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Potsdam-Mittelmark Beelitzer Paar kauft das alte E-Werk
Lokales Potsdam-Mittelmark Beelitzer Paar kauft das alte E-Werk
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10:35 20.04.2016
Das alte E-Werk in der Nürnbergstraße 37 wurde 1909 gebaut. Quelle: Picasa
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Beelitz

Das alte Elektrizitätswerk in Beelitz bekommt neue Eigentümer und eine neue Zukunft. Matthias und Margit Mitschke wollen das Gebäude kaufen und sanieren, um darin unter anderem Wohnungen einzurichten. Der Hauptausschuss hat am Montagabend im nicht öffentlichen Teil der Sitzung seinen Segen gegeben, die städtische Immobilie an das Paar zu verkaufen, das seit 30 Jahren in der Stadt lebt und vom Fach ist. Matthias Mitschke ist Geschäftsführer des Ingenieurbüros Provia, seine Frau leitet das Projektmanagement. Die Firma plante und überwachte unter anderem den Bau der Nieplitzbrücke, auch drei Wohn- und Geschäftshäuser in Beelitz stehen auf der Referenzliste.

Das Konzept für das 107 Jahre alte E-Werk sieht vor, im linken Gebäudeflügel vier Wohnungen mit einer Größe von 50 bis 85 Quadratmetern einzurichten. Im Erdgeschoss des rechten, westlich gelegenen Flügels und im Verbindungsbau sollen Atelierwohnungen entstehen, in den Etagen darüber zwei weitere Quartiere. Weil ein anderer Investor in Beelitz-Heilstätten ebenfalls Atelierwohnungen im früheren Frauensanatorium einrichten will, gibt es fürs E-Werk einen Plan B. Im rechten Gebäudeteil kann sich Matthias Mitschke auch Pensionen vorstellen. In dem Fall würde die einstige Generatorenhalle, die erhalten bleibt, in einen Frühstücks- und Gemeinschaftsraum verwandelt. Sollten Atelierwohnungen gebaut werden, „wird die Halle als Atelier und Ausstellungsraum genutzt“. Die Remise soll künftig als Archiv für das Ingenieurbüro dienen.

Die Kosten für das Sanierungs- und Umbauwerk inklusive Kaufsumme bezifferte Mitschke auf etwa 940 000 Euro. „Wir streben den Erhalt der Gebäudehülle an und planen keine Anbauten“, sagte er. Laut einem ersten Zeitplan soll der Erwerb des Gebäudes bis Ende Juni über die Bühne gegangen sein. „Man muss dann mit einem Jahr für die Planung und das Genehmigungsverfahren rechnen.“ Umbau und Sanierung würden noch einmal ein Jahr dauern. Ziel ist es, im Sommer 2018 alles fertig zu haben, sagte er der MAZ Als erstes steht die Altlastenbeseitigung an. Der Keller ist kontaminiert. Weite Teile des Fußbodens müssten raus. Für die Schadensbeseitigung sind etwa 60 000 Euro veranschlagt, die von der Kaufsumme abgezogen werden. Inklusive Nebenkosten sind für den Erwerb des E-Werks etwa 200 000 Euro zu zahlen. „Es ist ein cooler Bau. Wir hätten es nicht mit einem WBS-70-Bau gemacht“, sagte Mitschke der MAZ. WBS 70 ist die Abkürzung für Wohnungsbauserie 70 – zu DDR-Zeiten ein Standard-Typ eines Wohnhauses in Plattenbauweise.

Das imposante E-Werk entstand 1909 zur Stromversorgung der Stadt Beelitz. Der Keller wurde jahrzehntelang auch als Bade- und Waschanstalt genutzt, von der aber nicht viel übrig gebleiben ist. Räume im Erdgeschoss nutzten auch Vereine, tagsüber fand dort der Turnunterricht der Schulen statt. Zuletzt saß der Verein „Kindersorgen – Sorgenkinder“ im E-Werk, betrieb bis November 2014 die Beelitzer Tafel und eine Kleiderkammer, um Benachteiligten zu helfen. Seit dem Umzug des Vereins in die Berliner Straße 27 steht das E-Werk leer. Die Stadtverordneten hatten im März 2016 den Verkauf befürwortet. Zunächst gab es drei Interessenten, zwei zogen ihre Bewerbung wieder zurück.

Von Jens Steglich

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