Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Potsdam-Mittelmark Beelitz plötzlich im Laga-Finale
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz plötzlich im Laga-Finale
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 15.06.2017
Der geplante Nieplitz-Park als mögliches Kerngebiet der Gartenschau soll auch ohne einen Laga-Zuschlag bis Ende 2018 entstehen. Quelle: plancontext
Anzeige
Beelitz

Der Stadt Beelitz bietet sich unverhofft eine neue Chance, die Landesgartenschau (Laga) auszutragen. Wie das Brandenburger Agrar-Ministerium am Mittwoch mitteilte, hat die Landesregierung den Weg freigemacht für die Ausrichtung einer 7. Gartenschau im Jahr 2022. Neu ist, dass diese Laga über einen begrenzten Wettbewerb vergeben werden soll. Zur Teilnahme daran sollen die Städte Beelitz und Spremberg aufgefordert werden, die sich bereits an der Ausschreibung für die Laga 2019 beteiligt hatten und bis ins Finale kamen. Sieger der Endrunde wurde Wittstock, das in zwei Jahren zur Blumenschau einlädt.

Durch den Wegfall des mit viel Aufwand verbundenen zweistufigen Bewerbungsverfahrens steht Beelitz plötzlich im Laga-Finale und hat nur noch einen Mitbewerber. „Für die Stadt ist das eine Sensation“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis). Als er vom Kabinettsbeschluss erfuhr, habe er sofort alle Stadtverordneten angerufen. Von fast allen habe er Zuspruch gehört. Die Stadtverordnetenversammlung muss für die erneute Laga-Bewerbung noch grünes Licht geben. „Alles, was ich so höre, auch von meinen Kollegen, sagt mir, dass wir die Chance wahrnehmen werden“, sagte Kathrin Wiencek (UKB/BBB), Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Den auf zwei Finalisten begrenzten Wettbewerb für die Laga 2022 und das Abgehen vom Vier-Jahres-Rhythmus (der reguläre Termin wäre 2023) begründet das Agrarministerium mit zeitlich ungünstig liegenden Förderperioden. Die finanzielle Unterstützung der Laga erfolgt über EU-Fördermittel. „Die laufende Förderperiode endet 2020, das heißt, bis dahin müssen aus dem für Brandenburg verfügbaren EU-Budget die Bewilligungen erfolgt sein. Jeder Übergang in eine neue EU-Förderperiode ist mit Unwägbarkeiten verbunden“, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD). Die Unwägbarkeiten seien gerade mit Blick auf die Diskussionen über Reformen in der EU und den Brexit besonders groß. „Eine Planung einer Landesgartenschau in der nächsten EU-Förderperiode könnte dazu führen, dass wir erst 2028 eine Durchführung realisieren können“, so Vogelsänger. Die bereits ausgearbeiteten Konzepte, die Beelitz und Spremberg für 2019 vorgelegt haben, seien eine gute Grundlage, um eine erfolgreiche 7. Landesgartenschau ausrichten zu können.

Der Beelitzer Bürgermeister spricht von einem Glücksfall für die Stadt und der Chance, „mit etwas Glück“ eine Landesgartenschau erstmals in die Region südwestlich von Potsdam zu holen. „Das Schöne ist, dass wir die Laga-Planung nie ganz zur Seite gelegt haben.“ Mit Hilfe von EU-Fördermitteln sollen bereits dieses Jahr die Arbeiten am Nieplitz-Park beginnen, der Kerngebiet in der Laga-Bewerbung für 2019 war. Knuth sieht auch „riesige Chancen“, bei einem Laga-Zuschlag etwa die Innensanierung der Stadtpfarrkirche oder die Sanierung des Freibades auf den Weg zu bringen, das mit in die Laga-Kulisse integriert werden soll. Das bisherige Konzept soll Grundlage für die neue Bewerbung sein. „Von den beiden Städten wird aber erwartet, dass sie Punkte, die nicht ganz stimmig waren, nachbessern“, sagte Knuth. 2022 sei für Beelitz auch der wesentlich bessere Termin. „So haben wir drei Jahre mehr Zeit.“

Neue Chance auf die Landesgartenschau

Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth geht davon aus, dass eine Entscheidung, wer die Laga 2022 austrägt, noch dieses Jahr fallen wird.

Auch wenn das eigene Konzept überarbeitet werden soll, werde sich der Kostenrahmen, der für die Laga 2019 ermittelt wurde, nicht groß ändern. In der zuletzt reduzierten Variante waren es acht bis zehn Millionen Euro, 75 Prozent würden gefördert.

Von Jens Steglich

Weil er seinen damaligen Geschäftspartner 2009 mit einem Schuss in den Hinterkopf getötet haben soll, muss sich ein heute 60-Jähriger aus Potsdam seit Donnerstag vor dem Landgericht Potsdam verantworten. Zum Prozessauftakt weist der Angeklagte alle Vorwürfe von sich.

15.06.2017

Die zwischen Nuthetal und Hohem Fläming gewünschten Fahrplan- und Linien-Optimierungen für RE 7 und RB 33 sind zugesagt. Allerdings müssen sich Pendler und Ausflügler in Geduld üben. Sie treten allerdings frühestens in fünf Jahren in Kraft.

17.06.2017
Potsdam-Mittelmark Haste Töne? – in Kleinmachnow, Stahnsdorf und Güterfelde - Pralles Wochenende für Bläser-Freunde

Die Jugendblasorchester aus Nienburg und Kleinmachnow konzertieren am Wochenende gemeinsam in der Region Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf. Beide Orchester bieten fetzige Blasmusik und können Jung und Alt begeistern. Es wird einige Gelegenheiten geben, die jungen Musiker zu erleben.

14.06.2017
Anzeige