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Potsdam-Mittelmark Eine Stadt im Ausnahmezustand
Lokales Potsdam-Mittelmark Eine Stadt im Ausnahmezustand
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20:37 05.06.2016
Mit einem großen Festumzug feierten die Beelitzer am Wochenende wieder ihr weißes Edelgemüse. Quelle: CHristel Köster
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Beelitz

„Mir geht das Herz auf, wenn ich sehe, wie viele Menschen hier feiern“, sagte der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) am Sonntag überglücklich auf dem Spargelfest. Seine Prognose: „Es werden 3000 bis 4000 Besucher mehr als im Vorjahr sein – da waren es rund 35 000 Gäste.“ Auch Sarah Wladasch, Spargelkönigin 2016, schließt sich an: „So voll habe ich die Stadt noch nie erlebt! Bei den Auftritten von „Voxxclub“ und Jürgen Drews, dem „König von Mallorca“, hatten die Leute vorn nicht mal genug Platz zum Applaudieren.“ Die Feier verlief aber erfreulicherweise sehr friedlich – ein Taschendiebstahl, zwei Platzverweise, ein paar Kreislaufbeschwerden und eine Schnittwunde war die Bilanz nach den ersten beiden Tagen. „Keine Drogenvorfälle oder so“, war Knuth erleichtert.

Mit dabei waren nicht nur Beelitzer und Besucher auch benachbarter Gemeinden, sondern ebenso Weggezogene, die es teilweise jedes Jahr zum Spargelfest zieht, Gäste aus anderen Bundesländern wie Thüringen, Hamburg oder Bayern, oder auch aus der Schweiz und sogar aus Schottland, wie Knuth und Wladasch in ihren vielen Gesprächen erfahren haben.

Der Festumzug spiegelt die große Begeisterung wieder: Gab es in den Vorjahren meist 30 bis 40 Schaubilder, so waren es diesmal 50 Beelitzer Institutionen, Vereine, Betriebe und andere, die mit von der Partie sein wollten. Aus Sicherheitsgründen wurde die nun sehr lange Parade daher erstmals über eine andere Strecke geführt. Auf der Bühne waren außerdem die aktuelle und 18 „verflossene“ Spargelköniginnen zu bewundern – in diesem Jahr feierte diese Tradition ihr 20-jähriges Bestehen. In diesem Jahr führte ein Busshuttle vom Bahnhof Beelitz-Stadt über das Fest zum Spargelmuseum. Firmen präsentierten sich und ihre Produkte auf der Hauptbühne. Ebenfalls neu im Festprogramm war die Showküche des Verbandes zur Förderung des ländlichen Raumes in Brandenburg „pro agro“, in der mit regionalen Produkten gekocht wurde.

Zu Beginn der Saison hatte der Spargel den Bauern ein wenig Sorge bereitet. Spargelbauer Jürgen Jakobs vom Beelitzer Spargelverein erklärte, dass vom 1. April bis zum Muttertag aufgrund des ungünstigen Wetters im April die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte. Seit Pfingsten habe es dann hingegen ein sehr großes Überangebot gegeben, erst seit Mitte dieser Woche seien Angebot und Nachfrage in etwa im Gleichklang, weil viele frühe Anlagen bereits abgeerntet wären.

Im Vergleich zu den beiden Vorjahren läge der Ernteerfolg in diesem Jahr in etwa dazwischen – 2014 sei das beste Spargeljahr des Jahrzehnts gewesen, 2015 habe es die schlechteste Ernte gegeben. „Wir sind zufrieden“, so Jakobs. Man werde auf den rund 1 800 Hektar in der Region Beelitz rund neun Millionen Kilogramm Spargel ernten – im Vorjahr waren es 8,2 und 2014 knapp zehn Millionen Kilo. Jakobs, der während des Spargelfestes einen Gastronomiebetrieb in der Altstadt betreibt, verriet den kulinarischen Renner unter den Brandenburgern: „80 Prozent wollen Spargelschnitzel!“

Begeistert von dem Fest ist auch Winzer Manfred Hofmann aus dem österreichischen Rust. Er möchte unbedingt wiederkommen – am liebsten mit der burgenländischen Weinkönigin. Und prompt wurde mit dem Bürgermeister eine Städtepartnerschaft zwischen den beiden Orten angedacht.

Mehr Fotos unter www.maz-online.de/spargelfest-2016

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