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Beelitz So kämpfen die Waldgemeinden gegen Windräder
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitz So kämpfen die Waldgemeinden gegen Windräder
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10:48 18.03.2019
Velo-Demo- gegen Windkraftanlagen in Borkheide und Borkwalde.
Borkheide/Borkwalde

Bereits zum zweiten Mal mobilisierte die Bürgerinitiative „Im Gegenwind“ zur Velodemo gegen Windräder im Wald. Nach einer kurzen Kundgebung führte der Weg die rund 50 Teilnehmer am Sonnabend vom Borkheider Bahnhofsvorplatz zum Astrid-Lindgren-Platz in Borkwalde und durch die Schwedenhaussiedlung wieder zurück.

Protest gegen Windkraftanlagen in den Waldgemeinden

Ausgerüstet mit Warnwesten und Demonstrationsschildern mit Parolen wie „Wir wollen Waldluft atmen“ machen sie auf ihr Anliegen, den Erhalt des Waldes in der Region, aufmerksam. Weitere Fahrradkorsos sind bereits geplant.

Aktuell gibt es große Sorgen im Umweltverein „Waldkleeblatt – natürlich Zauche e.V.“, in dem die Bürgerinitiative Borkheide/Borkwalde organisiert ist. Die Firma Juwi hat die Genehmigung zum sofortigen Vollzug der Errichtung von 12 Windkraftanlagen in der Reesdorfer Heide erhalten. Dagegen hat der Waldkleeblatt-Verein Klage eingereicht und benötigt nun dringend Spendengelder.

„Wir werden an unseren Infoständen darauf hinweisen“, sagt Ruth Zeidler, die seit fünf Jahren Mitglied der Bürgerinitiative ist. Für die Borkheiderin seien die gesundheitlichen Schäden für den Menschen, die durch die Windkraftanlagen verursacht werden können, noch nicht ausreichend erforscht. „Auch viele Tiere, besonders Vögel und Fledermäuse, würden unter den Windkraftanlagen leiden.“

Dass das Thema nicht nur den Verein beschäftigt, wurde in der jüngsten Gemeindevertretersitzung in Borkheide deutlich. Einwohner berichteten dort, dass die Autobahn immer lauter zu hören sei, da in den Wäldern sehr viel Nutzholz gerodet wurde.

„Für den Bau der Windkraftanlagen müssen noch mehr Bäume gefällt werden“, so Zeidler. Außerdem sinke ohne die Gehölze der Grundwasserspiegel und die Waldbrandgefahr nehme noch zu, betont die Borkheiderin.

Bernd Schulz hat zur Fahrraddemo gleich seine zwei Enkelkinder mitgebracht. „Ich finde es furchtbar, dass Windkraftanlagen in den Wald gebaut werden sollen“, sagt der Borkheider. Die 11-jährige Maja aus Potsdam weiß auch ganz genau Bescheid.

„Bäume sind wichtig für unser Leben.“ Mit dabei ist auch Karin Noack, die mit der Aktion hofft, den Wald schützen zu können. „Wir brauchen Alternativen, aber Windkraftanlagen haben im Wald nichts verloren“, sagt die Borkheiderin.

André Richter ist mit seinem fünfjährigen Sohn Konstantin dabei. „Ich habe so etwas schon ein Mal mitgemacht, beim elterlichen Wohnhaus in Riesa-Großenhain in Sachsen. Dort sollten um den Ort herum 50 Windkraftanlagen gebaut werden – das konnte bisher erfolgreich verhindert werden“, berichtet er, der mit seiner Familie Januar von Stuttgart nach Borkheide gezogen ist.

„Wir wissen einfach nicht, welche Gefahren wie Infraschall von den Windrädern ausgehen.“

Der dritte Fahrradkorso ist am 30. März in Fichtenwalde und ein weiterer im April durch Borkheide geplant.

Von Johanna Uminiski

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