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Preisträger Toni will es wieder wissen

Obstbauverein Werder erwartet Weinproben Preisträger Toni will es wieder wissen

Toni Geißhirt aus Werder büffelt zwar gerade für die Abiprüfungen, doch beim traditionellen Wettbewerb des Obstbauvereins um den besten Obstwein der Region will er sich trotzdem wieder eine Goldene Kruke sichern. Erstmals will er mit einem Wein aus weißen Johannisbeeren ins Rennen gehen. Zum 137.Baumblütenfest können die zahlreichen Gäste die besten Weine verkosten.

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Toni Geißhirt aus Werder träumt schon von der nächsten Prämie und Goldenen Kruke für seinen hausgemachten Obstwein.

Quelle: Bernd Gartenschläger

Werder. Die 40 Fässer und Ballons im angemieteten Lager sind mit insgesamt 3500 Liter hausgemachtem Obstwein gut gefüllt. Mit zehn Proben will Toni Geißhirt in diesem Jahr beim Wettbewerb um die Goldene Kruke des Obst- und Gartenbauvereins Werder wieder ganz vorne mitmischen. Schon 2013 überraschte er die Konkurrenz, als er für seine Weine aus Holunderblüte und schwarze Johannisbeere sich die Kruke in Silber und Gold holte. 2015 verteidigte er Gold und sicherte sich Bronze für die Kreation Sauerkirsche-Aroniabeeren-Wein.

Mit 13 Jahren experimentierte der pfiffige Bursche erstmals mit Früchten. Seine Eltern konnten sich darüber nur wundern. Vom Vater hatte er sich das Keltern abgeschaut. Zum 16. Geburtstags wünschten sich Kumpels eine neue Playstation – Toni eine Hydropresse für die Weinproduktion – und die Geschichte des jungen, erfolgreichen Weinzauberers nahm weiter ihren Lauf.

Der Preisträger vergangener Jahre ist ehrgeizig, schickt nun erstmals eine Komposition aus weißer Johannisbeere ins Rennen. Und das, obwohl in diesem Jahr alles anders ist, denn neben dem Keltern büffelt die 18-Jährige für die Abiprüfungen. „Aber nach dem Lernen für die schriftliche Matheprüfung vor dem Blütenfest und für die mündlichen Tests nach der Riesenparty kann eine Verkostung meines geliebten Himbeerweins aufbauend wie entspannend sein“, sprudelt es aus dem sympathischen und aufgeschlossenen Werderaner heraus. „Auf die Dosis kommt es an. Natürlich verkoste ich nicht alle Sorten hintereinander“, sagt Toni. „Den Rhabarberwein setze ich schließlich schon Ende Mai an und verkoste bereits Ende Oktober, entscheide wie bei allen Sorten ob noch mit Saft nachgesüßt werden muss und überprüfe den Säuregehalt.“

Verein wartet auf Weinproben

Der Obst- und Gartenbauverein Werder nimmt Weinproben für die Auszeichnung mit der Goldenen Kruke am Sonntag, 10. April 2016, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr im Weinbaubetrieb Lindicke, Am Plessower-Eck 2, entgegen.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist seit 1999 stetig gestiegen. Im vergangenen Jahr hatte die Jury 174 Obstweinproben zu verkosten.

Die Proben werden auch in diesem Jahr nur in Plasteflaschen entgegengenommen.

Die Auszeichnung der besten Obstweine 2016 erfolgt in diesem Jahr erstmalig zur Pressekonferenz der Stadt Werder eine Woche vor Beginn des Festes. Alle von einer Jury festgesetzten Sieger werden dazu eingeladen.

Nur Weinproben aus heimischen Früchten werden angenommen. Mindestens 50 Liter der Weinproben sollten zum Blütenfest verfügbar und angeboten werden.

Einen großen Obstgarten am Haus sucht man beim Weinspezialisten Toni vergebens. „Ich hole die Früchte für den Wein aus Schmergow, möchte später aber auf gepachteten Flächen selbst Obst anbauen.“ Nach dem Abi und der Lehre will er als künftiger Groß- und Außenhandelskaufmann seinem Hobby treu bleiben. Gegenwärtig ist der Werderaner Single, was ihn offenbar nicht sehr traurig macht. „Ich habe im Moment auch gar keine Zeit, die Vorbereitung für die Prüfungen und den Wettbewerb nehmen alle Zeit in Anspruch.“ Schließlich müsse bis zur Abgabe der Weinproben aus dem Hause Geißhirt am Sonntag, 10. April, im Weinbaubetrieb von Manfred Lindicke jede Sorte vom Allerfeinsten sein.

Von Regine Greiner

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