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Potsdam-Mittelmark Bardenitzer Langohren auf dem Laufsteg
Lokales Potsdam-Mittelmark Bardenitzer Langohren auf dem Laufsteg
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00:25 18.11.2015
Erzieherin Sylvia Händel und Kinder der Naturkita Pechüle kamen zum Knuddeln in die Kaninchenschau. Quelle: FoTO: Uwe Klemens
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Bardenitz

Was es mit dem Kinderreim „Ene mene miste“ auf sich hat, konnten Neugierige am Wochenende im Bardenitzer Sportsaal in Augenschein nehmen. Dort rappelte es nicht nur in einer Kiste. Auch Mist gab es reichlich. Denn wenn sich 210 Kaninchen zwei Tage lag mümmelnd Schaulustigen präsentieren, bleibt auch das nicht aus.

Eingeladen zur Vereinsschau hatten die derzeit 22 Mitglieder des Rassekaninchenvereins Bardenitz-Pechüle. Dass die Zahl der ausgestellten Tiere nur etwa halb so hoch war wie im vergangenen Jahr, war zu erwarten. „Denn da haben wir unser 40-jähriges Bestehen gefeiert und die Schau zusammen mit der Flämingschau kombiniert“, sagt Werner Bergemann. Er gehört zu den vier Gründungsmitgliedern, die dem Verein bis heute die Treue halten. 30 Züchter aus dem eigenen und aus den Vereinen in Treuenbrietzen, Jüterbog, Luckenwalde, Marzahna und Meinsdorf waren beteiligt.

Rassenvielfalt lässt kaum Wünsche offen

Doch auch die kleinere Ausstellung ließ bei der Rassenvielfalt kaum Wünsche offen. Vom zarten, knapp zwei Kilogramm wiegenden Hermelin bis hin zum vier bis sechs Mal so schweren Riesen war alles dabei, was in der Welt der Rammler und Häsinnen Rang und Namen hat.

Preisrichter Bernd Dörschel beim Begutachten eines Großsilbers. Quelle: Uwe Klemens

Das Gewicht gehört zu den Kriterien, nach denen das dreiköpfige Preisrichter-Team über die Punktezahl entscheidet. „Fünf Stunden Schwerstarbeit, in denen jeder von uns rund 70 Tiere begutachtet“, erläutert Teamleiter Bernd Dörschel. Normalerweise ist das Beäugen, Betasten und Bepusten bereits vorüber, bevor die ersten Besucher kommen. Diesmal jedoch waren die Mädchen und Jungen der benachbarten Naturkita „Kinderland“ schneller und kamen schon am Freitag zum Schauen. Dass Axel Kutzer einen „hellen Großsilber“ aus dem Käfig hob, der sich sogar streicheln ließ, war die Freude besonders groß.

Züchter stellen der Jury Sammlung vor

Maximal 100 Punkte je Tier sind möglich. „Aber dass ein Tier mehr als 98,5 bekam, habe ich noch nie erlebt“, sagt Werner Bergemann. Vier bis sechs Tiere je Rasse und Farbenschlag musste jeder Züchter als Sammlung zusammenstellen. Nach Gesamtpunktzahl wurden die Sieger ermittelt. Der Wanderpokal für den Gesamtsieger ging an Reinhard Schramm aus Kloster Zinna, der Pokal für den besten Züchter an Werner Bergemann aus den eigenen Reihen. Den Preis für das beste Einzeltier nahm Mike Gehrke aus Treuenbrietzen mit nach Hause.

Von Uwe Klemens

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