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Potsdam-Mittelmark Bahnhof im Fläming kommt unter den Hammer
Lokales Potsdam-Mittelmark Bahnhof im Fläming kommt unter den Hammer
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17:28 28.06.2017
Zu haben ab 1000 Euro: der Bahnhof Tiefenbrunnen. Quelle: Christin Iffert
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Tiefenbrunnen

Der denkmalgeschützte Bahnhof im Treuenbrietzener Gemeindeteil Tiefenbrunnen wird am Freitag um 14 Uhr in Berlin versteigert. Das Startgebot liegt bei 1000 Euro. Neben dem robusten Klinkeraltbau mit 360 Quadratmeter Wohnfläche sind im Auktionsangebot auch mehr als 12 000 Quadratmeter Grundstücksfläche enthalten.

Matthias Knake, leitender Auktionator des Auktionshauses Karhausen in Berlin, erwartet einen höheren Zuschlag. „Zwei Bieter haben sich bereits gemeldet“, sagt er. Erfahrungsgemäß würden noch weitere am Freitag dazukommen. Ob das Haus letztlich für 5000 oder 10 000 Euro weggeht, zeige sich jedoch erst im Bieterprozess, der nach Legitimation auch per Telefon erfolgen kann.

Das Technikhaus wird weiterhin für einen geringen Betrag an die Bahn vermietet und muss stets zugänglich sein. Quelle: Christin Iffert

Fast 800 Bahnhöfe hat das Auktionshaus in den vergangenen Jahren bereits im Auftrag der Deutschen Bahn verkauft. Mal brachten die Objekte mit gleichem Startpreis am Ende 2500 Euro. Andere, wie der in Eberswalde, kosteten nach Hammerschlag hingegen über 100 000 Euro. „Interessant sind die Bahnhöfe vor allem dann für Privatpersonen, wenn sie an stillgelegten Strecken sind“, erklärt Knake. Unternehmer bevorzugen indes häufig Objekte, an denen die Züge noch halten.

In Tiefenbrunnen fährt der Zug der Regionalbahn 33 zwischen Berlin-Wannsee, Treuenbrietzen und Jüterbog allerdings vorbei – ohne Halt. Das Haus, das Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wurde, punktet dafür laut Auktionator mit einer soliden Bausubstanz und Architektur. Mehrere Besichtigungen habe es im Vorfeld gegeben.

Das solide Klinkergebäude wurde um 1893 erbaut. Quelle: Christin Iffert

Der sanierungsbedürftige Bahnhof in Tiefenbrunnen ist einer der wenigen, die im Hohen Fläming noch nicht unter die Interessenten gebracht wurden. Künftige Eigentümer müssen das Haus, das sich im „Dornröschenschlaf“ befindet, jedoch noch vollständig erschließen – Wasser, Abwasser, Strom.

Das Vermessen des Grundstücks, das noch aussteht, zahlt die Deutsche Bahn. „Da bewegen wir uns in einem preislichen Rahmen, der deutlich über das Startgebot hinaus geht.“ Das Unternehmen hat sich von vielen Bahnhöfen getrennt, weil die Objekte einen erheblichen Personalaufwand erfordern.

Von Christin Iffert

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