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Bauarbeiten auf RE 7-Strecke dauern weiter an

Brück/Borkheide Bauarbeiten auf RE 7-Strecke dauern weiter an

Reisende und Pendler des Regionalexpresses 7 von Dessau nach Wünsdorf-Waldstadt müssen sich noch bis Anfang Mai auf Ersatzverkehr und veränderte Fahrzeiten einstellen. Während die Bauarbeiten am Brücker Bahnübergang abgeschlossen sind, dauern die Gleiserneuerungen weiter an – und lassen manchen Pendler aufs Auto umsteigen.

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Der Bahnübergang in Brück wurde komplett erneu

Quelle: Andreas Koska

Brück/Borkheide. Wer für seinen Arbeitsweg den Regionalexpress 7 von Dessau nach Wünsdorf-Waldstadt nutzt, muss zurzeit starke Nerven und Geduld mitbringen. Seit vergangener Woche werden zwischen Brück und Borkheide die Gleise erneuert. Daher müssen Fahrgäste unterwegs auf den Schienenersatzverkehr umsteigen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Auch der Bahnübergang in der Brücker Bahnhofsstraße wurde erneuert und war bis Mittwochmittag voll gesperrt – die Arbeiten sollten ursprünglich bereits bis Dienstag abgeschlossen sein.

Die Sperrung erforderte vor allem bei der örtlichen Feuerwehr ein Umdenken. „Es kommt ja öfter vor, dass Straßen gesperrt sind, aber der Weg für Rettungswagen und Feuerwehr offen bleibt“, sagt Uwe Paul, Amtsbrandmeister in Brück. „Diesmal war der Übergang komplett zu, das ist natürlich ein Problem.“ Es müsse dann die Bereitschaft umgestellt und die Ausrückordnung geändert werden, sagt Paul weiter. „Andere Feuerwehren müssen Zuständigkeiten mit übernehmen. Aber wir sind ja hier insofern gut aufgestellt, als dass wir in der Feldstraße und am Platz der Jugend einen Stützpunkt haben.“ Daher sei auf beiden Seiten das Ausrücken gesichert gewesen.

Manche steigen lieber gleich auf’s Auto um

Autofahrer, die in Richtung Brück unterwegs waren, mussten die Umleitung über Alt und Deutsch Bork, Schlalach und Linthe nutzen. Innerorts war eine Umfahrung über die Straße An der Bahn sowie die Silberbrückenstraße möglich. Die Arbeiten am Übergang konnten vergleichsweise zügig abgeschlossen werden, weil das Landesamt für Umwelt genehmigt hatte, in der Nacht zu arbeiten.

Die Gleisbauarbeiten dauern dagegen weiter an – und werden voraussichtlich noch bis Anfang Mai für Verzögerungen bei den Abfahrtszeiten der Züge sorgen. Da steigt so mancher Pendler lieber gleich aufs Auto um. So wie Patrick Hölzel. Der Wiesenburger pendelt normalerweise täglich zu seinem Arbeitsplatz in Berlin. „Durch die Bauarbeiten ist der Zugverkehr so zerstückelt, das habe ich mir gleich erspart“, erzählt der Schuhmacher. „Ich verstehe ja, dass mal eine Baustelle ist, aber gleich so viele auf einmal?“

Hölzel müsste nicht nur zwischen Brück und Borkheide auf den Bus umsteigen, sondern auch zwischen Berlin-Wannsee und Berlin-Charlottenburg – seine Fahrzeit hätte sich von gut einer Stunde auf bis zu vier Stunden erhöht. Mit dem Auto ist er stattdessen nur anderthalb Stunden unterwegs.

Weitere Infos gibt es hier.

Von Andreas Koska und Josephine Mühln

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