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Beelitz „Deutsches Haus“ wird wiedereröffnet
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz „Deutsches Haus“ wird wiedereröffnet
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17:37 17.01.2019
In neuer Schönheit: Das „Deutsche Haus“ mit dem Verbindungsbau (l.). Quelle: Stadt
Beelitz

Das Sanierungswerk ist vollbracht, Beelitz erhält ein weiteres architektonisches Kleinod zurück. Wie die Stadt am Donnerstag mitteilte, wird das „Deutsche Haus“ nach anderthalbjähriger Bauzeit am 1. Februar, 18.30 Uhr, mit einem Konzert wiedereröffnet. Aufgrund der großen Nachfrage gibt es am 2. Februar noch einen Zusatztermin, sagte Claudia Krause, Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsabteilung der Stadt.

Das Haupthaus des komplett sanierten Vierseithofes an der Berliner Straße – früher ein Gasthaus mit Fremdenzimmern im Obergeschoss – musste aufgrund der maroden Bausubstanz neu errichtet werden. „Der große Saal wurde nach historischen Fotografien rekonstruiert. Blickfang sind Rundbögen und stuckverzierte Säulen“, sagte Claudia Krause. Der knapp 200 Quadratmeter große Saal, der in Verwaltung der Stadt bleibt, bietet 170 Sitzplätze. „Kino, Konzerte und Theateraufführungen werden den Saal wieder zu einem beliebten Treffpunkt machen“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth.

Wiedergewinnung des „Deutschen Hauses“ kostete 4,5 Millionen Euro

Schauspiellegende Herbert Köfer hat sich bereits begeistert geäußert. „So eine schöne, tiefe Bühne ist ideal für kleine Theater“, so Köfer, der in Beelitz zuletzt im Stück „Pension Schöller“ auf den Brettern einer Freilichtbühne stand.

Neben dem Saal gibt es ein Restaurant. In den Händen von Restaurantpächterin Ilmay Schrödl liegt auch die Vermietung der sieben modernen Ferienappartements, die im Haus entstanden sind. Die Sanierung der einstigen Traditionsgaststätte samt dem dazugehörigen Vierseithof kostete 4,5 Millionen Euro, 615 000 Euro davon flossen aus der Städtebauförderung.

Das Projekt wurde vom Sanierungsträger Stadtkontor Potsdam-Babelsberg betreut, Bauherr sind die Stadtwerke Beelitz. „Das ’Deutsche Haus’ ist nicht nur das letzte der vier prägnanten Eckhäuser an der Beelitzer Hauptkreuzung, das nun wieder neu erstrahlt. Es gehört zugleich zu den letzten kommunalen Gebäuden, die im Auftrag der Stadt seit der Wende saniert wurden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt.

Im Saal wurden schon 1911 Stummfilme gezeigt

Alle vier Eckprojekte seien im geplanten Kosten- und Zeitrahmen entstanden, so die zuständige Bauingenieurin Sigrid von der Heiden vom Sanierungsträger Stadtkontor.

Das „Deutsche Haus“ hat eine lange Geschichte. Ende des 18. Jahrhunderts stand dort noch eine Gärtnerei. 1891 erwarb es der Landwirt August Lintow und betrieb eine Gaststätte. Der später angebaute Saal diente als Lichtspieltheater. Dort flimmerten schon 1911 die ersten Stummfilme über die Leinwand, die auch das Publikum der umliegenden Orte anzogen.

Die Gaststätte entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten zu einem beliebten Ausflugslokal in der beginnenden Blütezeit des Spargelanbaus. Bis Mitte der 1970er Jahre wurde das Haus noch betrieben.

Von MAZ-Online

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