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Barrierefrei angeln im Fenn

Damsdorfer Verein tut was für Stegangler Barrierefrei angeln im Fenn

Für die Angler ist es das Hausgewässer – das Damsdorfer Fenn. Zusammen mit Bürgern, Sponsoren und der Kommune haben die Petrijünger aus dem einstigen Torfloch ein Kleinod mitten im Dorf geschaffen. Letzte Maßnahme war der Bau eines senioren- und behindertenfreundlichen Angelstegs. Eine Fanggarantie gibt es jedoch nicht.

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Uwe Pape, Dagmar Keding, Bernd Kreykenbohm und Uwe Brückner.

Quelle: JACQUELINE STEINER

Damsdorf .  Schlechte Zeiten für Hecht, Schlei und Karpfen: Die Damsdorfer Angler werden wohl künftig noch länger ansitzen. Vor allem die Senioren unter den Petrijüngern kommen seit der Errichtung einer barrierefreien Steganlage leichter zu ihrem Zielfisch. „Fast die Hälfte unserer Mitglieder sind im Rentenalter. Von denen können und wollen sich nicht mehr alle durchs Gebüsch schlagen“, erklärt Uwe Pape den Grund für die vier mal drei Meter große Holzkonstruktion am Ufer des Damsdorfer Fenns.

 Pape ist Vorsitzender des ortsansässigen Sportfischervereins, in dessen Eigentum sich das gut drei Hektar große Gewässer seit einigen Jahren befindet. Möglich wurde der Bau des Steges durch eine finanzielle Zuwendung der Stiftung „Erneuerbare Energien“ in Kloster Lehnin. Der Geldtopf der Stiftung speist sich aus Einnahmen im Zusammenhang mit der Wind- und Solarstromerzeugung auf dem Gebiet der Gemeinde. „Die Stiftungsgelder erlauben uns die vielfältige Vereinsarbeit in Kloster Lehnin besser zu unterstützen. Aus dem kommunalen Haushalt wäre das unmöglich“, sagte Kloster Lehnins Bürgermeister Bernd Kreykenbohm bei der Übergabe des Angelsteges, an der auch Kämmerin Dagmar Keding und Ortsvorsteher Uwe Brückner teilnahmen.

Auch wenn sich das ehemalige Torfloch in Vereinsbesitz befindet, so ist das Fenn hauptsächlich ein Ort der Naherholung für die Damsdorfer geblieben. Eine ganze Reihe von Projekten haben die organisierten Sportfischer zusammen mit Sponsoren, Privatleuten, Firmen und der Kommune realisiert, um das Biotop mitten im Dorf zu einem Ausflugsziel zu machen. Ein Naturlehrpfad entstand, der Badestrand wurde verschönert, ein Rastplatz ist angelegt worden. Der gerade eingeweihte Steg war die letzte Maßnahme, die man sich unter Regie des Sportfischervereins vorgenommen hatte. Traurig findet Vereinschef Pape, dass sich bereits Vandalismus breit macht. Die ersten Info-Tafeln wurden schon wieder zerstört.

Fische aus dem Fenn

Mit dem Fenn haben die Damsdorfer Sportfischer ein abwechslungsreiches Angelrevier. Dort dürfen auch Nichtmitglieder angeln. Voraussetzung ist die Zahlung der Fischereiabgabe und der Erwerb einer vom Verein ausgestellten Angelkarte. Geangelt werden darf nur vom Ufer aus.

Vor über 40 Jahren entstand das heutige Gewässer durch Menschenhand. Die LPG Obstbau brauchte Torf zur Bodenverbesserung. Später lief die Abbaugrube mit Wasser voll. Die Natur holte sich das Gelände Stück für Stück zurück. Es gibt einen Abfluss zum Netzener See.

Das Damsdorfer Fenn ist für seinen guten Fischbestand bekannt. Die Sportfischer setzen Junghechte, Aale und Plötzen in dem bis zu mehrere Meter tiefem Wasser aus. Jedes Jahr am 1. Mai lädt der Verein die Damsdorfer zum Volksangeln ein. Die Resonanz ist riesig. Auch in diesem Jahr trafen sich wieder über 70 Angler, um mit Rute und Rolle auf Fang zu gehen. Das Anglerheim der Damsdorfer befindet sich bereits seit den 60er-Jahren am Netzener See, wo die Vereinsmitglieder auch ihre Boote festmachen. Nach der Wende konnten die Sportfischer das Areal für den Verein kaufen. Der Erwerb des Fenns kam dank der Einigkeit mit der Gemeinde Kloster Lehnin zustande. Die Kommune kaufte die Wasserfläche aus Bundesbesitz und verkaufte sie dann an den Verein weiter. Allerdings mit der Auflage, das Areal auf Vordermann zu bringen. Es war eine Investition in die Zukunft, um die sich später der Nachwuchs kümmern muss. Peter Stendel bringt als Jugendwart den derzeit sechs jüngsten Vereinsmitgliedern die Tricks und Kniffe des Angelns bei.

Von Frank Bürstenbinder

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