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Beelitz Baugenossenschaft kommt ins Seniorenalter
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Baugenossenschaft kommt ins Seniorenalter
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00:47 02.05.2018
Können viel über die wechselvolle Geschichte der Beelitzer Baugenossenschaft berichten: Hans-Jürgen Röming, ehemaliger Lehrausbilder, Dieter Tietz, heutiger Vorstand, und Gründungsmitglied Karl Gedicke (v. l.). Quelle: Heinz Helwig
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Beelitz

Ein Wohnhaus für altersgerechtes Wohnen will die Beelitzer Baugenossenschaft in den nächsten Jahren auf ihrem Grundstück in der Brücker Straße in Beelitz errichten. Maximal drei Millionen Euro soll dieses Projekt kosten, sagt Genossenschaftsvorstand Dieter Tietz. In dem Haus sollen Ein- bis Dreiraumwohnungen entstehen, die mit dem Aufzug und über breite Flure und Türen barrierefrei erreichbar sind. Die Anzahl der Wohnungen hänge davon ab, wie viele sich für die genante Investitionssumme in dem Gebäude einrichten ließen, meint Tietz. Etwa 2020/2021 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Vermieten will sie die Genossenschaft selbst. Wann die Bauarbeiten beginnen, steht noch nicht fest. Derzeit stecke das Vorhaben noch in der Planung.

Die Baugenossenschaft hat selbst schon das Seniorenalter erreicht. Sie feiert am 5. Mai im Landgasthof „Zur Lindenschenke“ in Elsholz ihr 60-jähriges Bestehen. Zur Jubiläumsfeier werden zehn der 17 Gründungsmitglieder von damals erwartet. Einer von ihnen ist der frühere Zimmerermeister Karl Gedicke, der später sein Grundstück als Grundstock für den Verwaltungssitz in die Genossenschaft einbrachte.

Das Restaurant in Elsholz wurde nicht zufällig für die Jubiläumsfeier ausgesucht. Dort gründete sich am 17. April 1958 die Produktionsgenossenschaft (PGH) des Bauhandwerks. Damals hieß der Landgasthof noch Gaststätte Fryder. Etwa ein halbes Jahr später gründeten auch die Tischlermeister Wilhelm Klatt und Wilhelm Haak, der Elektromeister Willi Lucko, der Schlossermeister Erwin Schulz und der Glasermeister Heinz Schulz im damaligen Hotel Wehner in Beelitz die PGH des Ausbauhandwerks.

Gründungsmitglied Karl Gedicke brachte sein Grundstück (Archivfoto) bei der Bildung der Genossenschaft mit ein. Damit war der Grundstock für einen zentralen Verwaltungssitz gelegt. Quelle: privat

Nach einer mehrjährigen Kooperation entschieden sich die beiden Genossenschaften 1975 zur PGH des Bau- und Baunebenhandwerkes zu fusionieren. Nun konnten die verschiedenen Gewerke an einem Firmensitz konzentriert werden, was die Leistungsfähigkeit der Genossenschaft erhöhte. Anlagen und Lagerräume auf dem Betriebsgelände wurden meist von den Genossenschaftern selbst errichtet. „Wir führten auch eine solide und umfassende Lehrausbildung ein“, sagt Hans-Jürgen Röming. Er war viele Jahre Lehrausbilder in der Genossenschaft.

Die Wende zwang die Beelitzer Baugenossenschaft, wie sie sich seit den 1990-er Jahren nennt, ihre bisherigen Handwerksbereiche in eigenständige Tochterunternehmen umzuwandeln. Der Genossenschaft blieb nur noch die Verwaltung und Verwertung des Genossenschaftseigentums, zu dem auch das Betriebsgelände gehört. Dort haben sich jetzt 15 kleinere Firmen niedergelassen, eine weitere kommt bald hinzu. „Wir haben noch einige Büroräume frei, aber keine Lagerflächen mehr“, sagt Vorstand Dieter Tietz.

Genossenschaft hat rund 40 Mitglieder

Die Beelitzer Baugenossenschaft hat derzeit etwa 40 Mitglieder.

Den Vorstand der Genossenschaft bilden Dieter Tietz und der Dachdeckermeister Dieter Radecker.

Im Aufsichtsrat der Genossenschaft sitzen drei Mitglieder. Aufsichtsratsvorsitzender ist Heiko Wittenberg.

Die Mitgliedschaft ist vererbbar. Jeder kann maximal zehn Genossenschaftsanteile erwerben, hat in der Versammlung aber nur eine Stimme.

Von Heinz Helwig

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