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Beelitz Fichtenwalder kämpfen für freiwillige Feuerwehrleute
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz Fichtenwalder kämpfen für freiwillige Feuerwehrleute
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01:15 30.09.2018
Die freiwilligen Feuerwehrleute standen im Waldbrandjahr 2018 – wie hier bei Fichtenwalde – unter Dauerbelastung. Quelle: Friedrich Bungert
Fichtenwalde

Vier Fichtenwalder haben eine Petition an den Brandenburger Landtag initiiert, die das Ziel hat, die freiwilligen Feuerwehren im Land zu stärken. Nach den eigenen Erfahrungen mit einem Waldbrand, den vor allem ehrenamtliche Brandbekämpfer Ende Juli kurz vor dem Heimatort stoppten, formulieren die Initiatoren einen Appell mit drei Punkten an die Landesregierung.

In Punkt eins heißt es: „Die Forderung des Landesfeuerwehrverbandes zur Gewährung von Treueprämien ist zu erfüllen.“ Für den Einsatz in der Freiwilligen Feuerwehr ist die Prämie gestaffelt nach Dienstjahren zu zahlen:  Nach zehn Jahren sollen Feuerwehrleute beispielsweise 1000 Euro bekommen, nach 20 Jahren 2000 Euro. Die Treueprämien sollen bis auf 5000 Euro steigen, die nach 50 Dienstjahren zu gewähren sind.

Die Summen liegen deutlich höher als jene, die das Land Brandenburg künftig zahlen will. Nach 20 Dienstjahren will das Land zum Beispiel 750 Euro geben, nach 30 Jahren 1000 Euro. Die Petitionsunterzeichner halten das „für nicht annähernd angemessen“.

Ein Waldbrand hat am Donnerstag für Sichtbehinderungen auf der A9 gesorgt. Die Autobahn wurde gesperrt.

Außerdem wird gefordert, die Brandbekämpfer im Alter besser abzusichern und den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr gesondert bei der Berechnung der Rente zu beachten: „Die Landesregierung wird beauftragt, spätestens im Jahr 2019 eine entsprechende Gesetzesinitiative auf Bundesebene (in den Bundesrat) einzubringen.“ Falls das Anliegen scheitert, ist 2020 eine Regelung für das Land Brandenburg zu treffen, heißt es in der Petition, die bisher 1487 Leute (Stand: 27. September) unterschrieben haben, 1190 davon sind Brandenburger.

Forderungskatalog schließt auch THW und DRK mit ein

Die Petition ist mit einer Unterschriftensammlung verbunden, um dem Anliegen mehr politisches Gewicht zu geben, sagte Fichtenwaldes Ortsvorsteher Tilo Köhn, der zu den vier Initiatoren gehört. Erstunterzeichner sind zudem Heinrich Dankers, Vorsitzender des Fördervereins der Fichtenwalder Feuerwehr, Axel Weber, der auch dem Förderverein angehört, und Windkraftkritiker Winfried Ludwig, Vorsitzender des Waldkleeblatt-Vereins.

In ihrem Forderungskatalog denken die vier Fichtenwalder auch an die Ehrenamtler im freiwilligen Katastrophenschutz, für die sie die Umsetzung vergleichbarer Regelungen fordern. Gemeint sind hier Kräfte etwa des Technischen Hilfswerkes, des Deutschen Roten Kreuzes oder der Notfallseelsorge.

Die Petenten verweisen darauf, dass die größte Last des Brand- und Katastrophenschutzes im Land Brandenburg auf den Schultern der freiwilligen Einsatzkräfte liegt. „Der gesellschaftlichen Nutzen ist enorm.“ Verwiesen wird auf Berlin, das 2016 für 4000 Stellen in der Berufsfeuerwehr Personalkosten von 175,6 Millionen Euro hatte. „Vor diesem Hintergrund sind die finanziellen Auswirkungen unserer Forderungen, die nach vorliegenden Berechnungen zehn Millionen Euro kosten, gering.“

Die Petition kann bis zum 2. November unterzeichnet werden unter www.openpetition.de/!Feuerwehr.

Von Jens Steglich

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