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Beetzsee Zweckverband: Trinkwasser rauf, Abwasser runter
Lokales Potsdam-Mittelmark Beetzsee Zweckverband: Trinkwasser rauf, Abwasser runter
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14:19 03.01.2019
Für Trinkwasser verlangt der WAZB künftig zehn Cent mehr je Kubikmeter. Dafür sinkt der Abwasserpreis. Quelle: Christian Zielke
Amt Beetzsee

Der aus den Nachwendejahren noch immer hoch verschuldete Wasser- und Abwasserzweckverband der Beetzseegemeinden (WAZB) hat für 2019/20 die Mengengebühren neu kalkuliert. So müssen sich die Verbraucher im Versorgungsgebiet auf höhere Preise für Trinkwasser einstellen. Ab Januar wird der Kubikmeter um zehn Cent teurer und kostet nun 2,15 Euro netto. Der Bruttopreis beträgt damit 2,30 Euro. Im Gegenzug senkt der Zweckverband erstmals seit vielen Jahren die Abwassergebühr. Diese beträgt ab sofort 4,19 Euro statt bisher 4,76 Euro je Kubikmeter.

Kalkulation zugestimmt

„Unterm Strich bleibt eine Ersparnis für die Bürger“, sagte Amtsdirektor Guido Müller, der in Personalunion Verbandsvorsteher ist, bei der Verabschiedung des Wirtschaftsplans 2019. So wird ein Drei-Personen-Haushalt bei einem Verbrauch von 30 Kubikmetern um 42 Euro im Jahr entlastet. Vom WAZB versorgt werden der Havelsee-Ortsteil Briest, die zur Gemeinde Beetzsee gehörenden Dörfer Brielow und Radewege sowie Butzow und Ketzür (beide Beetzseeheide) und der Roskower Ortsteil Lünow. Die Verbandsvertreter der Kommunen stimmten der Kalkulation einstimmig zu.

Amtsdirektor und Verbandsvorsteher Guido Müller. Quelle: Frank Bürstenbinder

Derzeit hat der Zweckverband, der nie in den Genuss einer Entschuldung kam, noch immer einen Kreditbestand von rund fünf Millionen Euro. Dieser wird sich bis Ende 2019 spürbar auf etwa 4,6 Millionen Euro reduzieren. Dank einer Umschuldung in der aktuellen Niedrigzinsphase von einer Privatbank zur MBS zahlt der Zweckverband nicht mehr den alten Zinssatz von 5,88 Prozent, sondern nur noch 0,589 Prozent. Dadurch wird eine schnellere Tilgung möglich.

Unverändert müssen die Mitgliedskommunen in ihre Haushaltskassen greifen, um die Liquidität des WAZB zu sichern. So beträgt die Verbandsumlage im neuen Jahr rund 72 000 Euro. Zum Beispiel zahlt die Stadt Havelsee für ihren Ortsteil Briest 19 000 Euro an den WAZB. Tiefer in die Tasche greifen müssen die Besitzer von Sammelgruben. Die Gebühr für die Fäkalabfuhr steigt von 9,54 Euro auf 10,94 je Kubikmeter.

Wasser aus Brandenburg

Der WAZB bezieht sein Trinkwasser von der Brawag GmbH. Für 2019 wird mit einem Verbrauch von etwa 122 000 Kubikmeter gerechnet. Das Abwasser geht zurück in die Stadt Brandenburg und wird der Kläranlage bei Briest zugeführt. Zu den Herausforderungen des neuen Jahres gehört die Beteiligung des Verbandes an der Sanierung eines Kanalabschnittes im Bereich der Einleitstelle zur Stadt in Höhe Brielower Aue. Die Brawag erwartet eine angemessene Kostenbeteiligung, weil Schwefelwasserstoffverbindungen zu Korrosionen in Leitungen und Schächten führte. Für die Sanierungsarbeiten hat der Verband für die vier Jahre bis 2022 je 42 000 Euro eingestellt. Bereits angeschafft hat der Verband ein Messgerät, dass die Schwefelwasserstoffkonzentration im Übergabeschacht misst. Vorsorglich erhöht wurden die geplanten Kosten für den Mief-Killer Nutriox. Diese liegen 2019 bei rund 34 000 Euro.

Von Frank Bürstenbinder

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