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Beelitz-Heilstätten wird zum Nadelöhr

Im September beginnt Ausbau der L 88 Beelitz-Heilstätten wird zum Nadelöhr

Um den Ausbau der maroden Ortsdurchfahrt Beelitz-Heilstätten (L 88) hatte die Kommune jahrelang gekämpft. Nun sollen die Arbeiten im September beginnen. Auf Autofahrer in der Region kommt damit allerdings eine neue Großbaustelle und zusätzliche Einschränkungen zu, auch wenn die L 88 über die anderthalbjährige Bauzeit meist einspurig befahrbar bleiben soll.

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Finanziert wird der Großteil der Kosten für den Ausbau der L 88 aus dem 100-Millionen-Programm, das die Landesregierung 2015 zur Sanierung kaputter Straßen aufgelegt hat.

Quelle: Jens Steglich

Beelitz-Heilstätten. Autofahrer müssen sich auf ein neues Nadelöhr einrichten: Bereits im September beginnt der Ausbau der Ortsdurchfahrt Beelitz-Heilstätten (L 88). Die marode Straße wird vom Landesbetrieb Straßenwesen für 3,2 Millionen Euro auf Vordermann gebracht. Sie hat es nötig, allerdings fällt der Ausbau in die Zeit hinein, in der die südliche A 10 auf acht Spuren erweitert wird und Staus dort im weiteren Umfeld bereits für Chaos gesorgt haben. „Bis dahin müsste es an der A 10 soweit sein, dass sie durchgängig dreispurig in beiden Fahrtrichtungen befahrbar ist“, sagte Frank Schmidt, Vizechef des Potsdamer Landesbetriebes. Die dreispurige Befahrbarkeit ist abgesehen von Sonderfällen im A-10- Planfeststellungsbeschluss festgelegt.

Bei Unfällen auf der A 10 soll regulär die B 246 den Verkehr aufnehmen, nicht die L 88, sagte Schmidt. Bei jüngsten Markierungsarbeiten auf der Autobahn war indes auch die L 88 verstopft. Von der Stadt Beelitz kommt aber keine Kritik zum Zeitpunkt des L-88-Ausbaus. Die Kommune hatte zuvor lange um eine Sanierung gekämpft. „Auch wenn es eine Belastung wird, bin ich froh, dass die Straße gemacht wird“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth. „Der Straßenzustand ist nicht mehr haltbar. Wir müssen hier auch an die Kliniken in Heilstätten und an die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts denken“, so Frank Schmidt. Landesbetrieb und Stadt haben zum L-88-Ausbau eine Vereinbarung abgeschlossen, die etwa regelt, welche Kosten die Kommune zu tragen hat. Sie zahlt zum Beispiel für die Gehwege, die breiter als üblich werden, damit Klinikpatienten mit Rollstühlen genug Platz haben. Von den 3,2 Millionen Euro Kosten übernimmt die Stadt 900 000 Euro, die zu zwei Dritteln über Fördermittel und Anliegerbeiträge finanziert werden. Für den Ausbau der Heilstätten-Durchfahrt, die auch Radspuren bekommt, sind halbseitige Sperrungen geplant. „Eine Vollsperrung ist nur an wenigen Tagen nötig, wenn die oberste Fahrbahndecke aufgebracht wird“, so Schmidt. Er geht von einer Bauzeit von anderthalb Jahren aus. „Bis Ende 2017 wollen wir mit der Straße durch sein, 2018 erfolgen noch Nacharbeiten.“

Von Jens Steglich

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