Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Beelitz plötzlich im Laga-Finale

Spargelstadt hat Chance auf Landesgartenschau 2022 Beelitz plötzlich im Laga-Finale

Die Stadt Beelitz steht unverhofft im Finale um die Austragung der Brandenburger Landesgartenschau im Jahr 2022. Diese Blumenschau will das Agrar-Ministerium in einem begrenzten Wettbewerb vergeben, der zum Duell zwischen der Spargelstadt und Spremberg wird.

Beelitz 52.239001 12.9700563
Google Map of 52.239001,12.9700563
Beelitz Mehr Infos
Nächster Artikel
Wieder verursacht Senior schlimmen Crash

Der geplante Nieplitz-Park als mögliches Kerngebiet der Gartenschau soll auch ohne einen Laga-Zuschlag bis Ende 2018 entstehen.

Quelle: plancontext

Beelitz. Der Stadt Beelitz bietet sich unverhofft eine neue Chance, die Landesgartenschau (Laga) auszutragen. Wie das Brandenburger Agrar-Ministerium am Mittwoch mitteilte, hat die Landesregierung den Weg freigemacht für die Ausrichtung einer 7. Gartenschau im Jahr 2022. Neu ist, dass diese Laga über einen begrenzten Wettbewerb vergeben werden soll. Zur Teilnahme daran sollen die Städte Beelitz und Spremberg aufgefordert werden, die sich bereits an der Ausschreibung für die Laga 2019 beteiligt hatten und bis ins Finale kamen. Sieger der Endrunde wurde Wittstock, das in zwei Jahren zur Blumenschau einlädt.

Durch den Wegfall des mit viel Aufwand verbundenen zweistufigen Bewerbungsverfahrens steht Beelitz plötzlich im Laga-Finale und hat nur noch einen Mitbewerber. „Für die Stadt ist das eine Sensation“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis). Als er vom Kabinettsbeschluss erfuhr, habe er sofort alle Stadtverordneten angerufen. Von fast allen habe er Zuspruch gehört. Die Stadtverordnetenversammlung muss für die erneute Laga-Bewerbung noch grünes Licht geben. „Alles, was ich so höre, auch von meinen Kollegen, sagt mir, dass wir die Chance wahrnehmen werden“, sagte Kathrin Wiencek (UKB/BBB), Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Den auf zwei Finalisten begrenzten Wettbewerb für die Laga 2022 und das Abgehen vom Vier-Jahres-Rhythmus (der reguläre Termin wäre 2023) begründet das Agrarministerium mit zeitlich ungünstig liegenden Förderperioden. Die finanzielle Unterstützung der Laga erfolgt über EU-Fördermittel. „Die laufende Förderperiode endet 2020, das heißt, bis dahin müssen aus dem für Brandenburg verfügbaren EU-Budget die Bewilligungen erfolgt sein. Jeder Übergang in eine neue EU-Förderperiode ist mit Unwägbarkeiten verbunden“, sagte Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD). Die Unwägbarkeiten seien gerade mit Blick auf die Diskussionen über Reformen in der EU und den Brexit besonders groß. „Eine Planung einer Landesgartenschau in der nächsten EU-Förderperiode könnte dazu führen, dass wir erst 2028 eine Durchführung realisieren können“, so Vogelsänger. Die bereits ausgearbeiteten Konzepte, die Beelitz und Spremberg für 2019 vorgelegt haben, seien eine gute Grundlage, um eine erfolgreiche 7. Landesgartenschau ausrichten zu können.

Der Beelitzer Bürgermeister spricht von einem Glücksfall für die Stadt und der Chance, „mit etwas Glück“ eine Landesgartenschau erstmals in die Region südwestlich von Potsdam zu holen. „Das Schöne ist, dass wir die Laga-Planung nie ganz zur Seite gelegt haben.“ Mit Hilfe von EU-Fördermitteln sollen bereits dieses Jahr die Arbeiten am Nieplitz-Park beginnen, der Kerngebiet in der Laga-Bewerbung für 2019 war. Knuth sieht auch „riesige Chancen“, bei einem Laga-Zuschlag etwa die Innensanierung der Stadtpfarrkirche oder die Sanierung des Freibades auf den Weg zu bringen, das mit in die Laga-Kulisse integriert werden soll. Das bisherige Konzept soll Grundlage für die neue Bewerbung sein. „Von den beiden Städten wird aber erwartet, dass sie Punkte, die nicht ganz stimmig waren, nachbessern“, sagte Knuth. 2022 sei für Beelitz auch der wesentlich bessere Termin. „So haben wir drei Jahre mehr Zeit.“

Neue Chance auf die Landesgartenschau

Der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth geht davon aus, dass eine Entscheidung, wer die Laga 2022 austrägt, noch dieses Jahr fallen wird.

Auch wenn das eigene Konzept überarbeitet werden soll, werde sich der Kostenrahmen, der für die Laga 2019 ermittelt wurde, nicht groß ändern. In der zuletzt reduzierten Variante waren es acht bis zehn Millionen Euro, 75 Prozent würden gefördert.

Von Jens Steglich

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Potsdam-Mittelmark
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg