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Deutschlands größte Gartenparty

137. Baumblütenfest in Werder Deutschlands größte Gartenparty

Mit dem größten Festumzug aller Zeiten eröffnet die Stadt Werder (Potsdam-Mittelmark) am 30. April das 137. Baumblütenfest. Zu Deutschlands größter Gartenparty werden wieder Hunderttausende Gäste erwartet. Was alles geboten wird, hat Werders Bürgermeisterin schon mal auf einer Pressekonferenz verraten.

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Cindy Linke wird zum Blütenball am 29. April als neue Majestät gekürt. Foto: Bernd Gartenschläger

Werder . Wenn am Obstpanoramaweg, in den Plantagen und in der Stadt die Blüten explodieren, dann steht Deutschlands größte Gartenparty vor der Tür. Während die Obstbauern in Werder immer wieder ihren selbst gemachten Wein testen, feilt die Stadt mit der Berliner Wohlthat Entertainment GmbH am Programm für das Fest vom 30. April bis zum 8. Mai .

„Die Rahmenbedingungen für das 137. Blütenfest und viele andere Großveranstaltungen werden immer aufwendiger“, sagte Bürgermeisterin Manuela Saß (CDU) auf der Pressekonferenz der Stadt am Dienstag im Restaurant „Zum Rittmeister“ im Ortsteil Kemnitz. Auch die Stadt habe in Abstimmung mit der Polizei am Sicherheitskonzept gefeilt. Zu Details wollte Saß aus taktischen Gründen keine Angaben machen. „Uns ist die politische Situation und die Angst vor Terror in der Welt bewusst, wir lassen Tatsachen auch nicht außer acht“, sagte Christian Linkogel von der Bundespolizeiinspektion. Es gebe aber keinen Anlass für notwendige Beschränkungen beim beliebten Volksfest.

Die Stadt erwartet zur 137.Auflage der Mega-Party mit 800 Meter Länge nicht nur den größten Umzug mit 71 Vereinen und Gruppen durch die Stadt sondern auch wieder mehrere hunderttausend Blütenfestgäste, sagte Saß zur Pressekonferenz erstmals im Beisein der neuen Blütenkönigin Cindy Linke. Da es in diesem Jahr nur eine Kandidatin gab, bleibt der Tierarzthelferin ein Auswahlverfahren wie in den Jahren zuvor bei mehreren Bewerbern erspart. Mit der Krone wird ihre Majestät, bis zum vergangenen Jahr in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause, aber erst auf dem Blütenball am 29. April geschmückt. „Es ist mein erstes Blütenfest, aber schon jetzt kann ich sagen, Werder macht mich einfach glücklich.“

Rainer Wohlthat, Geschäftsführer der gleichnamigen Veranstaltungsagentur, kündigte zum Fest 400 Stände im bunten Stadtbild vom Bahnhof bis zur Inselstadt an. 80 davon werden von heimischen Anbietern betrieben. „Das sind 10 Prozent mehr als in den vergangenen Jahren“, sagte Wohlthat, dessen Unternehmen seit annähernd zehn Jahren das Fest im Auftrag der Stadt gestaltet. 50 Schausteller wollen für gute Unterhaltung sorgen. „Auch diesmal wird es wieder einen Werder-Tag geben, diesmal am 3. Mai, bevor am 4. Mai zum Familientag eingeladen wird“, sagte der 1. Beigeordnete, Christian Große.

Die Stadt hat in den vergangenen Jahren den Höhepunkt immer mehr als Familienfest ausgerichtet. Nach vereinzelten Ausschreitungen Betrunkener und Panik auf einer übervollen Inselbrücke 2010 verzichtete die Stadt auf Rockkonzerte, entzerrte die Feststrecke um Massenansammlungen und Panik nicht zu provozieren.

Die Blütenfestgäste können sich auf 14 Wein-Tankstellen allein am Obstpanoramaweg freuen. Die Obstbauern gaben mit 226 Proben so viele Weinproben wie noch nie beim Obstbauverein zur Bewertung ab. Zahlreiche Veranstaltungen, vom Blütenlauf bis zum Kegeln, vom Wettkrähen bis zum Vergnügen auf der Bismarckhöhe und im Biergarten auf Zeit an der Friedrichshöhe, versprechen Spaß und Abwechslung. Bei Blütenfahrten lernen Besucher die Gärten, die Obstbauern und ihren Selbstgemachten kennen. Zur Einstimmung eröffnet der Obsthof Schultz in Elisabethhöhe schon an diesem Sonnabend ab 10 Uhr die neue Whisky-Schauproduktion.

Blütenfest seit 1879

Schon im ersten Jahr des Baumblütenfestes kamen 1879 mehr als 50 000 Besucher. In den vergangenen Jahren waren es mehr als 500 000 Gäste.

Während der Festwoche vom 30. April bis 8. Mai sind zahlreiche Abschnitte in der Stadt gesperrt. Weil auf dem Fest reichlich Obstwein getrunken wird, bieten die Stadt und ihre Partner Sonderfahrten mit Bus, Bahn und Schiff an.

Die Menge des beim Fest verkauften Obstweins ist seit Jahren ein gut behütetes Geheimnis.

Zur Sicherheit ist neben der Inselbrücke eine Pontonbrücke aufgebaut, damit Einsatzkräfte im Notfall die Inselstadt erreichen können. 2010 musste die Brücke wegen Überfüllung der Insel zeitweise geschlossen werden.

Die Stadt hat in der Feuerwache Werder eine gut vernetzte Führungsstelle eingerichtet, um bei Bedarf Einsätze auslösen und koordinieren zu können.

Eine Sonderbeilage zum Fest gibt die MAZ am 23. April mit Veranstaltungstipps und Hinweisen zum Ablauf und zum Verkehr heraus.

Von Regine Greiner

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