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Beelitz Freibad-Freunde machen mobil
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Freibad-Freunde machen mobil
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19:34 25.04.2018
Der Vorschlag des Bürgermeisters sieht vor, dass Beelitzer Freibad bis 2020 weiter zu betreiben und danach durch einen Naturbadesee mit Freizeitflächen an der Treuenbrietzener Straße zu ersetzen. Quelle: Stadt
Beelitz

In Beelitz machen die Freunde des Freibades mobil. Eine Online-Petition für den Erhalt und die Sanierung des Schwimmbades haben bis Mittwochabend 442 Menschen unterschrieben. Sie reagieren damit auf einen Vorschlag von Bürgermeister Bernhard Knuth, zur Landesgartenschau 2022 auf einer Fläche an der Treuenbrietzener Straße einen Naturbadesee zu schaffen, der das sanierungsbedürftige Freibad ersetzen soll.

Die Schwimmbad-Freunde verweisen in der Petition darauf, dass es in der Umgebung schon mehrere Badeseen gebe und gerade Familien das übersichtliche Freibad schätzen. „Eltern haben ihre Kinder jederzeit im Blick“ und wegen der preiswerten Tarife, die die Stadt Beelitz ermögliche, „ist das Freibad ein großer Anlaufpunkt im Sommer für alle Familien jedweder Herkunft“ und unabhängig vom sozialen Status, sagte Initiatorin Barbara Rieder. Am gut 40 Jahre alten Freibad hängen auch Emotionen. „Im Freibad haben viele Generationen von Beelitzern Schwimmen gelernt, auch meine Enkel. Ich bin dafür, dass es erhalten bleibt und modernisiert wird“, sagte Manfred Polenz, der beim Bau des Bades mithalf – „wie viele andere“, betont er. Ältere Beelitzer erzählen, wie nach anfänglicher Skepsis in den 1970er Jahren Schwung in die Sache kam und Bürger mit anpackten. Beelitzer Betriebe stellten Leute, Fahrzeuge und Material zur Verfügung. Fleischer Rößler sorgte dafür, dass die Bauleute und Helfer sich stärken konnten.

„Ich weiß, es ist ein emotionaler Ort“, sagte Bürgermeister Bernhard Knuth. Er verweist indes auf ein Gutachten, das bereits vor acht Jahren zum Ergebnis kam, dass eine Freibadsanierung teuer wäre und der Standort wegen des hohen Grundwasserspiegels problematisch sei. „Der Erhalt des Bades an der Stelle ist dauerhaft wohl nicht möglich und wenn, dann nur mit immensen finanziellen Aufwand“, so Knuth: „Unser Ansatz ist ein positiver: Nämlich eine Alternative zu schaffen, wenn man das Bad dauerhaft an der Stelle nicht erhalten kann.“ Beim Naturbadesee handele es sich erst einmal um eine Idee, deren Machbarkeit noch nicht untersucht wurde.

Wie es weitergehen kann, „darüber wollen wir in eine öffentliche Diskussion eintreten“, sagte Knuth. Kitas und Schulen sollen daran beteiligt werden. Wenn im politischen Raum und in der Debatte mit den Bürgern keine Einigung erzielt werden kann, sieht er als Option, einen Bürgerentscheid durchführen zu lassen. Wenn die Bürger einen Naturbadesee nicht wollen, „wird ein Schwimmbad gebaut“, so Knuth. Aus seiner Sicht müsste das aber „an einem anderen, besser geeigneten Standort“ geschehen.

Freibad: Drei Beelitzer hatten die Idee

Die Initiatoren, die in den 1970er Jahren den Anstoß für den Bau des Freibades gaben, waren die drei Beelitzer Heinz Hauchwitz, Günter Krüger und Karl Bode.

Die Online-Petition für den Erhalt des Beelitzer Freibades läuft auf der Plattform www.change.org.

Der Naturbadesee, so die Idee, soll als Projekt der Landesgartenschau entstehen und das Freibad ersetzen. Die Gartenschau findet 2022 in Beelitz statt.

Von Jens Steglich

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