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Bald attraktiver für Radfahrer

Treuenbrietzen gründet landesweite Arbeitsgemeinschaft Bald attraktiver für Radfahrer

Die Stadt Treuenbrietzen will attraktiver für einheimische Fahrradfahrer und radelnde Touristen werden. Dazu ist sie jetzt der landesweiten Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommunen Brandenburg“ (AGFK BB) beigetreten. Diese ist anlässlich des vierten Nationalen Radverkehrskongresses gegründet worden, der jetzt in Potsdam stattfand.

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In der Stadt und auf touristischen Wegen will sich Treuenbrietzen besser auf Radfahrer einstellen.

Quelle: Th. Wachs

Treuenbrietzen. Ziel des Zusammenschlusses von 13 Kommunen ist es, beim Ausbau von Angeboten zu kooperieren und Erfahrungen auszutauschen. Wie lässt sich die Sicherheit im Radverkehr verbessern? Welche Herausforderungen beste-hen bei Bau und Pflege von Radwegen? Wie kann der Radverkehr besser mit anderen Verkehrsträgern vernetzt werden? Mit diesen und weiteren Fragen wollen sich die Kommunen nun gemeinsam beschäftigen.

Zu den Gründungsmitgliedern der AG zählen die Landkreise Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland. Mit dabei sind zudem die Städte Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder), Potsdam, Eberswalde, Luckenwalde, Neuruppin, Oranienburg, Perleberg und eben Treuenbrietzen.

„Wichtigstes Anliegen ist es, landesweit alle Radverkehrsaktivitäten zu bündeln und besser zu vernetzen“, sagte Stephan Loge (SPD). Der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald übernahm den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft. „Die Gründung einer landesweiten AG Radverkehr war in Brandenburg überfällig und wird wichtige Synergieeffekte für den Ausbau des Radnetzes erzeugen. So erwarte ich eine optimale Verteilung der zur Verfügung stehenden Bundes- und Landesmittel für Investitionen im Radverkehr“, so Loge.

In der Tat will das Land Brandenburg für den Erhalt der touristischen Radfernrouten den Landkreisen bis zum Ende der Legislaturperiode in 2019 Bundes- und Landesmittel in Höhe von rund 40 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Für straßenbegleitende Alltagsradwege werden künftig mindestens 50 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel eingesetzt.

Radtourismus als Wirtschaftsfaktor

In Brandenburg gibt es derzeit an Bundes- und Landesstraßen rund 2000 Kilometer Radwege. Das touristische Radfernroutennetz umfasst im Land mehr als 7000 Kilometer.
Investiert wurden in diese Infrastruktur seit Mitte der 90er Jahre jeweils rund 200 Millionen Euro.
Das Netz umfasst aktuell 28 Radfernrouten und mehr als 20 überregionale Fahrradstrecken. 17 der 51 deutschlandweiten Routen verlaufen durch Brandenburg.
Nach Erhebungen des Landes fahren zirka 25 Prozent der Urlaubsgäste in Brandenburg gerne Rad.
Durch Radtourismus werde im Land Brandenburg pro Jahr ein Gesamtumsatz von etwa 850 Millionen Euro erwirtschaftet.

„So wie kaum ein anderer Verkehrsträger, trägt der Radverkehr nämlich zur Nachhaltigkeit bei“, sagte Katrin Lange bei der AG-Gründung. „Gleichzeitig ist der Radtourismus zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor im Land geworden. Diesen weiter zu fördern, ist eines unserer wichtigsten Anliegen“, so die Brandenburgische Verkehrsstaatssekretärin.

Auch in der neuen Förderperiode des Europäischen Programms für die LEADER-Regionen sei der Ausbau des Radwegenetzes ein Schwerpunkt der Tourismusentwicklung in den regionalen Strategien.

Treuenbrietzen erhofft sich durch die Mitgliedschaft in der Fahrrad-AG, besser von diesen Fördertöpfen zu profitieren. „Das hat sich schon bei der AG der Städte mit historischen Stadtkernen als Vorteil erwiesen, wenn man die Nase früh am Kochtopf hat“, sagte Bürgermeister Michael Knape (parteilos) der MAZ.

Er erhofft sich Unterstützung bei der Pflege bestehender Radwege sowie bei der qualitativen Verbesserung überregionaler Routen. Vertreter der Stadt in der AG ist vorerst Bauamtsleiter Christoph Höhne? Abgesehen von dieser Mitarbeit entstehen der Stadt zunächst keine Kosten für die Mitgliedschaft in der AG. „Wie das künftig aussieht, werden die Kommunen entscheiden“, sagte Michael Knape. Die konstituierende Sitzung der Arbeitsgemeinschaft findet nächste Woche statt.

Von Thomas Wachs

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