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Potsdam-Mittelmark Stammbahn in kleinen Schritten
Lokales Potsdam-Mittelmark Stammbahn in kleinen Schritten
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17:13 25.08.2016
Die Regionalbahn 33 könnte als Vorstufe zur neuen Stammbahn auf vorhandenen Schienen von Wannsee bis nach Zehlendorf/Steglitz weiterfahren, argumentiert der Deutsche Bahnkundenverband. Quelle: Archiv
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Berlin/Region Teltow

Als Vorstufe zur Wiederaufnahme der ursprünglichen Stammbahnstrecke von Potsdam über Kleinmachnow nach Berlin könnte die Regionalbahn 33 von Jüterbog beziehungsweise Beelitz nach Berlin-Wannsee bis nach Zehlendorf beziehungsweise Steglitz weiterfahren. Diesen Vorschlag der Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (Igeb) trägt auch der Deutsche Bahnkundenverband (DBV) Berlin-Brandenburg mit. Der DBV befürchtet aber, dass die Senatsverwaltung für Stadtverkehr und Umwelt in Berlin die Rahmenbedingungen absichtlich so verändert, dass die Wiederinbetriebnahme der Stammbahn zu viel teuer wird.

Nach Ansicht des Bahnkundenverbandes ließe sich die Erweiterung mit verhältnismäßig geringem Aufwand in relativ kurzer Zeit herstellen, ohne in den bestehenden Fahrplan eingreifen zu müssen. Bis nach Zehlendorf gäbe es ein Gleisbett, auf dem unter anderem Güterzüge fahren. In Zehlendorf müssten die Reste eines alten Bahnsteiges wieder zu einem Haltepunkt ausgebaut und in Steglitz ein neuer Bahnsteig angelegt werden, meint DBV-Landesvorsitzender Frank Böhnke. Für die Verlängerung der Strecke seien nicht einmal zusätzliche Züge erforderlich, da die Regionalbahn in Wannsee länger als eine halbe Stunde pausiert, bevor sie in Richtung Beelitz oder Jüterbog zurückfährt.

Die Pendler zwischen Brandenburg und Berlin nähmen immer mehr zu und die Züge und Stationen auf den aktuell genutzten Strecken seien schon jetzt hoffnungslos überlastet. Daher seien neue Strecken und neue Bahnhöfe dringend notwendig, argumentier der Verbandschef. „Das wäre ein erster ernsthafter Schritt zur Wiederinbetriebnahme der Stammbahn“, appelliert Böhnke an die Verwaltung.

Dass die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt einen vorübergehenden Dieselbetrieb auf der zusätzlichen Strecke bis zum Wiederaufbau der Stammbahn aus umweltpolitischen Gründen von vornherein kategorisch ablehnt, versteht der Bahnkundenverband nicht. Nach seinen Vorstellungen könnte die erweiterte Strecke stündlich befahren werden. Es wäre nur konsequent, die eingesparten Emissionen der unterlassenen Autofahrten gegenzurechnen, um einen Nutzen zu erkennen. Statt dessen favorisiere die Verwaltung „die teuerste Luxuslösung mit Oberleitung“. Da die Dieselvariante bislang nicht untersucht wurde, fordert der Bahnkundenverband die Verwaltung auf, dies nachzuholen. „Wer Autofahrer zum Umsteigen bewegen will, darf sich keine Denkverbote auferlegen“, sagt Frank Böhnke.

Petra Roland, Sprecherin der Berliner Sentasverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, verweist auf derzeit laufende Untersuchungen zu weiterführenden Strecken ins Berliner Umland für das ÖPNV-Konzept 2030, bei denen auch Strecken der ehemaligen Wannsee- und der Stammbahn geprüft würden. Die Ergebnisse dieser Studie, die der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erarbeitet, sollen Anfang 2017 vorliegen. „Bevor wir diese Erkenntnisse nicht haben, macht es keinen Sinn, Lösungen zu schaffen, die sich hinterher als ungünstiger erweisen“, so Roland.

Von Heinz Helwig

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