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Potsdam-Mittelmark Barbara Neupauer führt nun die Oberschule
Lokales Potsdam-Mittelmark Barbara Neupauer führt nun die Oberschule
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00:20 03.09.2017
Barbara Neupauer leitet nun die Oberschule Brück. Sie trat die Nachfolge von Bernd Eschholz an. Quelle: Andreas Koska
Brück

Das neue Schuljahr beginnt an der Brücker Oberschule mit einer entscheidenden Neuerung. Die Schule hat jetzt eine Schulleiterin. Nachdem Bernd Eschholz in seinem Sabbatjahr den Dienst quittiert hatte, wurde jetzt Barbara Neupauer zu seiner Nachfolgerin berufen.

Doch neu ist sie nicht. Die Lehrerin arbeitet seit 27 Jahren an dieser Schule. So erklärt es sich wohl auch, dass im Umfelde viele über ihre Entscheidung erfreut waren, sich auf den plötzlich vakanten Chefposten zu bewerben. Die Entscheidung des Staatlichen Schulamtes, sie mit den Leitungsaufgaben zu betrauen, wurde bei den Kollegen zumeist mit Freude aufgenommen. „Ich hatte es mir so gewünscht“, sagt Annette Radigk. Die beliebte Musiklehrerin hätte sich diese Aufgabe für sich indes nicht vorstellen können. „Ich bin der Hausmeistertyp, Leitungsfunktion ist nichts für mich“, gibt sie offen zu.

Allerdings haben die beiden Frauen eine Gemeinsamkeit. Beide haben bereits den Preis „Beste Lehrerin in Potsdam-Mittelmark“ erhalten. Barbara Neupauer wurde im Vorjahr in der Laudatio von ihrem Vorgänger gelobt. „Mit dem Preis gewürdigt wird das Engagement der Pädagogin, das weit über den Unterricht hinaus reicht. Sie hat aktiv an der Entwicklung des Ganztagsangebotes in der Oberschule Brück mitgewirkt, als es noch nicht allerorten verbreitet war und setzt sich für den Fortbestand der Schulpartnerschaften nach Hille in Nordhein-Westfalen und Tarnow Opolski in Polen ein“, sagte Echholz anlässlich der Preisverleihung im Mai 2016.

„Die Fachlehrerin für Sport, Erdkunde sowie Lebensgestaltung, Ethik und Religionskunde (LER) ist nicht nur bei Kindern und Kollegen in Brück äußerst beliebt, sondern ihr fachlicher Rat ist nicht minder im Staatlichen Schulamt in Brandenburg an der Havel bei der Erarbeitung des Rahmenlehrplans gefragt“, erklärte der bisherige Schulleiter zu den Qualifikationen seiner langjährigen Kollegin.

Seit 1990 an der Schule

Barbara Neupauer ist 1957 in Burgkemnitz (Sachsen-Anhalt) in der Dübener Heide geboren. Das Abitur bestand sie mit einem Notendurchschnitt von 1,3.

Neupauer ist verheiratet und Mutter eines erwachsenen Sohnes.

In Brück ist sie seit 1990 als Lehrerin tätig.

An der Oberschule unterrichtet sie Sport, Geografie und LER.

An der Oberschule Brück werden rund 300 Schüler von 29 Lehrern und zusätzlichem pädagogischen Personal unterrichtet.

In diesem Jahr geht die Schule mit 57 neuen Siebtklässlern an den Start. Dazu kommen einige Schüler aus dem Flüchtlingsheim. Es werden zwei neue 7.Klassen aufgemacht.

Barbara Neupauer will an der Zusammenarbeit mit Treuenbrietzen festhalten, auch wenn das Bildungsministerium das zuletzt wieder angestrebte Modell einer gemeinsamen Gesamtschule mit dem jetzigen Burgwall-Gymnasium abgelehnt habe. „Ein Netzwerk ist immer gut und ein Austausch unter Kollegen von Vorteil“, so die Überzeugung der 59-Jährigen. Deshalb unterhält sie gute Kontakte zu allen Einrichtungen auf dem Campus in Brück, aber auch zur Krause-Tschetschog-Oberschule in Bad Belzig.

Karriere in der Kreisstadt gestartet

In der Kreisstadt hat Neupauer einst auch ihre Lehrerkarriere begonnen. 1982 startete sie an der damaligen Ernst-Thälmann-Oberschule und musste 1986 diese Schule kommissarisch leiten. „Ein Kreis schließt sich“, sagt die agile Pädagogin lachend, die für ihren Beruf brennt. „Mein berufliches Verfallsdatum kommt zwar näher, aber ich verspreche, dass ich so lange es geht an Bord bleibe“, betont die neue Leiterin.

Aus ihrer Erfahrung heraus wisse sie, wie wichtig eine Aufgabenteilung ist. Eine Steuerungsgruppe ist an der Schulentwicklung beteiligt. Viele junge Kollegen werden an neue Aufgaben herangeführt. „Wir wollen die Aufgabenbereiche teilen, die Verantwortung auf viele Schultern verteilen“, sagt Neupauer zu ihrer Devise.

Die Oberschule Brück startet Montag mit neuer Leitung ins neue Schuljahr. Quelle: Thoams Wachs

Dabei werden auch neue Wege beschritten. Die Digitalisierung schreitet voran. So ist die Kommunikation mit den Eltern digitalisiert worden. In einem für das Kollegium offenem Netzwerk werden die Zensuren digital erfasst. „Und mit der neuen Technik kann man die Inhalte des Lehrplans besser umsetzen“, ist die Pädagogin überzeugt. Stolz mache sie zudem, dass alle Schüler der zehnten Klassen im Vorjahr einen Abschluss erreicht haben und knapp ein Viertel eine weiterführende Schule besuchen, um Abitur oder Fachabitur zu machen.

„Die Zusammenarbeit mit dem Schulträger, dem Amtsdirektor Köhler, dem Fachbereichsleiter Nissen sowie Bürgermeister Schimanowski ist sehr gut“, lobt Barbara Neupauer nach den ersten Tagen im neuen Amt. Da alle benötigten Lehrkräfte an Bord sind, der Stundenplan bereits gebaut ist, organisiert sie nun die Startertage.

„Wir bereiten die Schüler mit Projekten auf das Schuljahr vor“, erklärt die Chefin. „Denn wir haben sie nur vier Jahre hier und die ersten Tage entscheiden über eine Grundeinstellung“, ist Neupauer überzeugt. Am Dienstag nach den Ferien wird dabei unter anderem die Kleine Plane gereinigt, die am Schulgelände vorbeifließt.

Von Andreas Koska

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