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Bald fährt Borkheide durchs Land

Ort will Triebwagen taufen Bald fährt Borkheide durchs Land

Mit Borkheide nach Schönefeld fahren? Bald könnte es möglich werden: die kleine Gemeinde will einen Triebwagen der Linie RE7 nach sich benennen lassen. Die ersten Schritte sind bereits gemacht. Doch wie genau die Lok dann heißen soll, weiß in Borkheide noch niemand.

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Einfahrt eines Regionalexpress 7 in Borkheide – der Triebwagen soll einen Namen bekommen.

Quelle: Johanna Uminiski

Borkheide. Der 1500-Einwohner-Ort Borkheide möchte seinen Namen im Land verbreiten: ein Triebwagen der Deutschen Bahn soll nach dem Ort benannt werden. Der Ortsentwicklungsausschussvorsitzende Burckhard Ballin brachte diese Idee ein. Er denkt an einen Triebwagen, der auf der Regionalexpresslinie zwischen Berlin und Dessau verkehrt. Bei den Gemeindevertretung stieß die Idee auf breite Zustimmung.

„Ich fände es gut“, sagt etwa der Finanzausschussvorsitzende Uwe Schomburg. Er empfahl in der Sitzung der Gemeindevertreter, die notwendige Summe – etwa 4000 Euro – während der kommenden Haushaltsberatungen in die Planung aufzunehmen. Ob der Triebwagen dann auf den Namen Borkheide oder Hans-Grade-Gemeinde Borkheide getauft wird, hängt davon ab, ob sich die Einwohner und die Gemeindevertretung zu dem Namenszusatz entschließen können.

Feier zum Ortsgeburtstag denkbar

Zumindest eine wichtige Voraussetzung für die Benennung ist gegeben: „Die Gemeinde müsste sich schon einbringen und einen besonderen Rahmen schaffen“, sagt der Leiter Fahrgastmarketing bei der DB Regio Nordost, Jörg Pöhle. Borkheide wird im kommenden Jahr den 80.Jahrestag seiner Gründung begehen – für Jörg Pöhle ist dies durchaus ein denkbarer Anlass für die Taufe des Wagens.

Mit einer Umbenennung wäre Borkheide erst die zweite Gemeinde an der RE-7-Trasse, die einen Triebwagen auf ihren Namen gibt. Lediglich Dessau-Roßlau hat dieses Vorrecht bislang inne.

Dabei nimmt die Kommune, die rund um den einstigen Bahnhof Bork an der Berlin-Wetzlarer Eisenbahn entstanden ist, bereits den zweiten Anlauf: Bereits im Juni 2014 hatte sich Burckhard Ballin mit einem entsprechenden Gesuch an die Deutsche-Bahn-AG gewandt und eine Antwort erhalten. Jörg Pöhle zufolge hat sich allerdings danach niemand mehr aus Borkheide bei ihm gemeldet. Seitdem herrscht Funkstille, Der Abteilungschef gibt sich daher noch bedeckt: „Ich warte auf eine offizielle Anfrage, ich muss die Ernsthaftigkeit erkennen, dann werde ich reagieren.“

Bahn erwartet Rahmenprogramm

Sollte die Anfrage eingehen und positiv beschieden werden, folgt die Verständigung mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenbung. Die Bahn erwartet ein von der Gemeinde organisiertes Rahmenprogramm, zudem sind die Kosten für das notwendige Personal, eine Sonderfahrt mit bis zu 50 Gästen, Versorgung und schließlich die Namensaufkleber von der Gemeinde zu tragen.

Durch die Namensgebung für einen Triebwagen erhoffen sich die Enthusiasten mehr Aufmerksamkeit und Touristen für die Hans-Grade-Gemeinde. Sorgen bereitet der Gemeindevertretung der Zustand des Bahnhofsgebäudes. „Der Käufer der Immobilie hat immer noch keinen Kontakt zur Gemeinde gesucht“, klagt Bürgermeister Andreas Kreibich. Somit sei er über die Pläne für das Gebäude bislang nicht informiert.

Von Andreas Koska

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