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Potsdam-Mittelmark Beelitz bekommt endlich die Spargelstraße
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz bekommt endlich die Spargelstraße
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18:10 14.04.2017
Zum Spargelanstich am 11. April zeigte Bürgermeister Bernhard Knuth eines der Schilder, die auf die Beelitzer Spargelstraße aufmerksam machen sollen. Quelle: DPA
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Beelitz

Mehr als zwei Jahrzehnte nach der Geburt der Idee wird sie Wirklichkeit: Die Beelitzer Region bekommt eine Spargelstraße, die als solche auch sichtbar ist. Für die Ausschilderung der touristischen Meile liegen jetzt die verkehrsrechtlichen Anordnungen vor, sagte der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth. „Es ist ein Kraftakt, Genehmigungen für das Installieren der Schilder an Bundes- und Landesstraßen zu bekommen“, so Knuth. Das touristische Wegeleitsystem wird entlang der B 246 und der L 88 geschaffen und soll die Aufmerksamkeit der Urlauber und Ausflügler auf alle Spargelhöfe links und rechts der Straße genauso lenken wie auf Sehens- und Erlebenswertes, das im Umfeld noch so zu finden ist – die historische Altstadt in Beelitz zum Beispiel oder die Dorfkirchen in den Ortsteilen. Die Spargelstraße soll bis zum Spargelfest am ersten Juni-Wochenende komplett ausgeschildert werden, kündigte Knuth an. Mehr als 40 Schilder werden aufgestellt.

Derzeit ist geplant, die Spargelstraße von der Grenze zum Landkreis Teltow-Fläming über Zauchwitz, Beelitz, Beelitz-Heilstätten, Fichtenwalde, Klaistow und Busendorf bis nach Kloster Lehnin zu führen. „Wir hoffen, dass wir sie auch noch bis Trebbin fortführen können“, sagte Knuth. Der dort zuständige Landkreis Teltow-Fläming wolle das auch. Damit würde ein mehr als 20 Jahre altes Projekt umgesetzt, das schon damals den Titel „Beelitzer Spargelstraße“ trug und damit warb, eine Touristen-Meile von „Trebbin bis Lehnin“ zu schaffen. Es gab bereits Flyer mit der Aufschrift „Willkommen an der Beelitzer Spargelstraße“, das Wegeleitsystem dazu ist aber nie entstanden – bis heute.

Voraussetzungen sind jetzt besser

„Wir gehen mit dem Projekt schon sehr lange schwanger. Ich freue mich, dass es nicht umsonst war und es endlich für alle sichtbar Wirklichkeit wird“, sagte Manfred Schmidt, der 26 Jahre an der Spitze des Beelitzer Spargelvereins stand und noch weiß, wie alles angefangen hat. Die Vision von der Spargelstraße hatten in den 1990er Jahren zwei Studentinnen der Universität Hannover aufgegriffen und dazu eine Diplomarbeit geschrieben. In ihrem Projektvorschlag vereinten sie die Themen Spargelanbau, Tourismus und Naturschutz so überzeugend miteinander, das sie für die Arbeit einen ersten Preis vom Öko-Institut Freiburg bekamen. Zur Preisverleihung in Berlin reisten auch der damalige Beelitzer Bürgermeister Thomas Wardin und Spargelvereinschef Manfred Schmidt.

Die Voraussetzungen für die Spargelstraße, die Touristen anlocken soll, sind heute besser. „Es ist inzwischen sehr viel passiert in den Orten. Die Gastronomie war damals auch noch nicht so weit“, sagte Schmidt. An der Spargelstraße soll der Gast die ganze Vielfalt geboten bekommen: Kleine und große Spargelhöfe, Gaststätten, in denen das Edelgemüse erntefrisch auf den Teller kommt, und Hingucker, die zwar nichts mit dem Spargel, aber viel mit der Region zu tun haben. Am Anfang der Spargelstraße findet der Ausflugsgast zum Beispiel den Naturpark Nuthe-Nieplitz und dort das Wildgehege im Glauer Tal. Am Ende der Spargelmeile lockt in Lehnin das Kloster der Zisterzienser. Die Klosterkirche zählt zu den wichtigsten romanisch-gotischen Backsteinbauten in Brandenburg. Und im Zentrum der Spargelstraße, auf der Hälfte der Strecke, liegt die Spargelhauptstadt Beelitz mit ihrer historischen Altstadt.

Wegweiser in Spargel-Form

Die neuen Flyer fürs Projekt sind auch gedruckt. Die Kosten für die Spargelstraße werden nach Angaben der Stadtverwaltung voraussichtlich 60 000 Euro betragen. Das ist weniger als gedacht. Vor zwei Jahren, als begonnen wurde, die Idee wiederzubeleben, war von einem Gesamtvolumen von 100 000 Euro die Rede. 75 Prozent der Kosten werden über die Lokale Aktionsgruppe Fläming-Havel gefördert, 25 Prozent steuert Beelitz bei. Das Fördergeld kommt aus einem EU-Topf für ländliche Entwicklung.

Der Bürgermeister hat noch die Idee, in jedem Ortsteil an wichtigen Punkten zusätzliche Wegweiser in Form großer Spargelstangen aufzustellen. Die könnten so ähnlich aussehen wie die Spargelstangen der Künstlerin Agnes Gramming-Steinland, die jetzt als Kunstinstallationen an verschiedenen Stellen in der Beelitzer Altstadt platziert werden sollen. 30 handgeformte Exemplare aus Kunststein hat sie dafür geschaffen. Sie sind zwischen 1,60 und 2,10 Meter hoch und wiegen 80 Kilogramm. „Die trägt keiner einfach so über Nacht weg“, sagte die Künstlerin, die in der Uckermark lebt. Die Spargelstangen für die Beelitzer Altstadt hat sie bewusst nicht rein naturalistisch gestaltet. Manche tragen auch comicartige Züge und alle haben sie ein oder mehrere Smiley-Gesichter. „Sie sollen zeigen, welch positiver Botschafter der Spargel für unsere Stadt ist“, sagte Knuth. Die 30 Stangen werden in den nächsten zwei bis drei Wochen aufgestellt und bleiben bis zum Ende der Spargelsaison stehen. Bei der Denkmalbehörde hat die Stadt dafür um eine „temporäre Erlaubnis“ gebeten.

Von Jens Steglich

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