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Beelitz bewirbt sich um Fördermillionen

Spargelstadt startet mit neun Partnern beim Stadt-Umland-Wettbewerb Beelitz bewirbt sich um Fördermillionen

Im Rennen um die EU-Fördermillionen aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb ist nun auch die Stadt Beelitz mit dabei. Sie hat für einen eigenen Wettbewerbsbeitrag inzwischen neun Partner gefunden. An der Seite der Spargelstadt werden unter anderem Werder, Seddiner See, Schwielowsee und Michendorf mit dabei sein.

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Der Bau wichtiger Radwege steht ganz oben auf den Vorhabenslisten der Beelitzer Partnerkommunen.

Quelle: dpa

Beelitz. Beelitz will mit einem eigenen Beitrag am Stadt-Umland-Wettbewerb teilnehmen und hat sich dafür neun Partner gesucht. Die Spargelstadt wird zusammen mit Werder, Schwielowsee, Groß Kreutz (Havel), Seddiner See, Michendorf, Wiesenburg, Kloster Lehnin und Trebbin ins Rennen um die EU-Fördermittel gehen, die bei dem Wettbewerb ausgereicht werden sollen. Mit dabei ist außerdem noch der Naturpark Nuthe-Nieplitz. Das bestätigte der Beelitzer Stadtsprecher Thomas Lähns auf Anfrage. Über konkrete Projekte, die angemeldet werden sollen, hielt man sich in Beelitz noch bedeckt. Für den Donnerstag ist eine Pressekonferenz anberaumt.

„Im Wettbewerbsbeitrag sollen die enge Vernetzung der Kommunen aufgezeigt und gemeinsame Weichen im Bereich Infrastruktur, Wirtschafts- und Tourismusförderung bis hin zur Daseinsvorsorge gestellt werden“, teilte Lähns mit. Der Beitrag werde unter der Federführung der Stadt Beelitz entstehen, die auch den Anstoß gab für diese Initiative. Die Kommunen wollen die Kooperation auch mit Blick auf die Landesgartenschau 2019 vereinbaren, für die sich Beelitz bewirbt. Die Gartenschau wird als große Chance für die ganze Region gesehen. Sollte die Spargelstadt den Zuschlag bekommen, werden sich alle Partner des Stadt-Umland-Wettbewerbs auf der Laga in jeweils eigenen Pavillons präsentieren, sagte Lähns. Auch das Veranstaltungs- und Bühnenprogramm sollen sie mitgestalten.

Stadt-Umland-Wettbewerb

Der Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg war im Januar 2015 gestartet worden.

Wettbewerbsbeiträge können immer noch bis zum 31. Oktober dieses Jahres abgegeben werden.

Der Wettbewerb soll die regionale Zusammenarbeit fördern. Es geht dabei auch um viel Geld, die siegreiche Kooperationspartner für die Umsetzung ihrer gemeinsamen Vorhaben bekommen sollen.

Eine Teilnahme an dem Stadt-Umland-Wettbewerb ist die Voraussetzung für den Zugang zu drei Förderprogrammen der Europäischen Union.

Dabei ist es nicht schädlich, wenn eine Kommune sich an mehreren Wettbewerbsbeiträgen beteiligt. Es dürfen nur nicht die gleichen Projekte mit unterschiedlichen Partnern angemeldet werden.

Die Stadt Werder und die Gemeinden Michendorf und Schwielowsee sind zum Beispiel sowohl beim Beelitzer als auch beim Potsdamer Wettbewerbsbeitrag mit dabei. Werder hat als gemeinsames Projekt mit der Landeshauptstadt den Bau einer Fußgänger- und Radfahrerbrücke über den Zernsee angemeldet.

 

Wie von Seddiner-See-Bürgermeister Axel Zinke (parteilos) zu erfahren war, ist seine Gemeinde mit einem Radweg beim Stadt-Umland-Wettbewerb dabei. Wettbewerbs-Fördermittel sollen ermöglichen, dass Radfahrer vom Bahnhof Seddin über Ferch-Lienewitz bis zur Siedlung Flottstelle fahren können, wo ein vorhandener Radweg weiterführt. Die Blütenstadt Werder nimmt ebenfalls mit einem Radweg-Projekt teil. „Es geht um eine Verbindung zwischen dem Ortsausgang Glindow bis nach Klaistow“, sagte Werders 1. Beigeordneter, Christian Große (CDU). Laut Michendorfs Bürgermeister Reinhard Mirbach (CDU) will sich seine Gemeinde mit drei Vorhaben beteiligen. Er nannte den Bau des Radwegs zwischen den Ortsteilen Fresdorf und Stücken. Dort klafft die letzte Lücke in dem Radweg Richtung Zauchwitz, der Michendorf und Beelitz verbindet. Außerdem soll ein Kunstwanderweg angelegt werden, der von Wilhelmshorst über Stücken bis zum Naturpark Nuthe-Nieplitz führt. Mirbach bringt auch ins Spiel, „die Unterstützung eines privaten Engagements für den Kauf und die Sanierung des Michendorfer Bahnhofs“ als Vorhaben für den Wettbewerb anzumelden. Er verweist auf Bestrebungen, etwa einen Verein zu gründen, der den Bahnhof, der als Eingangstor in die Region gesehen wird, kaufen und betreiben könnte. Den Kauf durch die Kommune hatte eine knappe Mehrheit der Gemeindevertreter abgelehnt.

Von Jens Steglich

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