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Bahnhof Brück: Eigentümer ohne Konzept

Zukunft weiter unklar Bahnhof Brück: Eigentümer ohne Konzept

Vor knapp zwei Jahren hat der Berliner Josef Arnaud den Bahnhof in Brück (Potsdam-Mittelmark) bei einer Auktion ersteigert. Seine Idee: Eine Leihstation für Fahrräder. Daraus wird vorerst nichts – es fehlt an Personal. Also widmet sich der Eigentümer dem nächsten Projekt. Im Obergeschoss des Gebäudes sollen Wohnungen entstehen.

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Bald mit Wohnungen im Obergeschoss: der Bahnhof in Brück.

Quelle: Andreas Koska

Brück. Gute Nachrichten für Pendler: Wer es morgens besonders eilig hat, nach Berlin oder Potsdam zu kommen, muss bald nicht weit bis zum Bahnhof Brück laufen. Er kann gleich neben dem Bahnsteig sein Quartier aufschlagen. In den Obergeschossen des historischen Gebäudes sollen Wohnungen entstehen. Das sagte Bahnhofs-Besitzer Josef Arnaud auf MAZ-Anfrage. Vor knapp zwei Jahren hatte der Berliner Fahrradhändler den Bahnhof bei einer Auktion für 34 000 Euro ersteigert.

Da hatte er als erste Idee, in dem Gebäude eine Fahrradausleihstation einzurichten. „Der Plan ist zwar immer noch da, am liebsten in dem Schuppen rechts neben dem eigentlichen Bahnhofsgebäude. Aber da braucht man Personal vor Ort“, zeigt der Besitzer mögliche Probleme auf. Allerdings würde er sich über eine Kooperation freuen. Falls ein potenzieller Betreiber auf ihn zukäme, könnte er sich eine Zusammenarbeit vorstellen.

Erste Idee einer Fahrrad-Leihstation

„Der Standpunkt ist reizvoll – vom Bahnhof aus könnte man tolle Radtouren in den Fläming unternehmen“, sagt Arnaud. Erfahrungen hat der Reinickendorfer mit einer Verleihstation am Bahnhof in Bad Belzig gesammelt. In Berlin betreibt er außerdem ein Fahrradgeschäft.

Als nächstes will Arnaud die Wohnungen in den Obergeschossen in Angriff nehmen. „Es wird ein normaler, kein gehobener Standard sein“, erklärt der Bahnhofseigentümer. Die Angebote örtlicher Handwerker für einen Heizungseinbau lägen schon vor, sagt Arnaud. Er glaubt, die Wohnungen problemlos vermieten zu können.

Im Erdgeschoss würde er sich über den Verbleib der Gaststätte und des Infopunkts freuen. Die Miete für das Lokal soll nach seinen Angaben niedrig sein. Für den Infopunkt müssen rund 420 Euro monatlich auf den Tisch gelegt werden. Der Mietvertrag läuft meist über ein Jahr. Dann muss wieder die Finanzierung abgeklärt werden. An den Mieten beteiligen sich der Fremdenverkehrsverein, die Stadt Brück, die anderen Gemeinden des Amtes und das Omnibusunternehmen Wetzel.

420 Euro Miete im Monat

Darüber hinaus stehen im Erdgeschoss des Bahnhofs noch rund 100 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. „Ich habe gehört, dass in der Stadt über die Nutzung als Bibliothek diskutiert wurde“, sagt Arnaud. „Ich stehe dem – wie auch allen anderen Ideen – offen gegenüber.“

Ein großes Gesamtkonzept hat Arnaud aber nicht, lässt vorerst alles auf sich zukommen. Diese etwas unsichere Situation sehen viele in Brück inzwischen kritisch. „Wir hätten das Geld aufbringen und das Gebäude kaufen müssen“, heißt es in verschiedenen Runden immer wieder. Gleichzeitig mit dem Brücker, wurde auch der Golzower Bahnhof versteigert und fand für 23 000 Euro einen Käufer. Der Borkheider Bahnhof wechselte im Vorjahr den Besitzer. Zu einem Schmuckstück ist der Bahnhof Bad Belzig geworden und im Bahnhof Wiesenburg regiert die Kultur.

Von Andreas Koska

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