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Beelitzer Eltern werden entlastet

Kitas: Stadtverordnete beschließen auch einen beitragsfreien Monat Beelitzer Eltern werden entlastet

Die Beelitzer Stadtverordneten reagieren auf die Elternproteste und ändern die erst dieses Jahr verabschiedete Kita-Beitragssatzung in drei wesentlichen Punkten. Unter anderem wird erstmals ein beitragsfreier Monat für Eltern von Kita-Kindern in Beelitz eingeführt. Das soll aber noch nicht das Ende der Reform sein.

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In den Beelitzer Kitas gibt es Grund zur Freude.

Quelle: FOTO: dpa

Beelitz. Jetzt ist es beschlossene Sache: Die Stadt Beelitz wird Eltern von Kita-Kindern deutlich entlasten. Die Stadtverordneten haben am Dienstagabend mit großer Mehrheit dafür votiert, die erst dieses Jahr verabschiedete Kita-Beitragssatzung in wesentlichen Punkten wieder zu ändern.

Zuvor hatte sich unter Eltern massiver Protest gegen die geplanten Kita-Beiträge formiert. In der Kritik stand vor allem die zusätzliche Belastung von mittleren Einkommensschichten, die deutlich mehr zahlen sollten, um Eltern mit geringeren Einkommen zu entlasten (MAZ berichtete). Die Stadt reagiert nun mit Korrekturen, die zum Teil allen Eltern zugute kommen. So wird künftig das Kindergeld nicht mehr als Einkommen für die Berechnung der Kita-Beiträge herangezogen. Damit rutschen Eltern automatisch auf niedrigere Beitragsstufen.

Auch von dem Entschluss, erstmals einen beitragsfreien Monat in Beelitz einzuführen, profitieren alle. Eltern zahlen also nur noch für elf Monate im Jahr. Für den Juni sollen künftig keine Beiträge mehr berechnet werden.

Zudem wird die Staffelung zwischen den einzelnen Elternbeiträgen gesenkt. Stiegen bisher zum Beispiel die Beiträge für die Betreuung von Kita-Kindern je 100 Euro mehr an Familieneinkommen um acht Euro, liegt die Steigerungsrate nun bei sieben Euro.

Laut dem Beelitzer Bürgermeister Bernhard Knuth werden nach den Korrekturen gut 60 Prozent der Eltern entlastet. In 19 Prozent der Fälle zahlen Eltern noch bis zu 20 Euro mehr pro Monat als bisher, 14 Prozent müssen 20 bis 60 Euro mehr aufbringen. Knapp sieben Prozent müssen immer noch über 60 Euro und mehr drauf zahlen. Vor den nun beschlossenen Änderungen war die Zahl der Eltern, die entlastet werden, allerdings deutlich geringer.

„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Elternsprecher Oliver Fuchs und fügte hinzu: „Ziel sollte eine sozialverträgliche Satzung sein, mit der am Ende so gut wie alle Eltern und die Stadt leben können.“ Daran soll nun gemeinsam gearbeitet werden.

Geplant ist laut Knuth eine Arbeitsgruppe aus Politik-, Verwaltungs- und Elternvertretern, die einen Vorschlag erarbeiten und dann dem Sozialausschuss zur weiteren Beratung vorlegen soll. „Ziel ist es, die Mittelschicht zu entlasten, indem wir die Beitragsstaffelung auch in die Bereiche der Großverdiener ausdehnen“, sagte Knuth. Derzeit endet die Beitragshöchstgrenze bei einem Familieneinkommen von 4800 Euro Netto. Das heißt: Eltern, die 7000 oder 10 000 Euro Netto im Monat verdienen, zahlen den gleichen Beitrag wie jene mit 4800 Euro. Das soll sich ändern. Vorgesehen ist, eine weiter überarbeitete Beitragssatzung noch in diesem Jahr zu beschließen. Zum 1. Januar 2016 soll sie in Kraft treten.

Von Jens Steglich

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