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Bahn investiert 2,7 Millionen Euro in Saarmund

Der Bahnsteig Richtung Golm bleibt aber für Rollstuhlfahrer unerreichbar Bahn investiert 2,7 Millionen Euro in Saarmund

Die Deutsche Bahn investiert 2,7 Millionen Euro in die Aufwertung des Saarmunder Bahnhofs. Allerdings bleibt das Unternehmen bei der Modernisierung auf halber Strecke stehen. Der neue Fußgängerüberweg bekommt keinen Aufzug. Der äußere Bahnsteig, zu dem der Übergang führt, bleibt damit für Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe unerreichbar.

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Der alte Überweg ist auf der linken Seite schon abmontiert.

Quelle: J. Steglich

Saarmund. Die Deutsche Bahn (DB) hat mit der Modernisierung des Saarmunder Bahnhofs begonnen. An der Station werden in den nächsten Monaten die beiden alten Bahnsteige durch neue ersetzt. Auch die alte Fußgängerbrücke, die zum zweiten Bahnsteig führt, wird abgerissen, um an der Stelle eine neuen Überweg zu errichten. Zudem baut die Bahn zwei Wetterschutzhäuser. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Dezember an, sagte eine Bahnsprecherin. Insgesamt investiert das Unternehmen 2,7 Millionen Euro. Allerdings ist am Fußgängerüberweg kein Aufzug vorgesehen. Das bedeutet, dass der Bahnsteig in Richtung Golm, zu dem die Brücke führt, für Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe nicht erreichbar ist. Das war bereits im Vorfeld in der Gemeinde Nuthetal kritisiert worden. Auch Bundestagsabgeordnete Andrea Wicklein (SPD), die in Nuthetal wohnt, hatte sich eingeschaltet. Mit dem Ersatzneubau hätte die einmalige Chance bestanden, auch den nördlichen Außensteig in Richtung Golm für Eltern mit Kinderwagen und Menschen mit Geheinschränkungen barrierefrei zu gestalten, sagte sie.

Die Deutsche Bahn beruft sich auf eine Richtlinie, wonach bei Bahnhöfen mit täglich weniger als 1000 Fahrkunden bei Neu- und Umbauten die vollständige Barrierefreiheit nicht zwingend vorgeschrieben ist. Nach Angaben der Bahn sollen es in Saarmund gegenwärtig nur 100 Reisende pro Tag sein. Es muss aber sichergestellt sein, dass in einem Umkreis von 50 Kilometern ein barrierefreier Zugang an der gleichen Strecke vorhanden ist. Laut einer Bahnsprecherin befindet sich im Saarmunder Fall der nächstgelegene barrierefreie Zugang zur Regionalbahnlinie 22 in etwa 8,5 Kilometer Entfernung an der Station Ludwigsfelde-Struveshof.

Gebaut wird auch der lange geforderte Geh- und Radweg zwischen Ortsausgang und Bahnhof. Ende 2015 soll er fertig sein.

Während der Bauarbeiten am Bahnhof Saarmund ist die Station für einige Tage für Reisende nicht mehr nutzbar. Nach Angaben der Deutschen Bahn hält der Zug in der Zeit vom 31. Juli, 4 Uhr, bis 10. August, 1 Uhr, sowie vom 24. August, 4 Uhr, bis 7. September, 1 Uhr, nicht in Saarmund. An diesen Tagen wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Mehr Informationen gibt es unter www.bahn.de/reiseauskunft und www.bahn.de/bauarbeiten mit Newsletter.

Von Jens Steglich

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