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Ballaststoffe gegen Diabetes

Bergholz-Rehbrücke Ballaststoffe gegen Diabetes

Nahrung aus ballaststoffreichem Obst und Gemüse kann zur Produktion spezieller Fettsäuren im Körper führen, die das Risiko, an Diabetes zu erkranken, erheblich senken können. Ebenso steigt die Vorbeugung gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs. Das zählt zu den Ergebnissen einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (Dife) in Rehbrücke.

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Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Bergholz-Rehbrücke bestimmt Fettsäuren mittels ihrer Strahlung.

Quelle: Deutsches Institut für Ernährungsforschung

Bergholz-Rehbrücke. Eine wichtige Nachricht nicht nur für sich vegan ernährende Menschen: Nahrung aus ballaststoffreichem Obst und Gemüse kann zur Produktion spezieller Fettsäuren im Körper führen, die das Risiko, an Diabetes zu erkranken, erheblich senken können. Ebenso steigt die Vorbeugung gegenüber Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs. Das zählt zu den Ergebnissen einer Studie des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (Dife) in Rehbrücke.

Im Zentrum der eigenen Arbeit des Instituts steht zwar hier das im Rahmen der Untersuchung gewonnene Resultat, künftig einen sicheren Marker zur Ernährung mit Ballaststoffen statt der eher groben Selbsteinschätzung von Studienteilnehmern zu haben. Insgesamt würden aber die „Ergebnisse einen neuen Einblick in die Stoffwechselmechanismen geben, die mit dem Verzehr von Ballaststoffen in Zusammenhang stehen“, sagt Dife-Wissenschaftlerin Karolin Weitkunat als eine der Erstautorinen der Studie. Menschen, die in ihrem Blut hohe Spiegel der sogenannten C15- und C17-Fettsäuren besitzen, weisen ein deutlich vermindertes Diabetes-Risiko auf. Ein Nachweis für eine körpereigene Produktion dieser Fettsäuren fehlte bislang jedoch. Man ging davon aus, dass die Substanzen nur mit der Nahrung, vor allem mit Milchprodukten, aufgenommen werden müssen. Allerdings gab es Hinweise darauf, dass der Abbau von Ballaststoffen im Darm zur Entstehung zumindest eines Salzes als Bestandteil der kurzkettigen Fettsäuren namens Propionat führt.

Im Rahmen der am Dife durchgeführten Studie erhielten zehn Frauen und sechs Männer im Wechsel zusätzlich zu ihrer normalen Kost Bestandteile von Ballaststoffen wie Zellulose, Inulin oder eben Propionat. Während die Zellulose kaum Einfluss auf den Blutspiegel hatte, steigen die Werte durch Inulin und Propionat spürbar an. Die Studie zeigt also, dass auch der Mensch in der Lage ist, C15- und C17-Fettsäuren aus der Vorstufe Propionat als Bestandteil von Ballaststoffen zu bilden. „Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Blutwerte der C15- und C17-Fettsäuren künftig als Biomarker zu nutzen sind, um den Verzehr löslicher Ballaststoffe erstmals unabhängig von oftmals fehlerbehafteten Selbstauskünften der Studienteilnehmer mengenmäßig zu bestimmen“, sagt Susanne Klaus, die am Dife die Abteilung Physiologie des Energiestoffwechsels leitet. Dies könne dabei helfen, die Aussagekraft künftiger Ernährungsstudien zu erhöhen und somit auch zu einer größeren Akzeptanz ihrer Ergebnisse in der Bevölkerung beitragen.

Nicht zuletzt gehe es auch darum, mit den nun vorliegenden neuen Forschungsergebnissen „das Bewusstsein für eine ausreichende Ballaststoffaufnahme zu erhöhen, denn besonders in den westlichen Industrienationen ernähren sich die Menschen immer noch zu ballaststoffarm“, so Klaus. Dies könne zur Vorbeugung von Krankheiten beitragen.

Nur wenige Menschen erreichen die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene Ballaststoff-Aufnahmemenge von 30 Gramm pro Tag (siehe Infokasten).

Viel Obst und Vollkornprodukte

Um den von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlenen Verzehr von täglich 30 Gramm Ballaststoffen zu kommen, reichen oft schon wenig erhebliche Änderungen am Speiseplan. Vollkorn-, Obst und Gemüseprodukte stehen dabei im Mittelpunkt, denn sie unterstützen unter anderem eine gute Verdauung.

Ein hier von der DGE erstellter beispielhafter Speiseplan für einen Tag ist indes für Veganer nicht geeignet. Drei Scheiben Vollkornbrot, eine Kiwi, ein Apfel,
150 Gramm Fleisch, 200 Gramm Rosenkohl, ein Schälchen Rote Grütze, drei Vollkornkekse, eine halbe Paprika und 40 Gramm Mandeln ergeben demnach den Verzehr von sogar knapp 50 Gramm Ballaststoffen.

Von Gerald Dietz

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