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Eine Stadt will aufblühen

Beelitz Eine Stadt will aufblühen

Beelitz will sich im kommenden Frühjahr noch ein gutes Stück bunter präsentieren – mit Hunderttausend Tulpen, Narzissen und Allium, so genanntem Zierlauch. Die niederländische Firma „Flower your Place“, die europaweit Städte im Handumdrehen zum Blühen bringt, setzte dieser Tage die Blumenzwiebeln mit einer speziellen Pflanzmaschine in den Boden.

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Sietzo Ijzer von der niederländischen Firma „Flower your Place“ setzte dieser Tage in Beelitz die Blumenzwiebeln in die Erde.

Quelle: Th. Lähns

Beelitz. Die Stadt Beelitz will sich im kommenden Frühjahr noch ein gutes Stück bunter präsentieren – mit Hunderttausend Tulpen, Narzissen und Allium, so genanntem Zierlauch. Die niederländische Firma „Flower your Place“, die europaweit Städte im Handumdrehen zum Blühen bringt, setzte dieser Tage die Blumenzwiebeln mit einer speziellen Pflanzmaschine entlang der Clara-Zetkin-Straße und der Karl-Marx-Straße in den Boden. Wenn die Temperaturen nach dem Winter wieder wärmer werden, sollen die ersten Blumen ihre Köpfe aus der Erde strecken.

„Durch die Mischung aus früher und später blühenden Pflanzen schaffen wir ein Farbenspiel, das über viele Wochen andauern wird“, verspricht sich Bürgermeister Bernhard Knuth (Bürgerbündnis) von dieser Aktion. Mindestens drei Monate lang sollen Spaziergänger, aber auch Autofahrer etwas davon haben. Diese ersten Blumen sollen nur der Anfang sein: Wenn sich die Mischung und die Pflanztechnik bewähren, sollen sie auch in den anderen Beelitzer Ortsteilen angewendet werden. „Wir unterstreichen damit auch unsere Bewerbung für die Landesgartenschau 2022“, sagt Knuth. Viele Durchreisende sollen entlang der Beelitzer Hauptdurchfahrtsstrecke sehen, dass die Stadt buchstäblich in voller Blüte steht.

Die jetzt gesteckten Blumen würden noch in sechs Jahren für Freude sorgen, wenn die Gartenschau ihre Tore öffnet, ist sich Jorg Rouwmaat vom Unternehmen „Flower your Place“ sicher. „Sie halten sogar bis zu acht Jahre.“ Bei der Pflanzung öffnet der spezielle Pflug die Erde nur einen Spalt breit und lässt die Blumenzwiebeln in genau vorgegebenen Abständen hineinfallen – hundert Stück pro Quadratmeter. Automatisch wird die Reihe dann wieder geschlossen, die Grasnarbe wird dadurch kaum beschädigt.

Der Name „Flower your Place“ ist für das niederländische Unternehmen Programm: Programm. Frei übersetzt bedeutet er „Lass uns Deinen Ort mit Blumen bestücken“. Dieses Angebot nehmen offensichtlich auch immer mehr Städte an, berichtet Rouwmaat. Er selbst war vor wenigen Tagen in Magdeburg im Einsatz. Danach wurde er schon im sächsischen Eilenburg erwartet. Demnächst wird das niederländische Unternehmen etwa drei Hektar in der irländischen Hauptstadt Dublin bepflanzen.

„Es geht nicht nur um das Optische, sondern auch um Biodiversität“, erläutert der Bereichsmanager. Viele Kommunen schreiben sich mittlerweile auf die Fahnen, mehr für Insekten zu tun und das Nahrungsangebot für Bienen, Schmetterlinge und Käfer zu verbessern.

Diese Initiative ist auch in Beelitz schon seit längerem ein Thema: Seit knapp einem Jahr bepflanzt der Verein „Blühstreifen Beelitz e. V.“ gemeinsam mit Beelitzer Landwirten Teile von deren Ackerflächen mit Wildblumen. Die Stadt Beelitz unterstützt diese Kooperationen – und leistet auf ihren eigenen Flächen nun ebenfalls einen blühenden Beitrag.

Von Thomas Lähns

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