Woche ist die Sperrung aufgehoben. Die Sorge von Anliegern, jemand in dem kleinen See Chemikalien entsorgt hat sich nicht bestätigt.

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Seit dieser Woche darf in Jeserig wieder gebadet werden.

Quelle: Michael Greulich

JESERIG/FLÄMING. Wenn das bei der Hitze keine gute Nachricht ist: Abkühlung im nassen Element ist ‒ mitten in dem 200-Einwohner-Ort ‒ wieder vorbehaltlos möglich. Die Sperrung des Gewässers ist seit dieser Woche aufgehoben. Das hat Ortsvorsteherin Helga Benke bestätigt.

Wegen des Verdachts des Blaualgenbefalls war es zunächst für mehrere Tage gesperrt worden. "Die Proben haben allerdings eine Unbedenklichkeit ergeben", berichtet Hartmut König. Die anhaltend heiße Witterung habe wohl die Ausbreitung begünstigt, doch schon einen Gewitterregen später habe die Frischwasserzufuhr offenbar zur Reinigung des Sees beigetragen, mutmaßte der Bauamtsleiter der Gemeindeverwaltung Wiesenburg/Mark. Er verwies darauf, dass es sich zwar nicht um eine ausgewiesene, regelmäßig kontrollierte Badestelle im Sinne der Normen der Europäischen Union handelt. Wohl aber fühlt sich die Kommune verantwortlich, da es im Sommer an der Tagesordnung ist, dass sich Einheimische wie Gäste dort erfrischen. Tatsächlich wird wieder reichlich Gebrauch gemacht von der Möglichkeit.

Die Sorge von Anliegern, jemand hätte sogar Chemikalien im Dorfteich entsorgt, hat sich demnach ebenso zerstreut. Die blaugrau blühenden Algen sind dem Vernehmen nach zwar unappetitlich, aber nicht gefährlich. Hält die heiße und trockene Witterung an, könnten sie indes erneut eine Problem werden.

2004/2005 ist das 1,5 Hektar große und maximal 2,70 Meter tiefe Gewässer für rund 120000 Euro nach Empfehlungen des Instituts für angewandte Gewässerökologie Seddin saniert worden. Sauerstoffmangel und nährstoffhaltiges Schichtenwasser sind freilich ein stetes Defizit an der Stelle. Im wasserarmen Hohen Fläming hat das Gewässer nicht nur als Erholungsort, sondern auch als Biotop eine große Bedeutung. Anlass war ein Fischsterben, bei dem Pfingsten 2002 etwa 500 Kilogramm der Schuppentiere verendet waren.

Seither hat ‒ neben dem seit 1955 verantwortlichen Wiesenburger Anglerverein "Perle des Flämings" ‒ der Förderverein Jeseriger See ein Auge auf das Gewässer. Nicht zuletzt soll es in zehn Tagen die Kulisse zum Seefest sein, wozu sich Helga Benke eigentlich durchaus Sommerwetter wünscht.

Von René Gaffron

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