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Potsdam-Mittelmark Initiative setzt sich für Baumschutz ein
Lokales Potsdam-Mittelmark Initiative setzt sich für Baumschutz ein
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14:26 28.08.2018
Diese gekappten alten Bäume in der Lindenstraße in Lehnin sind ihrer Kronen beraubt. Die Initiative fürchtet, dass die Bäume absterben. Quelle: Marion von Imhoff
Lehnin

In Kloster Lehnin haben sich rund 25 Bürger zu einer Bauminitiative zusammen getan. Nach Angaben von Tilo Schade, dem Sprecher der Gruppe, setzen sie sich für den Erhalt der ortsbildprägenden Bäume ein und kämpfen für eine Baumschutzsatzung. Radikalfällungen wie Anfang des Jahres in der Belziger Straße in Lehnin, bei der dutzende alte Linden der Kettensäge zum Opfer fielen, will die Initiative Baumschutz Kloster Lehnin künftig verhindern. Dafür sammelte die Gruppe Schade zufolge jetzt mehr als 500 Unterschriften. Gegründet hatte sich die Initiative nach der Fällung der Linden an der Ortsdurchfahrt.

Im jüngsten Bauausschuss der Gemeinde Kloster Lehnin präsentierte die Gruppe ihre Ziele. Die Initiative erarbeitet derzeit eine Baumschutzsatzung für Kloster Lehnin und will diese in den politischen Prozess bringen, damit sie verbindlich wird. Verabschiedet werden müsste sie von der Gemeindevertretung.

So sieht die Belziger Straße in Lehnin heute aus, nach der Fällung der Linden. Quelle: Marion von Imhoff

Schade betont, dass es der Gruppe um ortsbildprägende Bäume auf öffentlichem Grund geht. „Wir wollen Bäume schützen, die der Bevölkerung ins Auge fallen, es geht uns nicht um Bäume auf einem Hinterhof.“ Verständnis habe die Gruppe, wenn auf einem Privatgrundstück ein Baum gefällt werden müsse, um ein Haus bauen zu können. „Wir wollen Privatleute nicht behindern mit der Satzung, sondern Fällungen im öffentlichen Raum verhindern und einvernehmliche Lösungen finden.“

Vor fast genau einem Jahr entstand dieses Foto von der Belziger Straße, damals standen die über hundertjährigen Linden noch. Quelle: Marion von Imhoff

So sollen auf kommunalem Grund Bäume schon ab einem Umfang von 60 Zentimetern geschützt werden und private erst ab einem Baumumfang von 190 Zentimetern. „Es geht uns dabei um sehr große und sehr alte Bäume, das sind auf privaten Grundstücken aktuell nicht sehr viele.“

Sorge hat die Gruppe aktuell um die alten Bäume am Kreisel in Kaltenhausen, darunter auch stattliche Kastanien, von denen einige bereits ihrer Kronen beraubt worden sind. Doch zumindest da kann Bürgermeister Uwe Brückner (parteilos) auf MAZ-Anfrage beruhigen: „Derartige Überlegungen sind uns nicht bekannt.“

Als mahnendes Beispiel nennt der Sprecher der Initiative auch die drastische Kappung der alten Bäume in der Lindenstraße. „Wenn Bäume so gekappt werden, sind sie in fünf Jahren so durchgefault, dass sie gefällt werden müssen.“

Fällungen sind beim Kreis zu beantragen

Derzeit ist die Rechtslage so: Hat eine Gemeinde eine eigene Baumschutzverordnung, ist dieses Regelwerk maßgeblich. Ohne eine solche sind Fällungen ab einem Baumumfang von 60 Zentimetern bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Potsdam-Mittelmark zu beantragen. Das teilt Kreissprecherin Andrea Metzler mit.

Die Bauminitiative weiß um Sorgen unter Lehninern, dass eine Baumschutzverordnung das Fällen von Bäumen massiv erschweren würde. „Es gibt auch die Gegenströmung, die sogar Rechtsstreitigkeiten befürchtet.“ Die Initiative schlägt einen Beirat vor mit vier Gemeindevertretern und sachkundigen Bürgern aus ihren Reihen, um über Fällanträge zu entscheiden.

Von Marion von Imhoff

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