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Beelitz richtet die Laga 2022 aus

Landesgartenschau in Brandenburg Beelitz richtet die Laga 2022 aus

Die Stadt Beelitz richtet die Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2022 aus. Das beschloss die Landesregierung in einer Kabinettssitzung am Dienstag. Die Spargelstadt hat sich im Finale gegen Spremberg durchgesetzt. Der Bürgermeister verspricht, es werde „ein Gartenfest für alle Sinne“.

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Ein „Gartenfest für alle Sinne“ soll die Landesgartenschau 2022 in Beelitz werden.

Quelle: Stadt Beelitz

Beelitz. Die Spargelstadt an der Nieplitz richtet die 7. Brandenburgische Landesgartenschau (Laga) im Jahr 2022 aus. Das beschloss die Landesregierung in einer Kabinettssitzung am Dienstag. Die Interministerielle Arbeitsgruppe (Imag) hatte Beelitz einstimmig als Gastgeber der Leistungsschau des gärtnerischen Berufsstandes empfohlen. Die Jury aus Vertretern des Städte- und Gemeindebundes sowie des Vereins zur Förderung von Landesgartenschauen prüft und bewertet die Konzepte der Bewerber für die Schau.

Ein „Gartenfest für alle Sinne“

„Ich bin überglücklich über diese Entscheidung und kann es im Moment noch gar nicht richtig fassen. Ich danke der Landesregierung für ihr Vertrauen“, sagt der Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis). Die Landesgartenschau 2022 soll ein „Gartenfest für alle Sinne“ werden. Gemeinsam mit dem Projektentwickler Michael Steinland und Stadtkämmerer Uwe Hensel hatte er die überarbeitete Bewerbungskonzeption der Stadt Beelitz vor der Imag verteidigt.

Spremberg zieht den Kürzeren

Mit Blick auf den geplanten Einsatz von Zuwendungen aus der laufenden EU-Förderperiode 2017 bis 2020 war im Juni dieses Jahres ein verkürztes Bewerbungsverfahren vereinbart worden, erklärt Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD). „Wir hatten die Städte Beelitz und Spremberg gebeten, ihre bereits vorliegenden Konzepte für die Landesgartenschau 2022 zu überarbeiten und sich erneut zu beteiligen.“ Beide Städte hätten interessante und professionell vorbereitete Konzepte vorgelegt, bescheinigt ihnen der Minister. Den unterlegenen Sprembergern verspricht Vogelsänger, die Projekte, die sie für die Landesgartenschau eingereicht hatten, genau anzusehen und mit der Stadt zu prüfen, was davon umgesetzt werden kann.

Beelitz will Nachbarkommunen mit ins Boot holen

„Die Landesgartenschauen haben die jeweiligen Ausrichter auch immer ein kräftiges Stück in ihrer Entwicklung vorangebracht. Darin sehen auch wir eine Chance für unsere Stadt über den Zeitraum der Schau hinaus“, ist Knuth zuversichtlich. Außerdem könne Beelitz noch wirkungsvoller für seine Region als Reiseziel und als Wirtschaftsstandort werben. Die Stadtverwaltung arbeitet gegenwärtig ohnehin an einer Entwicklungskonzeption für die nächsten Jahre. „Wir werden eng mit den Nachbarkommunen zusammenarbeiten und auch den Landkreis Potsdam-Mittelmark mit ins Boot holen“, verspricht der Bürgermeister.

Die kontinuierliche Sanierung der Altstadt in den zurück liegenden Jahren, die aufstrebende Kunst und Kultur in Beelitz sowie die Wiederbelebung von Beelitz-Heilstätten in jüngster Zeit seien wesentliche Kriterien für die Entscheidung der Jury gewesen, meint Vogelsänger. Mit der Umsetzung des Laga-Konzeptes will Beelitz seine modelhafte Entwicklung nachhaltig fortsetzen.

„Park am Mühlenfließ“ wird Laga-Kerngelände

So soll der geplante „Park am Mühlenfließ“ – das Kerngelände der Landesgartenschau – noch mehr zu einem Gebiet für Freizeit und Erholung werden. Ein entscheidender Schwerpunkt wird dabei die Wiederöffnung des Mühlenfließes sein, das zu DDR-Zeiten zugeschüttet wurde. Mit dem Umbau des ehemaligen Klärwerkes zu einem kulturellen und sportlichen Zentrum beseitigt die Stadt zugleich einen städtebaulichen Missstand. Neben dem Kerngelände sollen auch der Park am Wasserturm, die Bockwindmühle sowie die umliegenden Spargelhöfe in die Laga eingebunden werden. Ein „Spargelexpress“, ein kostenloser Elektrobus, bringt dann die Besucher zu den Attraktionen in der Stadt, in Beelitz-Heilstätten und zu den Erlebnishöfen der Region.

15 Millionen Euro plant Beelitz für die Laga ein

Für die Landesgartenschau 2022 in Beelitz hat die Stadtverwaltung Gesamtkosten in einer Höhe von annähernd 15 Millionen Euro berechnet. Etwa elf Millionen Euro werden für notwendige Investitionen veranschlagt. Der Rest ist für Personal- und Sachkosten eingeplant.

Das Land Brandenburg will sich auch in Beelitz an den Laga-Investitionen finanziell beteiligen. Den Eigenanteil an den förderfähigen Maßnahmen und die Kosten für die Durchführung der Landesgartenschau sowie für die anschließende Nachnutzung des Laga-Geländes muss die Stadt Beelitz allerdings selbst tragen.

Von Heinz Helwig

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