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Potsdam-Mittelmark Bahnhofsumzug in die Peter-Huchel-Chausee?
Lokales Potsdam-Mittelmark Bahnhofsumzug in die Peter-Huchel-Chausee?
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20:02 05.07.2016
Am Bahnhof führt der Gang zu den Bahnsteigen momentan noch über viele Stufen. Quelle: Jens Steglich
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Wilhelmshorst

Steigen die Wilhelmshorster bald an der Peter-Huchel-Chaussee in den Zug ein? Nach der Förderzusage des Bundes für den barrierefreien Umbau des Wilhelmshorster Bahnhofs kommen jetzt ganz neue Optionen ins Spiel.

Die Deutsche Bahn hat der Gemeinde Michendorf drei Varianten vorgelegt, darunter eine, die in der Kommune bisher keiner auf dem Schirm hatte. Die Bahnstation könnte demnach von der Albert-Schweitzer-Straße an die Peter-Huchel-Chaussee verlegt werden. Im Bereich des Bahnübergangs wären die neuen Bahnsteige nördlich und südlich der Schienen barrierefrei zugänglich und weil sich in der Nähe die Bushaltestelle befindet, gebe es auch eine direkte Anbindung des Bahnhofs an den Busverkehr.

„Wir müssen uns das alles erst einmal in Ruhe angucken“, sagte Ortsvorsteher Gerd Sommerlatte (UWG-FBL). Er hat für den 11. Juli eine Sondersitzung des Ortsbeirats einberufen. Wie berichtet, profitiert Wilhelmshorst als einer von zehn Orten in Brandenburg von dem für kleinere Bahnhöfe neu aufgelegten Modernisierungsprogramm des Bundesverkehrsministeriums. Für den barrierefreien Umbau der Bahnstation, um den jahrelang gekämpft wurde, stehen 2,34 Millionen Euro zur Verfügung, die Bund und Land zahlen. In Wilhelmshorst führt ein Fußgängertunnel zu den Bahnsteigen, der wegen seiner Stufen am Ein- und Ausgang für Rollstuhlfahrer, aber auch für Eltern mit Kinderwagen eine schwer zu nehmende Hürde ist. Die Bahn schlägt neben einer Verlegung der Station außerdem vor, am jetzigen Standort auf beiden Seiten der Bahnsteige Aufzüge einzubauen, um Barrierefreiheit herzustellen.

Im Spiel ist auch eine Variante, bei der mehrere Rampen vorgesehen sind. Die Rampen gelten als bautechnisch aufwendigste Lösung. Im Spiel ist zudem ein Vorschlag des Gemeindevertreters Achim Sattler (FBL-UWG), der am jetzigen Standort einen Fußgängerüberweg über die Schienen vorsieht, der mit Bahnschranken versehen wird, um den Übergang bei herannahenden Zügen zu sperren. Allerdings müsste nach Bahnangaben auch bei dieser Variante eine Rampe vom Bahnhofs-Vorplatz zum Bahnsteig gebaut werden. In den Kostenschätzungen der Bahn liegt diese Variante vier auf Platz drei – mit 3,2 Millionen Euro. Am teuersten ist die reine Rampenlösung mit 3,9 Millionen Euro. Der Einbau der Aufzüge kostet 2,4 Millionen Euro.

Der Bereich am Bahnübergang an der Peter-Huchel-Chaussee ist als neuer Haltepunkt im Gespräch. Derzeit fährt der Zug hier noch ohne Stopp durch. Quelle: Jens Steglich

Am preiswertesten ist mit 2,27 Millionen Euro die Verlegung des Haltepunkts an die Huchelchaussee. Allerdings müssten dann im Umfeld für zusätzliche 400 000 Euro neue Park-and-Ride-Anlagen angelegt werden, deren Bau aber vom Land gefördert werden könnte. Mögliche Flächen für Parkplätze im Umfeld gehören der Kommune, sagte Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU). Bei einer Verlegung der Bahnstation bliebe am jetzigen Standort alles wie bisher, nur der Zug würde dort nicht mehr halten. Das Bahnhofsgebäude gehört seit 2013 einem Bauunternehmer aus dem Ort, der auch den Firmensitz ins Gebäude verlegt hat.

Die Deutsche Bahn lädt bereits für den 19. Juli zum Ortstermin, um mit Vertretern der Kommune eine Bewertung der Varianten vorzunehmen. Die SPD fordert unterdessen die Einberufung einer Einwohnerversammlung für Wilhelmshorst und den Nachbar-Ortsteil Langerwisch, um ein breites Meinungsbild einzuholen.

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Von Jens Steglich

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