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Still ruht der See an der Marina

Teltow hat Bauarbeiten für Stadthafen unterbrechen lassen Still ruht der See an der Marina

Auf der Baustelle der künftigen Marina in der Teltower Oderstraße wird derzeit nicht gearbeitet. Die Stadtverwaltung hat sämtliche Arbeiten unterbrechen lassen, um den weiteren Bauablauf aufgrund von neuen Gutachten ändern zu können. Die Gesamtkosten von zehn Millionen Euro für den Stadthafen sollen sich allerdings nicht weiter erhöhen.

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Trotz einem dreimonatigen Bauverzug kann der Eröffnungstermin 2017 noch gehalten werden, sagt Teltows Stadtverwaltung.

Quelle: FOTO: Stadtverwaltung

Teltow. Still ruht der See auf der Baustelle des künftigen Stadthafens an der Teltower Oderstraße. Während der fortlaufenden Untersuchungen des Untergrundes parallel zu den Erdarbeiten war festgestellt worden, dass sich die Flächen nicht durchgängig gleich für den Bau der Marina Teltow vorbereiten lassen. Bohrungen und Pumpversuche ergaben keinen zuverlässigen Beweis für die gesamte Tragfähigkeit des Untergrundes. Zusätzlich zum ohnehin schon schwierigen Boden – die Marina entsteht auf der Fläche eines ausgetrockneten Sees – stoßen die Tiefbauer immer wieder auf neue Altlasten wie Betonfundamente, Betonpfähle, Bewehrungsstahl oder Bauschutt aus der Zeit eines früheren Betonwerkes. Zudem hatte ein Hydrologe herausgefunden, dass der Grundwasserstand auf dem Baufeld höher ist, als bisher angenommen.

Darum ließ die Stadtverwaltung Teltow als Bauherr des Stadthafens die Arbeiten im Juli unterbrechen, um den weiteren Bauablauf auf die neuen Bedingungen einstellen zu können. „Das muss von den Behörden genehmigt werden. Das Landesumweltamt hat bereits zugestimmt. Jetzt wollen wir noch in dieser Woche die geänderten Unterlagen der Wasserbehörde und der Bodenbehörde des Kreises übergeben“, sagt Stefan Kulczak, Geschäftsführer der PST Projektsteuerung GmbH aus Werder, die das Vorhaben betreut. Der Kreis habe eine zügige Bearbeitung zugesichert. Die Stadt geht davon aus, dass die Bauarbeiten in der ersten Oktoberwoche wieder aufgenommen werden können.

Obwohl die Änderungen Mehrkosten in Höhe von rund einer Million Euro verursachen – weitere Untersuchungen müssen vorgenommen, Planungen aktualisiert und gestiegene Baukosten berücksichtigt werden –, sollen nach derzeitiger Sicht die Gesamtkosten von zehn Millionen Euro für das Projekt nicht überschritten werden, hatte Teltows Vize-Bürgermeisterin Beate Rietz in der ersten Sitzung des Hafenausschusses am Montagabend versichert. Durch die mögliche Rückerstattung der Mehrwertsteuer kann die Stadtverwaltung eine Reserve bilden, die wieder für den Hafen eingesetzt werden soll, sagte sie.

Aus Kostengründen hatte die Stadt einen Teil der Altlasten im Boden einschließen wollen. Jetzt entschloss sie sich wegen des unberechenbaren Untergrundes für die Ursprungsvariante und den „totalen Aushub“ der Flächen. Die Kostenerhöhung von 170 000 Euro sei zu schultern, so Rietz. Das Grundwasser soll nach Auskunft von PST-Geschäftsführer Kulczak um zwei Meter absenkt werden. Dazu soll alter Boden gegen einen gekörnten Füllboden ausgetauscht werden, in dem das Wasser versickern kann. Von einem Drainagesystem kontrolliert aufgenommen, soll das Grundwasser in Höhe des Hafenbeckens gesammelt und in das Becken geleitet werden, beschreibt Kulczak das Verfahren.

Die Neuorientierung hat den Bau um drei Monate verzögert. Kulczak ist überzeugt, die Eröffnung zum Saisonstart 2017 noch hinzubekommen. „Beim Hochbau sind die Maßnahmen besser kalkulierbar und wir können den Ablauf selbst beeinflussen.“

Von Heinz Helwig

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