Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Beelitz Fichtenwalde ehrt seine Feuerwehrleute
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Fichtenwalde ehrt seine Feuerwehrleute
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:24 21.12.2018
Fichtenwalde dankte im Sommer seinen Rettern – vorn rechts: Ortswehrführer Sebastian Klamt. Quelle: Stähle/Archiv
Fichtenwalde

Auch wenn es noch nicht ganz vergangen ist, eins ist sicher: Das Jahr 2018 wird in die Geschichte Fichtenwaldes eingehen. Dass es am Ende noch ein erfreuliches Jahr geworden ist und nicht als eines der schlimmsten in der Ortschronik stehen wird, ist vor allem tapferen Feuerwehrleuten zu verdanken, die im heißen Sommer den großen Waldbrand löschten und so den Ort vor einer Katastrophe bewahrten. Insofern lag es in diesem Jahr nahe, bei der traditionellen Ehrung verdienter Bürger an die freiwilligen Feuerwehrleute in Fichtenwalde zu denken.

Eigentlich ist es ja jedes Jahr kurz vor Weihnachten im Ort das bestgehütete Geheimnis, wer die Fichtenwalder Ehrennadel erhält. Dass Ortsvorsteher Tilo Köhn 2018 Brandbekämpfer nach vorn zur Ehrung bitten wird, war keine Überraschung. Beim Festakt am Freitagabend wurde zunächst Ortswehrführer Sebastian Klamt in Vertretung aller Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mit der Fichtenwalder Ehrennadel gewürdigt. Eine überraschende Premiere erlebte der Saal im Hans-Grade-Haus doch: Der Ortsvorsteher verteilte die Ehrennadel, die bislang an Einzelpersonen vergeben wurde, an alle im Saal anwesenden aktiven Feuerwehrleute, die die Ehrung wiederum stellvertretend für das gesamte Team entgegennahmen.

„2018 hat alles Vorherige in den Schatten gestellt“

Köhn erinnerte in seiner Laudatio daran, dass Fichtenwaldes Feuerwehrleute seit Jahrzehnten ehrenamtlich „eine nicht hoch genug einzuschätzende Arbeit“ leisten. „Sie stehen immer bereit, um Leib und Leben, Hab und Gut zu beschützen. Bedingt durch die nahe gelegene Bundesautobahn kommen gerade für unsere Kameradinnen und Kameraden jährliche Einsatzzahlen zustande, die weit über das normale Maß von Ortsfeuerwehren liegen“, sagte Köhn und fügte hinzu: „Das Jahr 2018 aber hat alles Vorherige in den Schatten gestellt.“ Der Waldbrand habe Fichtenwaldes Freiwillige Feuerwehr vor eine bislang ungekannte Probe gestellt. Einige Kräfte waren fast 24 Stunden im Einsatz, bevor die Ablösung kam, so Köhn.„Sie haben alles gegeben, damit das Feuer da bleibt, wo es ist“ und nicht auf den Ort übergreifen kann. „Und das bei Außentemperaturen von 30 Grad.“

Er erinnerte auch an die Welle der Hilfsbereitschaft während und nach dem Brand und an das Dankesfest, bei dem ganz Fichtenwalde Helfer und Retter hochleben ließ. „Das, was die Fichtenwalder da auf die Beine gestellt haben, ist atemberaubend“, sagte damals ein Feuerwehrmann aus Braunschweig, der noch den Satz nachschob: „Wenn ihr uns braucht, sind wir wieder da.“

Der Mann, der die Kunsteisbahn nach Fichtenwalde holte

Juri Iwanow ist zwar kein Feuerwehrmann, aber auch immer da, wenn er gebraucht wird. Er engagiert sich seit Jahren im Ausschuss der Kita „Borstel“, setzt sich für die Belange der Kinder ein und organisiert das Martinsfest. „Dafür sammelt er Geld und Sachspenden für die Verpflegung der etwa 600 Teilnehmer. Der Erlös wird für die Kita und für Vereine im Ort gespendet“, sagte Köhn und ehrte Juri Iwanow mit der Fichtenwalder Ehrennadel.

Im Ort ist der Geehrte bekannt und anerkannt. „Er begeistert viele Eltern, Vereine, Betriebe und Anwohner für seine Ideen.“ Anfang des Jahres organisierte Juri Iwanow für den Ort zum Beispiel eine Kunsteisbahn. Das Schlittschuhlaufen in der Waldgemeinde war so etwas wie der Auftakt für den 110. Geburtstag Fichtenwaldes, der 2018 auch groß gefeiert wurde.

Die Fichtenwalder Ehrennadel

Die Fichtenwalder Ehrennadel wird seit 2001 in einem Festakt an Bürger verliehen, die sich um den Ort verdient gemacht haben.

Die Idee, engagierte Fichtenwalder mit einer Ehrennadel zu würdigen, hatte Meike Johannink.

Wer geehrt wird, beschließt der Ortsbeirat nach Prüfung der Vorschläge in einer geheimen Abstimmung hinter verschlossenen Türen. Die Namen derer, die gewürdigt werden, bleiben ein gut gehütetes Geheimnis.

Der Festakt, bei dem das Geheimnis gelüftet wird, ist jedes Jahr kurz vor Weihnachten ein besonderes Ereignis.

Von Jens Steglich

Staunende Blicke in Wittbrietzen: Am Straßenrand mitten im kleinen Dorf steht ein U-Boot – gebaut von Reinhard Küster, der einen Mann besucht, der sich damit auskennt und einst Matrose auf dem U-Boot 313 war.

21.12.2018
Beelitz Beelitzer spenden für Bedürftige - Mit Herz und Solidarität

Die Spendenbereitschaft der Beelitzer ist groß. Mehr als 90 Kartons mit Spielsachen und Süßigkeiten gehen ins Berliner Estrel-Hotel, wo Musiker Frank Zander mehr als 3000 Obdachlosen ein Weihnachtsmahl serviert.

21.12.2018

Bescherung in Beelitz: Fördermittelbescheide mit einem Volumen von 2,35 Millionen Euro sind in der Spargelstadt übergeben worden. Das Geld fließt unter anderem in die Sanierung der alten Wassermühle.

19.12.2018