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Potsdam-Mittelmark Beelitz hat eine neue Königin
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz hat eine neue Königin
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18:52 01.03.2016
Die neue Beelitzer Spargelkönigin Sarah Wladasch (29). Quelle: Foto: Gérard Lorenz
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Beelitz

Das Beelitzer Spargelland hat eine neue Majestät. Wie von Spargelvereinschef Manfred Schmidt am Dienstag zu erfahren war, hat der Vereinsvorstand Sarah Wladasch zur Spargelkönigin gewählt. Die 29-Jährige wird nun für ein Jahr die Beelitzer Region und das Edelgemüse repräsentieren. „Wir hatten drei tolle Bewerberinnen. Von der Ausstrahlung waren alle drei wunderbar“, sagte Schmidt der MAZ. Die frisch gekürte Königin habe vor allem mit ihrem sehr guten Detailwissen über den Spargelanbau und über die Stadt Beelitz und deren Historie brilliert, so der Vereinschef. Sie habe dieses Jahr familiär und beruflich auch ein bisschen mehr Luft, um das neue Amt voll auszufüllen, sagte er. Spargelköniginnen haben viel zu tun. Laut Schmidt sind es 50 bis 60 Veranstaltungen, auf denen die neue Regentin als Werbeträgerin der Region die Fahne der Heimat hochhalten wird. Sie ist inzwischen die 20. Hoheit seit 1997, als Beelitz damit begann, einmal im Jahr Spargelköniginnen zu küren. Sie freue sich riesig auf die neue Aufgabe – „auf die vielen spannenden Begegnungen und schönen Erlebnisse“, sagte die 29-Jährige, die die Nachfolge von Dana Beiler antritt.

Sarah Wladasch ist in Berlin geboren und aufgewachsen, hat ihren familiären und beruflichen Mittelpunkt aber in der Spargelregion. Beelitz ist für sie vor allem auch mit schönen Kindheitserlebnissen verbunden. „Ich habe viel Zeit bei meinen Großeltern und meiner Uroma im heutigen Ortsteil Wittbrietzen verbracht“, erzählt sie. Mit ihrem Opa hat sie im Garten auch Spargel gestochen.

In Berlin ging sie zur Schule, machte dort ihr Abitur und absolvierte eine Ausbildung zur Zahntechnikerin, blieb aber dabei immer mit dem Spargelland verbunden. Nebenher jobbte sie in der Gastronomie auf dem Beelitzer Jakobs-Hof. Heute arbeitet die Spargelkönigin bei einem ambulanten Pflegedienst, den ihre Mutter seit 1994 betreibt. „Meine Mama hat aber gesagt: Wenn du bei mir arbeiten willst, musst du studieren“, sagte sie und lacht. Und so büffelt die Tochter im Fernstudium Pflegemanagement. Den Nebenjob auf dem Jakobs-Hof hat sie trotzdem noch. So war sie dieses Jahr auch bei der Grünen Woche in Berlin dabei, wo die Jakobs-Höfe die Restaurantterrasse betreiben. Zur nächsten Grünen Woche wird sie dann als Spargelkönigin auftreten. Neben dem Spargelfest und anderen Höhepunkten steht auch die Freiwillige Feuerwehr auf dem Besuchsprogramm. Die Beelitzer Wehr feiert 2016 ihr 120-jähriges Bestehen. Mit ihr ist die neue Königin auf besondere Weise verbunden. Ihr Freund ist dort Brandbekämpfer und sie unterstützt die Ortswehr, wo sie kann:„Beim Halloweenfeuer oder auf dem Adventsmarkt wirbele ich im Hintergrund.“ Die erste Amtshandlung als neue Majestät steht am 14. April an, wenn sie zum Spargelanstich die neue Saison eröffnet. „Ich habe zwar seit einigen Jahren nicht mehr selbst gestochen – aber das ist wie Fahrradfahren: Man verlernt es nicht.“

Spargelanstich am 14. April

Den traditionellen Spargelanstich veranstaltet dieses Jahr der Spargelverein erstmals zusammen mit der Stadt Beelitz – am 14. April an zwei Standorten.

Die ersten Stangen werden vor den Toren der Stadt auf einem Feld in der Nähe der Bockwindmühle gestochen.

Zugleich ist im Stadtzentrum auf dem Kirchplatz ein Fest mit Musikprogramm und einem Regionalmarkt geplant. Unter anderem tritt die Band „Die 3 Z’widern“ auf.

Auf dem Kirchplatz wird zudem ein neuer Brunnen eingeweiht, den der Beelitzer Spargelverein bei dem Nürnberger Karikaturisten Lutz Backes in Auftrag gegeben hat. Den Brunnen ziert die Skulptur einer historischen Spargelstecherin.

Lutz Backes hatte bereits die Büste des Spargelpioniers Carl Herrmann im Lustgarten entworfen.

Die ersten Stangen werden auf einem Feld in der Nähe der Bockwindmühle aus der Erde geholt. Die Felder rund um Beelitz sind für die Ernte vorbereitet, die Folien sind drauf, sagte Vereinschef Manfred Schmidt. Eine Prognose, wie die Ernte ausfallen könnte, will er noch nicht wagen. Alles hängt vom Wetter ab. „Die Sonne muss kommen. Wenn sie scheint, geht es los“, so Schmidt. Momentan sei es im Boden noch zu kühl. „Derzeit haben wir etwa sechs Grad im Boden. Bei über zehn Grad an der Wurzel sprießt der Spargel.“

Von Jens Steglich

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