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Bahnhof Wiesenburg: Kein Tunnel, keine Brücke

Nach fünf Jahren Planung Bahnhof Wiesenburg: Kein Tunnel, keine Brücke

In einem fünfjährigen Prozess ist die Erkenntnis gereift: Die Kreuzung von B 107 und Eisenbahnlinie Berlin - Dessau am Bahnhof Wiesenburg bleibt niveaugleich bestehen. Der Verzicht auf Tunnel oder Brücke spart Kosten. Doch lassen die Bahnsteigplanungen erahnen, dass Pendler künftig lange Wege zum Zug haben werden.

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Abfahrt am Bahnhof Wiesenburg. Der Zugang zu den Bahnsteigen wird gerade neu geplant.

Quelle: Rene Gaffron

Wiesenburg. Neben dem Bahnhof am Park wird es wohl weder einen Tunnel geben noch eine Brücke geben. Das hat Hartmut König in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Wiesenburg/Mark bestätgt. Wie der Leiter der Bauverwaltung vielmehr berichtete, habe sich die sogenannte „Nullvariante“ durchgesetzt. Das heißt: Die Kreuzung von Bundesstraße 107 und der Eisenbahnlinie Berlin - Dessau bleibt auf gleichem Niveau bestehen und der beschrankte Übergang wird entsprechend modernisiert.

Zeitplan noch unbekannt

Die einst kalkulierten Ausgaben von mehr als fünf Millionen Euro für die Neubauten können demnach zu großen Teilen eingespart werden. Bahn, Bund und Kommune müssen vielmehr anteilig vergleichsweise geringe sechsstellige Beiträge beisteuern. Ein Zeitplan für die Realisierung des Vorhabens ist noch nicht genannt worden. Ursprünglich sollte die Umgestaltung in diesem Sommer bereits abgeschlossen werden. Das Ergebnis der seit fünf Jahren laufenden Abstimmung von lokaler Bauverwaltung mit Landesbetrieb Straßenwesen und den Ingenieuren der Deutschen Bahn-AG kommt nicht so überraschend. In Brück hatte die Abwägung zwischen Über- und Unterführungsvarianten für die Bundesstraße im Ort zur gleichen Schlussfolgerung geführt.

Einwohnerversammlung am Donnerstag

Indes wird in der „Perle des Flämings“ mit Spannung erwartet, wie die Deutschen Bahn-AG nun ihre Bahnsteigplanungen fortführt. Zuerst stand eine Verschiebung in Richtung Ladestraße in Rede. Jetzt heißt es hingegen, der Zugang zu den Plattformen sei eben vom Bahnübergang aus vorgesehen. In beiden Fällen also buchstäblich vorbei an der Betreibergenossenschaft, die seit 2011 Empfangs- und Nebengebäude gekauft und aufwendig in Schuss gebracht hat.

In deren Domizil soll deshalb Donnerstagabend – soweit bekannt – der aktuelle Stand der Dinge erörtert werden. Eine offizielle Beteiligung der Kommune sei bei dem Vorhaben auf dem Areal der Deutschen Bahn-AG nicht obligatorisch. Dessen ungeachtet soll eine Stellungnahme verfasst werden, wie Marco Beckendorf (die Linke) angekündigt hat. Vom Bürgermeister eingeladen sind deshalb nicht zuletzt Pendler und Interessierte aus der Umgebung, die sich informieren und einbringen wollen. Denn wenn der historische etablierte Zugang künftig geschlossen bleiben sollte, stünden ihnen künftig nach der Parkplatzsuche jeden Morgen womöglich lange Wege bis zum Zug bevor.

Eine Einwohnerversammlung zum Thema findet am Donnerstag um 19 Uhr am Bahnhof am Park Wiesenburg statt.

Von René Gaffron

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