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Potsdam-Mittelmark Baumblütenfest: Weniger Straftaten als 2015
Lokales Potsdam-Mittelmark Baumblütenfest: Weniger Straftaten als 2015
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14:15 09.05.2016
Obstwein floss reichlich zum 137. Blütenfest – das führte auch zu einigen Polizeieinsätzen auf dem Fest. Quelle: Stähle
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Werder

Mit 188 Straftaten, 50 weniger als im Vorjahr, zieht die Polizei am Sonntag gegen 20 Uhr eine überwiegend positive Bilanz des 137. Blütenfestes in Werder. Mussten im vergangenen Jahr noch 71 Personen in Gewahrsam genommen werden, waren es während der Festtage vom 30. April bis 8. Mai diesmal nur 42 Bürger. Auch die Zahl der Platzverweise ging auf 204 statt 279 beim 136. Fest zurück. Die Zahl der Körperverletzungen lag bei 40 und damit ähnlich hoch wie sonst zur Partyzeit in den Plantagen.

Bei strahlendem Sonnenschein ist am Sonntag das Baumblütenfest 2016 in Werder zu Ende gegangen. Wieder strömten Tausende Besucher auf die Festmeile. Wir zeigen die schönsten Bilder vom finalen Wochenende.

Es gab jedoch nicht wenige Fälle von Drogenmissbrauch. „Die Gäste bringen ihre Drogen meist mit, also von einem zunehmenden Drogenverkauf auf dem Festgelände kann nicht die Rede sein“, sagt Oliver Bergholz von der Polizeieinsatzzentrale zur Baumblüte in Werder. Erstmals haben die Beamten mit neun an der Zahl auch den Umfang der verletzten Polizisten auf dem Fest registriert. „Aus polizeilicher Sicht verlief das Fest weitestgehend ruhig und friedlich.“, fasst Karsten Schiewe den Polizeieinsatz zusammen. Schiewe führte den Polizei-Einsatz beim Baumblütenfest.

Auch Bundespolizei zieht positives Fazit

Auch die Bundespolizei zieht ein positives Fazit des Baumblütenfest und spricht von einem friedlichen Verlauf.

An den 9 Festtagen seien rund 150.000 Menschen mit der Bahn zum Blütenfest gereist, teilte die Bundespolizei am Montag mit. Dabei kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Pro Tag waren 100 bis 400 Bundespolizisten im Einsatz.

Insgesamt registrierte die Bundespolizei 59 Straftaten, 60 Menschen wurden festgenommen. Meistens ging es dabei um Straftaten wie Körperverletzung oder Widerstand gegen Polizeibeamte.

Ein Grund, warum es weitgehend friedlich blieb sei auch das verhängte Glasflaschenverbot gewesen, teilt die Bundespolizei mit, die auch die Zusammenarbeit mit der Polizei vor Ort, der Stadt Werder und dem Sicherheitsdienst lobte.

Schwerer Unfall trübt die Bilanz der Polizei

Die Bilanz wird aber getrübt durch den Unfall mit dem Feuerwehrauto am Freitagabend auf dem Festgelände, bei dem es auch vier Schwerverletzte gab, weil das Auto in einen Bierwagen gekracht war. Die Ermittlungen zur Ursache dauern noch an. Trotzdem: die Polizei kann dem Unfall auch eine positive Seite abgewinnen. „Das Zusammenwirken mit unseren Partnern funktionierte höchst professionell. Dies zeigte sich besonders in der Abarbeitung des Verkehrsunfalls“, sagt Schiewe.

Stadt sagt Unterstützung bei Aufklärung des Unfalls zu

Die Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) hat das Unglück außerordentlich bedauert und bei der Aufklärung die Unterstützung der Stadt zugesagt. „Aber insgesamt gab es bei Kaiserwetter und großem Andrang ein tolles Familienfest“, sagte Saß zum Abschluss. „Auch für die Obstbauern und Weinhersteller aus der Region dürften sich mit dem guten Verkauf beim diesjährigen Fest alle Erwartungen erfüllt haben“, sagt der 1. Beigeordnete Christian Große (CDU).

Bereits am nächsten Wochenende laden die Stadt und die Wohlthat Entertainment GmbH erstmals zum großen Pfingstfest für die ganze Familie auf die Bismarckhöhe in Werder ein.

Von Regine Greiner, MAZonline

Der tragische Unfall auf dem Baumblütenfest überschattet auch nach dem Wochenende die Mega-Party in Werder. Die Polizei ermittelt nun gegen den 63 Jahre alten Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung. Auch ein Alkoholtest wurde gemacht. Einige Händler, aber auch ein Verletzter schätzen die Unfallsituation kritisch ein.

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