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Potsdam-Mittelmark Baum der Einheit wird nicht pünktlich gerichtet
Lokales Potsdam-Mittelmark Baum der Einheit wird nicht pünktlich gerichtet
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00:20 02.10.2017
Der vom Schnitzer Hermann Strübing gefertigte Baum der Deutschen Einheit soll bald am Amtsgebäude in Brück stehen. Quelle: Johanna Uminski
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Brück

Eigentlich sollte der Tag der Deutschen Einheit am Dienstag in Brück mit einem besonderen Ereignis gefeiert werden. An dem Feiertag nämlich sollte vor dem Amtsgebäude an der Ernst-Thälmann-Straße der vom Brücker Hobbyschnitzer Hermann Strübing gefertigte Baum der Einheit errichtet werden. Das hatte Amtsdirektor Marko Köhler schon vor geraumer Zeit vorgeschlagen. Doch muss dieser Termin nun platzen.

Denn „im Moment warten wir noch auf die Baugenehmigung“, bestätigt Claudia Hobohm am Donnerstag auf Nachfrage der MAZ. „Einen Termin zur Aufstellung gibt es noch nicht“, erklärt die Sprecherin der Amtsverwaltung.

„Wir wollen alle, dass der Baum aufgestellt wird“, betonte auch Bürgermeister Matthias Schimanowski (Pro Brück), kürzlich in Beratungen der Stadtverordneten. Er halte den Standort für ideal, da auch der bundesweite Radweg der Deutschen Einheit dort entlang verläuft. Auch der Schöpfer der aus einem massiven Eichenstamm gefertigten Arbeit war begeistert. „Ich bin über die Wahl des Standorts angenehm überrascht“, sagte Hermann Strübing.

Knifflige Details zum genauen Standort

Seine Skulptur hatt er zum ersten Mal beim Pferdesport- und Volksfest „Titanen der Rennbahn“ öffentlich präsentiert und viel Beifall sowie Angebote erhalten. Um zu verhindern, dass der Baum anderswo in Deutschland aufgestellt wird, hatte Amtsdirektor Köhler den Vorschlag für die Präsentation im Heimatort gemacht. Er stieß allseits auf viele Gegenliebe. Allerdings gab es ein kleine Diskussion über den genauen Standort.

Der Vorschlag, den Baum hinter den beiden Bäumen mit dem Hinweisschild in Richtung der Partnerstadt Spisska Bela aufzustellen, kritisierte der sachkundige Einwohner Günter Fischer. „Es ist ziemlich die schlechteste Stelle, dort kommt der Baum nicht zu Geltung“, sagte der Architekt. Er würde das Mahnmal lieber in Höhe der Fahnenmasten direkt am Amtshaus aufstellen.

Viel Arbeit steckt im geschnitzten Baum der Einheit. Quelle: Johanna Uminski

Der Amtsdirektor verteidigte seinen Standortvorschlag in einer Sitzung des Hauptausschusses. „Es gibt einiges zu bedenken, so die Zufahrt für die Brautfahrzeuge und vor allem die Rettungsgasse für die Feuerwehr“, so Köhler. Da einer der Bäume, die jetzt davor stehen, ohnehin gefällt werden müsse, „wird man freie Sicht auf den Einheits-Baum haben“, glaubt der Amtsdirektor. Details zur Aufstellung sollten noch beraten werden, hieß es damals nach dem einstimmigen Grundsatzbeschluss im Hauptausschuss.

Zitat vom Alt-Bundeskanzler verewigt

Die ab 2015 vom heute 81-jährigen Schnitzer Hermann Strübing gefertigte Arbeit greift ein Zitat von Alt-Bundeskanzler Willy Brandt auf: „Es wächst zusammen, was zusammengehört“. So wählte der Brücker Schnitzer einem Stamm, aus dem zwei starke Äste nach oben wachsen. „Wenn man den Stamm umdreht, laufen die beiden Äste zu dem Stamm zusammen“, erklärte Strübung de MAZ. Der eine Ast stellt die frühere DDR dar – symbolisiert durch den Berliner Fernsehturm.

Der andere Arm steht für die BRD – mit dem Berliner Funkturm als Symbol. Kurz oberhalb der Stelle, an der beide Äste zusammenwachsen, schnitzte der Rentner einen großen Bundesadler in das Hartholz.

Von Andreas Koska

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